- 06.07.2009, 20:00:47
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Abt Clemens Lashofer gestorben
Er leitete seit 1973 das Benediktinerstift Göttweig, seit 1982 war er Abt-Präses der Österreichischen Benediktinerkongregation
St. Pölten, 06.07.2009 (KAP) Der Abt von Stift Göttweig (und
Abt-Präses der Österreichischen Benediktinerkongregation), P.
Clemens Lashofer, ist am Montag nach langer Krankheit im Stift
gestorben. Lashofer stand im 69. Lebensjahr. Der Zeitpunkt der
Beisetzung steht noch nicht fest.
Lashofer stammte aus der Göttweiger Stiftspfarre St. Veit an der
Gölsen. Bereits mit zehn Jahren kam er als Sängerknabe in das Stift
Göttweig. 1959 wurde er vom damaligen Abt Wilhelm Zedinek als Novize
aufgenommen und erhielt den Ordensnamen Clemens. Im Jahr 1963 legte
er die feierliche Profess ab und wurde nach dem Theologiestudium in
Salzburg am 11. Juli 1965 zum Priester geweiht.
Nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers, Abt Benedikt Ramoser,
wurde Clemens Lashofer 1973 im Alter von nur 32 Jahren zum 64. Abt
von Göttweig gewählt. Am 14. August 1973 erteilten ihm der damalige
St. Pöltner Bischof Franz Zak die Abtsbenediktion. Lashofer war
damals der weltweit jüngste Abt.
In den folgenden Jahren bewirkten zahlreiche Neueintritte eine
Vergrößerung und Verjüngung des Göttweiger Konvents. Das
umfangreiche Projekt der Gesamtrestaurierung der weitläufigen
Klosteranlage - eine barocke "Gottesstadt auf dem Berg" - wurde in
Angriff genommen.
1983 feierte das Stift das 900-Jahr-Jubiläum seiner Gründung durch
den heilig gesprochenen Bischof Altmann von Passau u.a. mit einer
groß angelegten Jubiläumsausstellung und der Eröffnung des
Exerzitienhauses St. Altmann. 2005 erfolgte die Errichtung des
selbständigen Priorats St. Josef in Maria Roggendorf.
Abt Lashofer war weit über Göttweig hinaus in verschiedenen Aufgaben
engagiert. So war er u.a. seit 1982 als Abt-Präses der
Österreichischen Benediktinerkongregation tätig, von 1975 bis 1982
als Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Diözese St. Pölten, von
1988 bis 1994 als Vorsitzender der Salzburger Äbtekonferenz und von
1990 bis 2001 als "Vicarius" des Abt-Primas für die Klöster der
Slawischen Kongregation.
Noch bis Mitte Juni war der Abt unermüdlich in den Anliegen der
Österreichischen Benediktinerkongregation und des Stiftes aktiv,
bevor sich sein Gesundheitszustand überraschend schnell
verschlechterte. Zum Zeitpunkt seines Todes am Montag kurz nach
18.30 Uhr war Clemens Lashofer der dienstälteste Abt und Abt-Präses
der weltweiten benediktinischen Konföderation.
(forts)
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