- 06.07.2009, 09:18:32
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Tumpel: Jetzt Kinderbetreuung weiter ausbauen - 2
Ausreichend Kinderplätze müssen Wahlfreiheit beim Kindergeld sichern - Bundesförderung vom Vorjahr zeigt, wie es geht
Wien (OTS) - "Wenn das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld
kommt, brauchen wir erst recht den Ausbau der Kleinkindbetreuung",
sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Denn das einkommensabhängige
Kinderbetreuungsgeld gibt es für einen Elternteil längstens bis zum
1. Geburtstag des Kindes. Für den Ausbau der Kinderbetreuung sollen,
wie im Vorjahr, weiterhin gezielt Bundesmittel eingesetzt werden. Die
Aktion war erfolgreich, zeigt die aktuelle Kindertagesheimstatistik:
Seit 2008 fördert der Bund den Ausbau von Kinderbetreuung - und
sowohl in der Zahl als auch in der Qualität der Plätze konnten
merkliche Steigerungen erzielt werden. Bei den Unter-3-Jährigen ist
der Zuwachs an Plätzen mit 5.000 fast doppelt so hoch wie 2007 - und
der Schwerpunkt auf die Förderung ganztägiger Betreuungsplätze zeigt
Wirkung. "Damit wird bestätigt, dass der Bund über Fördermodelle
massiven Einfluss auf die Entwicklung des Kinderbetreuungsangebots
nehmen kann", sagt Tumpel: "Jetzt müssen Bund, Länder und Gemeinden
weiter am Ausbau der Kinderbetreuung arbeiten, damit die bestehenden
Lücken auch tatsächlich geschlossen werden. Die Bundesförderung und
die entsprechenden Beiträge der Länder sollen aufgestockt und auch
nach 2010 fortgesetzt werden. Kinderbetreuung muss kostenlos,
qualitativ hochwertig und flächendeckend in ausreichendem Maß
verfügbar sein."
Mittlerweile haben 16,1 Prozent der Kinder unter 3 Jahren einen
Betreuungsplatz. "Um das EU-weite Barcelonaziel von 33 Prozent zu
erreichen, brauchen wir jedoch eine weitere Steigerung", betont
Tumpel. Auch die Abstufung der Förderung nach der Qualität des
Betreuungsplatzes bewährt sich offensichtlich: Der höhere Zuschuss
für ganztägige Plätze als für Halbtagsplätze schlägt sich in einer
Verbesserung der angebotenen Öffnungszeiten nieder. So ist das
Angebot für ganztägige Betreuung in den Krippen und Kindergärten fast
doppelt so stark gestiegen wie das für die halbtägige Betreuung.
"Der weitere Ausbau insbesondere der Kleinkindbetreuung ist
wesentlich, damit die Eltern beim Kinderbetreuungsgeld jetzt wirklich
die Wahl haben und sich tatsächlich für die einkommensabhängige oder
die anderen Kurzvarianten entscheiden können", sagt Tumpel. Die
Forderungen der Arbeiterkammmer:
+ Flächendeckender Ausbau: Es muss zu einem kontinuierlichen,
flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen kommen, der
zu einer weiteren Verlängerung der Öffnungszeiten und zu verbesserten
schulischen Nachmittagsangeboten führt.
+ Keine Kostenbarrieren: Die AK begrüßt die Initiativen einzelner
Bundesländer in Richtung flächendeckender, kostenloser
Kinderbetreuung. Kinderbetreuung muss für alle zugänglich sein,
unabhängig vom sozialen Hintergrund.
+ Mehr Qualität: Es bedarf weiter einer Steigerung der Qualität
der Betreuung etwa durch einheitliche Standards. Die AK begrüßt den
geplanten nationalen Bildungsplan für die Kinderbetreuung. Dieser
muss Mindeststandards für die Ausstattung und die Qualifikation der
Betreuungspersonen festlegen und geschlechtersensible Betreuung
fördern.
Rückfragehinweis:
Thomas Angerer
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2578
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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