Mit der U2 vom Stadion über die Donau bis nach Aspern

Erste Probefahrt der Wiener Linien auf der neuen U2-Hochstrecke mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner - Noch 15 Monate bis zur Eröffnung am 2. Oktober 2010

Wien (OTS) - Mit der Eröffnung des U2-Abschnitts vom Schottenring zum Stadion vor einem Jahr, haben die Wiener Linien einen ganz entscheidenden Teil der dritten Ausbauphase des Wiener U-Bahn-Netzes abgeschlossen. Seit 10. Mai 2008 verbindet diese früher innerstädtische Linie nun die City mit dem Prater, der neu gestalteten Messe Wien und dem Ernst-Happel-Stadion.

Nahtlos geht es mit der U2 weiter und in naher Zukunft werden Prater, Messegelände, Stadion, Stadlau und Donauspital auf einer Linie liegen. Ende September 2006 haben die Wiener Linien mit den Arbeiten für die weitere Verlängerung der U2 über die Donau in den 22. Bezirk zur Aspernstraße begonnen. Heute - rund 15 Monate vor der Eröffnung des neuen Streckenabschnitts am 2. Oktober 2010 - sind die Bauarbeiten so weit fortgeschritten, dass der Streckenabschnitt zwischen den Stationen Stadion und Aspernstraße erstmals mit einem U-Bahn-Zug befahren werden kann.

Die neue Strecke vom Stadion über die Donau bis zur Aspernstraße umfasst sechs Stationen und ist rund fünf Kilometer lang. Schon im Herbst 2010 wird dieser Streckenteil mit Anschluss an den neuen ÖBB-Bahnhof Stadlau und das SMZ-Ost fertig sein. Die Donaustadt - sie ist nicht nur der flächenmäßig mit Abstand größte Bezirk, sondern mit mehr als 151.000 EinwohnerInnen auch der an Bevölkerung zweitreichste Bezirk Wiens - wird dann neben der U1 mit einer zweiten U-Bahn-Linie erschlossen.

"In die Errichtung dieses Teilabschnittes investieren die Wiener Linien insgesamt rund 490 Millionen Euro, das ist gerade jetzt in einer wirtschaftlich schwierigen Phase ein ganz wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt und die ganze Ost-Region", unterstreicht Vizebürgermeisterin Finanzstadträtin Mag.a Renate Brauner die Bedeutung der Infrastrukturinvestition in die neue U-Bahn-Strecke. Die Gesamtkosten für die komplette Verlängerung der U2 vom Schottenring bis zur Aspernstraße betragen rund 1,3 Milliarden Euro. Mit der Verlängerung der U2 bis zur Aspernstraße wird das Wiener U-Bahn-Netz auf beinahe 75 Kilometer anwachsen und über 101 Stationen verfügen. "Wir setzen mit der neuen U-Bahn-Verbindung einen weiteren ganz wichtigen Schritt in Richtung Seestadt Aspern, dem größten Stadtentwicklungsgebiet Wiens. Und wir binden damit nicht zuletzt das Donauspital an das U-Bahn-Netz an - eine große Erleichterung für tausende Menschen, die täglich ins SMZ Ost kommen", so Brauner.

Die Bedeutung der U2-Verlängerung betonen auch Bezirksvorsteher Gerhard Kubik (Leopoldstadt) und Norbert Scheed (Donaustadt). "Die Leopoldstadt hat von der neuen U2-Strecke ganz wesentlich profitiert. Mit der Verlängerung über die Donau wird jetzt auch der Bereich rund um die neue Station Donaumarina deutlich aufgewertet und noch besser erschlossen. Und natürlich war mir auch die Direktverbindung aus der Leopoldstadt zum Donauspital ein großes Anliegen", so Kubik. Für Bezirksvorsteher Norbert Scheed steht die zusätzliche Anbindung der Donaustadt ins Stadtzentrum im Mittelpunkt. Scheed: "Künftig wird man aus der Donaustadt - von der U2-Station Aspernstraße aus - in nur 16 Minuten den ersten Bezirk erreichen können. Die U2 bedeutet für den Nordosten Wiens ein neues verkehrspolitisches Zeitalter. Bisher öffentlich schwieriger erreichbare ‚dörfliche Randlagen’ werden mit den leistungsfähigsten öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen und damit attraktive Stadtteile, in denen eine überzeugende Alternative zur Autonutzung geboten wird."

