Kein Ende der Unwetter in NÖ

14. Tag im Kampf gegen Hochwasser und Starkregen

Tulln (OTS) - Am 14. Tag der Einsätze gegen Hochwasser und Starkregenfälle stand heute Montag gegen 11.00 Uhr zunächst der Bezirk Krems im Zentrum der Ereignisse. 42 Feuerwehren mussten dort Vermurungen beseitigen, Verkehrswege freimachen und Auspumparbeiten leisten. Schwere Gewitter haben innerhalb kürzester Zeit mehrere Bäche und den Kremsfluss rasant ansteigen lassen. Zahlreiche Objekte in mehreren Ortschaften wurden überflutet. Die Straßenverbindungen von Senftenberg nach Reichau (L7040) und von Reichau nach Stixendorf (L7080) musste gesperrt werden, weil der reißende Reichaubach die Straße an mehreren Stellen unterspült oder weggerissen hatte.

Feuerwehrkommandant als Lebensretter

Der Feuerwehrkommandant von Senftenberg, Alfred Winkler jun., rettet dabei einem Pensionisten das Leben, der auf der Straße nach Reichau in seinem Pkw vom Wasser eingeschlossen und gerade noch rechtzeitig von Winkler aus dem Auto gerettet werden konnte. Auch in anderen Bezirken konnten Personen von der Feuerwehr gerettet werden.
Die B3 im Bereich Weißenkirchen musste wieder wegen Überflutungen gesperrt werden. In Spitz an der Donau verursachten Starkregenfälle neuerlich lokale Überschwemmungen. Im Bereich des Spitzer Grabens wurden die Einsatzkräfte während der Niederschläge zurückgezogen, in den frühen Nachmittagsstunden wurde aber in diesem Bereich wieder gearbeitet.
Gegen Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt der Einsätze in die Bezirke St. Pölten, Baden, Tulln, Mödling und Bruck an der Leitha. Nach St. Pölten wurden zwei Züge des Katastrophenhilfsdienstes der NÖ Feuerwehr entsendet. In Sieghartskirchen stürzte eine Gartenmauer durch das aufgeweichte Erdreich um. Die Wassermassen flossen in mehrere Gebäude. Einige hundert Sandsäcke mussten von der Feuerwehr gelegt werden, um ein Haus zu schützen. In Elsbach wurde die B1 und einige Straßenzüge bis zu einen halben Meter überflutet.
Mehrere Ortschaften in Niederösterreich waren zeitweise von der Umwelt abgeschnitten. In allen betroffenen Bezirken steigen nun wieder die Pegel der Bäche und Flüsse deutlich an. An der großen Tulln etwa wird mit einem zehnjährigen Hochwasser gerechnet. Derzeit stehen noch etwa 150 Feuerwehren mit rund 2.000 Mitgliedern in Niederösterreich im Einsatz.

14 Tage Unwetter - Mehr als 18.000 Feuerwehrmitglieder im Einsatz

Noch immer ist kein Ende für Niederösterreichs Feuerwehren absehbar. Innerhalb der letzten 14 Tage waren bereits mehr als rund 18.000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Niederösterreich damit befasst Menschen und Tiere zu retten, Dämme zu sichern, Häuser zu evakuieren, Vermurungen zu beseitigen, Verkehrswege freizumachen und Auspumparbeiten zu leisten. (Schluss)

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