Probahn fordert eine Initiative für attraktiven Bahnverkehr

Bundesregierung, ÖBB und Land Kärnten haben akuten Handlungsbedarf für einen attraktiven Bahnverkehr zwischen Österreich und Italien

Wien (OTS) - Die ca. 40 km lange Pontebbana - eine zweigleisige, elektrifizierte Hochleistungsstrecke liegt brach darnieder - - nur 1x tagsüber und 2 x nächstens wird die Bahnstrecke für den Personenverkehr genutzt, alles andere läuft auf der Straße....

Die Kooperaton zwischen ÖBB und Trenitalia funktioniert nicht, beide ziehen sich auf ihre innerstaatlichen Strecken zurück, die öBB haben als Notlösung einen Busverkehr zwischen Klagenfurt und Venedig eingerichtet. Devise: Die ÖBB wollen nicht, die Trenitalia kann nicht. Eine Anachronismus im vereinte Europa, dass 10 km zwischen zwei EU-Staaten im Bahnverkehr nicht überwunden werden können.

Im Gegensatz zur Pontebbana wird die Kooperation zwischen Süd- und Nordtirol vorangetrieben, die innovative Autobus-Betriebsgesellschaft SAD aus Südtirol setzt bereits moderne Zweisystemtriebwagen von Stadlerrail "Flirt" ins Pustertal ein, durchgehende Züge zwischen Süd- und Osttirol sowie nach Innsbruck sind geplant. Ebenso planen die ÖBB mit Fahrplanwechsel Zugverbindungen zwischen Nord- und Süditirol über den Brenner.

Was über den Brenner möglich ist, muss auch über Tarvisio möglich sein. Die gute Nachricht: eine in Italien neu geründete Gesellschaft ARENAWAYS verfügt bereits über eine entsprechende Konzession für einen Bahnbetrieb und sucht die Kooperation mit den ÖBB.

Probahn fordert von der Bundesregierung, insbesondere von VM Doris Bures eine Initiative auf Ebene der EU-Verkehrsminister ein, um die Voraussetzungen für die Kooperationen der beiden "Staatsbahnen" zu schaffen, ebenso ist der Dialog zwischen der Kärntner Landesregierung und der Region Kärnten - Friaul- Udine zu intensivieren.

Wie es aussieht, könnten die öBB in der Folge einen Zukunftsmarkt an private Betreiber verlieren, das vorherrschende Schielen auf Paradezüge auf Hochleistungsstrecken - mit zunehmender Konkurrenz -gefährdet das Unternehmen ÖBB insgesamt.

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