- 07.07.2009, 09:20:42
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Österreich - energieautark: BZÖ-Bucher - Ein energieautarkes Österreich und leistbare Energie für alle Bürger
Wien 2009-07-07 (OTS) - Eine hochkarätige Runde konnte der
Präsident der Zukunftsakademie Österreich NAbg. Herbert Scheibner
gestern bei einer Veranstaltung der Zukunftsakademie im Wiener Ares
Tower versammeln. 200 Interessierte waren der Einladung unter dem
Titel "Österreich - energieautark; Gasversorgungskrise,
Ölpreisschocks und was wir dagegen tun können - Konzepte für eine
rot-weiß-rote Energiezukunft", gefolgt, um der Diskussion von
BZÖ-Bündnis- und Klubobmann Josef Bucher, dem ehemaligen
Europaparlamentarier und Experten für erneuerbare Energie Hans
Kronberger und dem Bürgermeister der Marktgemeinde Strem Bernhard
Deutsch, als Vertreter der energieautarken Modellregion Güssing unter
der Moderation des Chefredakteurs der Wiener Zeitung Dr. Andreas
Unterberger beizuwohnen. Gäste waren unter anderem die ehemalige
Justizministerin Mag. Karin Gastinger, der zukünftige
Europaparlamentarier DI Jörg Freunschlag, der 1. Kärntner
Landtagspräsident Josef Lobnig, Unternehmer Veit Schalle sowie die
Abgeordneten Markowitz, Huber und Lugar und Professor Ernst
Gehmacher. Präsident Scheibner begrüßte die Gäste und nahm eine
Analyse des Ist-Zustandes der österreichischen Energieversorgung vor,
die sowohl wirtschaftlich wie auch strategisch auf einer massiven
Abhängigkeit Österreichs von externen und fossilen Energieträgern
fuße.
Chefredakteur Unterberger startete die Diskussion mit durchaus
kritischen Anmerkungen zum Plan der Energieautarkie Österreichs,
analysierte aber scharf, dass die Milliardenabflüsse Österreichs im
Energiebereich großteils an Länder gehen, die nicht gerade als
vorbildliche Demokratien zu bezeichnen seien. Unterberger zeigte sich
skeptisch, ob sich die Selbstversorgung bewerkstelligen lassen. Hier
konterte Bürgermeister Deutsch indem er schilderte, wie es gelungen
sei, aus der Region Güssing, dem ehemaligen Armenhaus Österreichs,
eine Modellregion mit 1.500 neuen Arbeitsplätzen zu schaffen. Güssing
werde schon in kürzester Zeit völlig energieautark sein und das bei
deutlichen Energiekostensenkungen für die Bevölkerung. Man produziere
mittlerweile Wärme, Strom, Erdgas und bald auch schon Treibstoffe. Es
gebe einen Ökotourismus von bis zu 70.000 Besuchern pro Jahr, einen
Energietransfer bis nach Tibet und die einst so strukturschwache
Region sei durch die Energieautarkie mittlerweile Exporteur und
wirtschaftlich auf soliden Beinen.
Hans Kronberger sah die Energiefrage als das zentrale Thema des 21.
Jahrhunderts. "Die Kuh ist gemolken, wir sind mitten in einer
schleichenden dritten Ölkrise", so Kronberger, der besonders von
einer immer stärkeren Abhängigkeit Europas von fossilen Rohstoffen
warnte. Die jetzt schon beginnende Knappheit, beispielsweise bei
Uran, werde die Position der rohstoffarmen EU massiv schwächen, wenn
es keine Wende hin zu erneuerbaren Energien gebe.
BZÖ-Chef Josef Bucher, der seine Partei stark im Bereich der
erneuerbaren Energien positionieren möchte, stellte die Frage in den
Raum, was die Politik tun kann und muss. Das BZÖ stehe unter seiner
Führung für die Energieautarkie Österreichs. Es müsse hier endlich
langfristige Planungen und einen überparteilichen Konsens geben, denn
eine solche Energieautarkie entstehe nicht über Nacht, sondern im
Laufe von Jahrzehnten. "Es braucht endlich langfristiges Denken im
Bereich Energiesicherheit, denn nur damit können wir leistbare
Energie für die Zukunft sichern", Auch der soziale Frieden sei massiv
durch eine Verknappung der fossilen Energieträger gefährdet. Bucher
lieferte aber auch wirtschaftliche Argumente pro Energieautarkie.
"Österreich hat in diesem Bereich einen jährlichen Abfluss der
Wertschöpfung in der Höhe von unglaublichen 11,7 Milliarden Euro pro
Jahr. Hier gilt es anzusetzen und ein 200-Milliarden-Paket für das
Ziel Energieautarkie in einem Kraftakt von Staat und Wirtschaft
aufzustellen, das sich mittelfristig aber eindeutig rechnet, wie das
Beispiel Güssing zeigt", so Bucher, der sich abschließend gemeinsam
mit Präsident Scheibner bei den beiden Direktoren der
Zukunftsakademie Markus Fauland und Gerold Saßmann für die
hervorragende Organisation bedankte.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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