Österreich - energieautark: BZÖ-Bucher - Ein energieautarkes Österreich und leistbare Energie für alle Bürger

Wien 2009-07-07 (OTS) - Eine hochkarätige Runde konnte der Präsident der Zukunftsakademie Österreich NAbg. Herbert Scheibner gestern bei einer Veranstaltung der Zukunftsakademie im Wiener Ares Tower versammeln. 200 Interessierte waren der Einladung unter dem Titel "Österreich - energieautark; Gasversorgungskrise, Ölpreisschocks und was wir dagegen tun können - Konzepte für eine rot-weiß-rote Energiezukunft", gefolgt, um der Diskussion von BZÖ-Bündnis- und Klubobmann Josef Bucher, dem ehemaligen Europaparlamentarier und Experten für erneuerbare Energie Hans Kronberger und dem Bürgermeister der Marktgemeinde Strem Bernhard Deutsch, als Vertreter der energieautarken Modellregion Güssing unter der Moderation des Chefredakteurs der Wiener Zeitung Dr. Andreas Unterberger beizuwohnen. Gäste waren unter anderem die ehemalige Justizministerin Mag. Karin Gastinger, der zukünftige Europaparlamentarier DI Jörg Freunschlag, der 1. Kärntner Landtagspräsident Josef Lobnig, Unternehmer Veit Schalle sowie die Abgeordneten Markowitz, Huber und Lugar und Professor Ernst Gehmacher. Präsident Scheibner begrüßte die Gäste und nahm eine Analyse des Ist-Zustandes der österreichischen Energieversorgung vor, die sowohl wirtschaftlich wie auch strategisch auf einer massiven Abhängigkeit Österreichs von externen und fossilen Energieträgern fuße.

Chefredakteur Unterberger startete die Diskussion mit durchaus kritischen Anmerkungen zum Plan der Energieautarkie Österreichs, analysierte aber scharf, dass die Milliardenabflüsse Österreichs im Energiebereich großteils an Länder gehen, die nicht gerade als vorbildliche Demokratien zu bezeichnen seien. Unterberger zeigte sich skeptisch, ob sich die Selbstversorgung bewerkstelligen lassen. Hier konterte Bürgermeister Deutsch indem er schilderte, wie es gelungen sei, aus der Region Güssing, dem ehemaligen Armenhaus Österreichs, eine Modellregion mit 1.500 neuen Arbeitsplätzen zu schaffen. Güssing werde schon in kürzester Zeit völlig energieautark sein und das bei deutlichen Energiekostensenkungen für die Bevölkerung. Man produziere mittlerweile Wärme, Strom, Erdgas und bald auch schon Treibstoffe. Es gebe einen Ökotourismus von bis zu 70.000 Besuchern pro Jahr, einen Energietransfer bis nach Tibet und die einst so strukturschwache Region sei durch die Energieautarkie mittlerweile Exporteur und wirtschaftlich auf soliden Beinen.

Hans Kronberger sah die Energiefrage als das zentrale Thema des 21. Jahrhunderts. "Die Kuh ist gemolken, wir sind mitten in einer schleichenden dritten Ölkrise", so Kronberger, der besonders von einer immer stärkeren Abhängigkeit Europas von fossilen Rohstoffen warnte. Die jetzt schon beginnende Knappheit, beispielsweise bei Uran, werde die Position der rohstoffarmen EU massiv schwächen, wenn es keine Wende hin zu erneuerbaren Energien gebe.

BZÖ-Chef Josef Bucher, der seine Partei stark im Bereich der erneuerbaren Energien positionieren möchte, stellte die Frage in den Raum, was die Politik tun kann und muss. Das BZÖ stehe unter seiner Führung für die Energieautarkie Österreichs. Es müsse hier endlich langfristige Planungen und einen überparteilichen Konsens geben, denn eine solche Energieautarkie entstehe nicht über Nacht, sondern im Laufe von Jahrzehnten. "Es braucht endlich langfristiges Denken im Bereich Energiesicherheit, denn nur damit können wir leistbare Energie für die Zukunft sichern", Auch der soziale Frieden sei massiv durch eine Verknappung der fossilen Energieträger gefährdet. Bucher lieferte aber auch wirtschaftliche Argumente pro Energieautarkie. "Österreich hat in diesem Bereich einen jährlichen Abfluss der Wertschöpfung in der Höhe von unglaublichen 11,7 Milliarden Euro pro Jahr. Hier gilt es anzusetzen und ein 200-Milliarden-Paket für das Ziel Energieautarkie in einem Kraftakt von Staat und Wirtschaft aufzustellen, das sich mittelfristig aber eindeutig rechnet, wie das Beispiel Güssing zeigt", so Bucher, der sich abschließend gemeinsam mit Präsident Scheibner bei den beiden Direktoren der Zukunftsakademie Markus Fauland und Gerold Saßmann für die hervorragende Organisation bedankte.

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