Infrastrukturministerin Doris Bures trifft hochrangige Vertreter der IKT-Branche - Beschleunigter Ausbau für schnelle Netze

Wien (BMVIT) - Infrastrukturministerin Doris Bures hat sich am Montag mit den Vertretern der größten Unternehmen der Informations-und Kommunikationsbranche getroffen, um sich über die aktuelle Lage der IT- und Telekommunikationsunternehmen auszutauschen und die anstehenden Herausforderungen zu erörtern. Vollkommen einig war man sich bei der Einschätzung, dass die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ein Motor des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts sind. "Gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftssituation müssen wir auf Innovation setzen", betonte Bures, "leistungsfähige Kommunikations- und Datennetze sind ein entscheidender Standortfaktor". ****

"Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein bedeutender Wachstumstreiber der heimischen Wirtschaft. Mit dem Ausbauprogramm zur Modernisierung der heimischen Telekommunikations-Infrastruktur sorgen wir dafür, dass die Menschen dieses Landes via Internet die Informationen, die sie für ihre Arbeit, ihre Ausbildung, für ihre Gesundheit, für ihr tägliches Leben brauchen, noch schneller und multimedial abrufen können. Eine Hochleistungs-Telekommunikations-Infrastruktur bildet die Basis für eine österreichische Wissensgesellschaft, die den Wirtschaftsstandort nachhaltig absichert", unterstreicht Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender Telekom Austria Group, die Bedeutung der IKT für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Dieter Kittenberger, Vertriebsdirektor von Hewlett-Packard Österreich, ergänzt: "Die Zukunft Österreichs wird auch davon abhängen, inwieweit es uns gelingt, jedem einzelnen Österreicher die Teilnahme an der Wissens- und Informationsgesellschaft zu ermöglichen. Um zukunftsfähig zu bleiben, muss der Zugang zu und der Umgang mit IKT für die breite Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit sein."

Die IKT-Branche sicherte der Bundesministerin ihre volle Unterstützung bei der Umsetzung der im Regierungsprogramm formulierten Vorhaben zur Bewältigung der Herausforderungen der IKT-Wirtschaft zu. Ausdrücklich begrüßten die IKT-Vertreter die gesetzten Maßnahmen der vergangenen Monate.

So stößt die vor kurzem im Nationalrat beschlossene Novelle des Telekommunikationsgesetzes in der Branche auf breite Zustimmung. Damit wird der Zugang zu schon bestehender und die Errichtung neuer Infrastruktur für Glasfaser deutlich vereinfacht, der Ausbau, auch im ländlichen Raum, wird damit beschleunigt. Zugleich wird sichergestellt, dass sich die Investitionen für die Unternehmen auch betriebswirtschaftlich rechnen.

Die Ministerin hat auch einen Überblick über die konkreten Fördermöglichkeiten ihres Ressorts gegeben. So verspricht sie sich weitere Impulse für die Einführung von neuen Internetanwendungen und den forcierten Ausbau von Breitband durch das Förderprogramm "austrian electronic network" (AT:net). Durch das Konjunkturpaket I der Bundesregierung werden weitere 10 Mio. Euro zur Verfügung stehen, mit welchen die Nutzung und der Ausbau der Infrastruktur zusätzlich angekurbelt werden.

Wie viel von den rund 46 Mio. Euro, die bis 2013 für Österreich aus dem EU-Konjunkturprogramm zur Verfügung stehen, für den Breitbandausbau verwendet werden, steht noch nicht endgültig fest. Darüber laufen derzeit Gespräche zwischen dem BMVIT und dem Landwirtschaftsministerium. Die Mittel werden auf Basis der Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung vergeben und vom Landwirtschaftsministerium verwaltet. Der Nationalrat hat dazu in einem eigenen Antrag zu den Budgetbegleitgesetzen beschlossen, dass damit ein Schwerpunkt für den Breitbandausbau gesetzt werden soll.

Von Seiten des BMVIT wird überdies die Erstellung eines Glasfaserkatasters geprüft, aus dem ersichtlich wird, wo es schon Glasfaser-Infrastruktur gibt. Dazu wird demnächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben; abhängig vom Ergebnis der Studie werden die weiteren Schritte erfolgen.

Internetoffensive Österreich

Weiters kam bei der Unterredung die Notwendigkeit einer zentralen Koordinierungsstelle für IKT-Fragen auf Bundesebene zur Sprache, um eine einheitliche IKT-Strategie für Österreich zielstrebig voranzubringen. Dazu haben sich im Vorjahr 170 Unternehmen, Organisationen und Institutionen zur "Internetoffensive Österreich" zusammengetan; in sieben Arbeitskreisen wurden die Grundlagen für eine solche Strategie entwickelt, die in einer "Österreichischen INTERNETDEKLARATION" festgehalten und demnächst an die Bundesregierung übergeben werden.

110.000 Beschäftigte in 15.000 Unternehmen

Mehr als 110.000 Beschäftigte in 15.000 Unternehmen setzen im österreichischen IKT-Sektor jährlich rund 30 Mrd. Euro um. Damit tragen sie nicht nur einen bedeutenden Teil zum österreichischen Wirtschaftsleistung bei, sondern bilden gleichzeitig die Grundlage für die Wissens- und Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Und: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich die IKT-Wirtschaft weitaus stabiler als andere Branchen. Damit wird sie zur Schlüsselindustrie für nachhaltiges Wachstum und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Susanna Enk, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM0001