- 10.07.2009, 13:20:03
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Neue Maßnahmen für den niederösterreichischen Arbeitsmarkt
Mikl-Leitner: Haben erfolgreiche Initiativen adaptiert
St. Pölten (NLK) - In St. Pölten präsentierten Landesrätin Mag.
Johanna Mikl-Leitner und Mag. Karl Fakler, Geschäftsführer des
Arbeitsmarktservices (AMS) heute, 10. Juli, eine Jahreszwischenbilanz
zur Situation am heimischen Arbeitsmarkt sowie neue Maßnahmen und
Initiativen.
"Die wirtschaftliche Situation wirkt sich natürlich auch bei
unseren Arbeitslosenzahlen aus, obwohl Niederösterreich unter dem
Bundesdurchschnitt liegt. Nachdem in den vergangenen Monaten bereits
intensive Maßnahmen getroffen wurden, haben wir gemeinsam mit dem AMS
die beiden erfolgreichen Initiativen ,Job 2000’ und ,Start Up’
adaptiert. Damit wurden zusätzliche 1.000 Arbeitsplätze für
Betroffene geschaffen", erklärte Mikl-Leitner.
Im Rahmen dieser Initiativen werden arbeitlose Jugendliche und
langzeitbeschäftigungslose Personen auf geförderten
Transitarbeitsplätzen bei Betrieben oder auch Kommunen auf ein halbes
Jahr befristet angestellt. Das Land Niederösterreich und das AMS
werden während des kommenden halben Jahres zwei - anstatt wie bisher
ein - Drittel der Lohnkosten inklusive Lohnnebenkosten pro
Beschäftigtem zahlen; die Arbeitgeber zahlen folglich fortan
lediglich ein Drittel dieser Kosten.
"Wir möchten Betrieben und Gemeinden bewusst einen Anreiz geben",
meinte Mikl-Leitner dazu. In diesem Sinne sind niederösterreichische
Unternehmen bzw. Kommunen ab sofort eingeladen, ihren - auch
befristeten - Arbeitskräftebedarf dem AMS bekannt zu geben, das
passende Personen dann an "Start Up" bzw. "Job 2000" zur dortigen
Anstellung vermittelt bzw. die den Beschäftigern in der Folge zu sehr
günstigen Konditionen überlassen. In Summe stehen nunmehr 1.340
derart geförderte Arbeitsplätze zur Verfügung, für die das Land und
das AMS insgesamt 8,1 Millionen Euro aufwenden.
Abgesehen von diesen mit 1. Juli 2009 wirksam gewordenen
Neuerungen wurde u. a. auch auf das "Lehrlingsauffangnetz" näher
eingegangen, das derzeit 1.500 Plätze in Betrieben und weitere 400
Plätze in (über-)betrieblichen Lehrwerkstätten beinhaltet und von AMS
und Land Niederösterreich mit 29,6 Millionen Euro dotiert ist. Ebenso
angesprochen wurden die "(Bildungs-)Kurzarbeit" und die
"Bildungskarenz plus", die sich als Instrumente zur Überbrückung von
Krisen in Unternehmen bewährt haben. Dabei sind derzeit weniger
Neuanträge zu verzeichnen, die Zahl der Verlängerungen in den Herbst
nimmt jedoch zu; aktuell verzeichnet das AMS NÖ bei 119
niederösterreichischen Unternehmen Kurzarbeit für 17.324
MitarbeiterInnen.
Ebenso ging Mikl-Leitner noch auf das Projekt "Zugang" für
Sozialhilfeempfänger ein. Bei derzeit insgesamt 177 TeilnehmerInnen
sei es gelungen, dass ein Drittel der Personen aktuell einen
Arbeitsplatz habe. Im Bereich Arbeitsstiftung werde man heuer, so
Mikl-Leitner, für Weiterqualifizierung rund vier Millionen Euro
benötigen; derzeit seien 2.016 Personen in Niederösterreich in
solchen Stiftungen. Abschließend verwies die Landesrätin noch auf die
Installierung der ArbeitnehmerInnen-Hotline (02742/9005-9595) als
eine "Art Drehscheibe für die ArbeitnehmerInnen".
Nähere Informationen: Büro Mikl-Leitner, Mag. Susanne Schiller,
Telefon 02742/9005-12626, e-mail [email protected].
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
http://www.noe.gv.at/nlk
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