• 03.07.2009, 16:00:00
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"KURIER"-Kommentar von Andrea Hodoschek: "Ausreizen"

Die AUA-Übernahme wird zum Machtspiel zwischen Brüssel und Lufthansa.

Wien (OTS) - Jetzt geht es darum, wer die besseren Nerven hat.
Die Übernahme und damit die Rettung der AUA kann an fünf Slots
scheitern - angesichts der Größenordnung des Deals und der
Konsequenzen fast schon lächerlich. Dahinter steht ein beinhartes
Match zwischen Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber und EU-Kommissarin
Neelie Kroes. Sie will offenbar besondere Härte beweisen, nachdem sie
bei den Konjunkturpaketen gegen die Krise in die Knie gegangen ist -
Stichwort Staatsfonds. Und Mayrhuber hat das Problem, dass sich
innerhalb des Lufthansa-Konzerns und der Gremien die kritischen
Stimmen gegen einen Kauf der AUA mehren.
Mayrhuber hat bis jetzt bewiesen, dass es ihm ernst ist mit der
AUA. Obwohl über die Luftfahrt eine fürchterliche Krise
hereingebrochen ist und sich die Rahmenbedingungen gravierend
verändert haben, steht er immer noch zu den - zuvor - vereinbarten
Zusagen. Wenn Kroes den Deal platzen lässt, wäre dies das Ende der
dringend notwendigen Konsolidierung in Europas Luftfahrt. Vom
Imageschaden für die EU als Institution ganz zu schweigen.

Rückfragehinweis:
KURIER
Ressort Wirtschaft
Tel: 0043-1/52100-2638
[email protected]

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