Anfang Oktober 2010 mit der U2 bis Aspern

Der neue Teilabschnitt beginnt nach der Station Stadion und wird auf einer Hochstrecke - sozusagen im 1.Stock - bis zur neuen Endstelle bei der Aspernstraße geführt. Dabei wird auch die Donau überquert, und zwar auf der bereits Ende der 90er-Jahre gebauten Donaustadtbrücke.

Nach dem Stadion erreicht die U-Bahn die neue U2 Station Donaumarina in deren besonders attraktiven Nahbereich auch ein großes Bürozentrum mit über 10.000 Arbeitsplätzen - das entspricht der Bevölkerungszahl von Eisenstadt - entstehen wird. In Folge überquert die U-Bahn die bereits im Jahr 1996/1997gebaute Donaustadtbrücke (Schrägseilbrücke mit einer Masthöhe von 85m). Diese Brücke wurde bereits damals so konstruiert, dass später eine Querung mit der U-Bahn technisch problemlos möglich ist. Die U-Bahn ist damit parallel zur Süd-Ost-Tangente unterwegs und wirbt so auch in Sichtweite der Pkw’s um neue Kunden für den öffentlichen Verkehr. Nach Querung der Brücke wird auf der anderen Seite der Donau die Station Donaustadtbrücke erreicht.

Die Station Donaustadtbrücke erschließt das Freizeitparadies Alte und Neue Donau und trägt damit zu einer weiteren Steigerung der Lebensqualität Wiens bei. Damit ist die U2 nach der U1 und der U6 die dritte U-Bahn-Linie Wiens, die die Donau überquert und einen direkten Zugang zur Donauinsel ermöglicht.

Die neue Umsteigestation Stadlau

Die Station Stadlau ist als optimale Umsteigestation zu den Bahnlinien der ÖBB konzipiert. Dem Gedanken des Schienenverbundes (Verknüpfung von Zügen der ÖBB mit den U-Bahn-Zügen Wiens) ist damit im Wiener U-Bahn Netz zum zehnten Mal optimal Rechnung getragen (U1:
Praterstern und Leopoldau, U3: Westbahnhof und Simmering, U4:
Hütteldorf, Landstrasse und Spittelau, U6: Philadelphiabrücke und Floridsdorf).

Die neue Gemeinschaftsstation von ÖBB und Wiener Linien bringt eine deutlich verbesserte Kundenattraktivität: Als erste Umsteigemöglichkeit zwischen S-Bahn und U-Bahn für Fahrgäste aus Richtung Osten wird die Station Stadlau zu einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte für die Donaustadt. Insgesamt hat die Verknüpfung der ÖBB-Bahnhöfe mit den verlängerten U-Bahnen (U1-Leopoldau und nun U2-Stadlau) große Bedeutung für die gesamte Region. Einerseits für den überregionalen Verkehr zwischen Wien und Bratislava und andererseits für den regionalen Verkehr wie die Nordbahn, Ostbahn, S 80 oder S 8.

Die folgende Station Hardeggasse führt direkt in ein bestehendes Wohngebiet und erhöht dadurch wesentlich die Attraktivität und Lebensqualität dieses Bereiches.

Station Donauspital wird Wiens hundertste U-Bahn Station

Mit der nächsten Station Donauspital verfügt auch das nach dem AKH zweitgrößte Wiener Spital über einen direkten U-Bahn-Anschluss. Die Station Donauspital ist übrigens die 100. U-Bahn Station, die in Wien errichtet wird. Die erste U-Bahn-Station, der Karlsplatz, wurde 1978 in Betrieb genommen. 100 Stationen in rund 30 Jahren zu errichten ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Als vorläufige Endstelle folgt die 6. Station dieser U2-Verlängerung, nämlich die Station Aspernstraße. Damit wird in diesem Bereich die Stadtentwicklung wesentlich gefördert und ein neuer Umsteigeknoten als Verbindung mit dem Busnetz entstehen.

Die gesamte Verlängerungsstrecke vom Stadion zur Aspernstraße ist 5.133 Meter lang und hat damit einen durchschnittlichen Stationsabstand von 855 Metern. Die Fahrzeit von der Aspernstraße bis zum Stadion wird neun Minuten betragen. Für eine Fahrt auf der gesamten U2-Strecke von der neuen Endstelle bis zum Karlsplatz wird man rund 24 Minuten benötigen.

Die U2 wird bis 2013 in die Seestadt Aspern um insgesamt vier weitere Stationen verlängert. (Schluss) wstw

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