• 14.07.2009, 12:25:11
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  • OTS0108 OTW0108

Eskalation am Augartenspitz!

Illegales Vorgehen von WSK und Burghauptmannschaft

Wien (OTS) - Wie sich mit gestrigem Tag herausgestellt hat,
entbehrt sowohl die gewaltsame Räumung des Augartenspitzes am
vergangenen Mittwoch, den 8. Juli 2009 durch die Spezial-Einheit
WEGA, sowie die am Montag, den 13. Juli 2009 begonnenen
Probebohrungen für die Errichtung der Sängerknaben-Konzerthalle, der
dafür notwendigen rechtlichen Grundlagen.

Eine diesbezügliche Anfrage bei der zuständigen
Magistratsabteilung MA 58 der Stadt Wien ergab, dass wesentliche
rechtliche Genehmigungen für die Bauvorbereitung, so etwa die
notwendigen Sicherheits- und Notfallspläne (SIGE), vor allem aber der
unbedingt erforderliche Wasserrechtsbescheid, bisher nicht vorliegen.

Die Wiener Sängerknaben und die Burghauptmannschaft Österreich
versuchen damit offensichtlich, vollendete Tatsachen zu schaffen. Wem
letztlich die konkrete Verantwortung für dieses skandalöse Vorgehen
am Augartenspitz zukommt, ist insofern unklar, als beide
Institutionen bisher nicht bereit sind, diese Verantwortung zu
übernehmen.

Die Aussage von Burghauptmann Wolfgang Beer dazu lautet: "Wir
haben einen Vertrag mit den Wiener Sängerknaben und ich habe auf
Wunsch der Sängerknaben die Räumung beauftragt." (Zitat in:
Österreich, 10. Juli 2009)

Der Präsident der Wiener Sängerknaben Walter Nettig hingegen weist
diese Behauptung nachdrücklich zurück: "Wir wissen davon nichts. Von
uns hat das keiner angezettelt. Weder der Vorstand noch ich sind an
Herrn Wolfgang Beer herangetreten." (Zitat in: Österreich, 10. Juli
2009)

Tatsache ist, dass sowohl Räumung als auch Bauvorbereitung am
Augartenspitz offensichtlich unter Missachtung bestehender
gesetzlicher Bestimmungen erfolgt sind. Da es sich hier um konkrete
Fragen des allgemeine Interesses und des öffentlichen Raums handelt,
stehen sowohl die Stadt Wien als auch der Bund in unmittelbarer
Verantwortung.

Anrainer, Bürgerinitiativen, das Josefinische Erlustigungs-komitee
sowie die Veranstalter des ebenfalls betroffenen Open-Air-Festivals
"Kino wie noch nie" fordern Aufklärung über das bisherige Vorgehen
sowie die unverzügliche Einstellung sämtlicher mit der Errichtung der
Konzerthalle in Zusammenhang stehenden Vorbereitungsarbeiten!

Rückfragehinweis:
Verein Freunde des Augartens
Mag.a Eva Hottenroth, Tel: 0699 19453841

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