- 03.07.2009, 11:02:08
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BZÖ präsentiert Masterplan im Konflikt um LKH-Bad Aussee
Medizinisches Kompetenzzentrum für elektive Eingriffe - Finanzierbarkeit durch Erhöhung der Ortstaxe um 1 Euro - Chirurgische Grundversorgung gesichert!
Graz 2009-07-03 (OTS) - Erstmals nahm heute auch der steirische
BZÖ-Chef und Nationalratsabgeordnete Gerald Grosz zur Diskussion rund
um das LKH-Bad Aussee Stellung und präsentierte im Rahmen einer
Pressekonferenz in Graz, einen vom BZÖ erarbeiteten Masterplan zur
Rettung der chirurgischen Versorgung im Ausseerland. Im Vorfeld der
Landtagssitzung kommende Woche, appellierte der steirische BZÖ-Chef
an alle Landtagsparteien, ihre Standpunkte gründlich zu überdenken.
"Es fällt niemandem ein Stein aus der Krone, wenn wir mittels eines
gesunden Kompromisses die medizinische Versorgung in Aussee retten.
Hier geht es nicht um Parteipolitik sondern schlichtweg um eine
Lösung der trostlosen Situation", so der BZÖ-Chef.
Ziel des BZÖ-Planes sei es, das LKH Bad Aussee als "Abteilung für
Chirurgie" mit einer "Rund um die Uhr Ambulanz" weiter zu führen.
Dabei sei eine chirurgische und unfallchirurgische Notfallversorgung
sicherzustellen. Auf Basis dieser Grundversorgung solle sich Aussee
als spezialisiertes chirurgisches Kompetenzzentrum für elektive
Eingriffe mit kurzer Aufenthaltsdauer spezialisieren. "Das neue
Kompetenzzentrum LKH Aussee könnte neben der chirurgischen
Grundversorgung eine Spezialklinik für Gefäßchirurgie und
ästhetische Chirurgie werden. Geplanten Spezialeingriffe werden an 5
Operationstagen pro Woche in einer Zeit von 7.00 bis 15.00 Uhr
durchgeführt. Der dafür notwendige stationäre Bereich soll an 5 Tagen
pro Woche in Betrieb sein. Im Wesentlichen handelt es sich bei den
OP-Leistungen um tageschirurgische Eingriffe", so Grosz. Mit diesem
Konzept sei aber sichergestellt, dass die chirurgische
Notfallversorgung 7 Tage die Woche vorhanden wäre.
Das vom BZÖ präsentierte Modell würde einen personellen Mehraufwand
von 10 Dienststellen - gegenüber dem KAGES-Modell - bedeuten. Dies
entspreche einem finanziellen Mehraufwand von 400.000 Euro im Jahr.
Rund 60 Prozent des Mehrbedarfes würden aber über die herkömmliche
Leistungsabgeltung durch die gesetzlichen Sozialversicherungen, die
Privatkrankenversicherung bzw. Selbstzahler erfolgen. Die restlichen
40 Prozent sollen durch die Einhebung eines zusätzlichen
Nächtigungseuros in der Region Ausseerland sichergestellt werden, so
der steirische Bündnischef.
2008 fielen 872.000 Übernachtungen von Gästen im Ausseerland an. Die
Ortstaxe pro Nächtigung beträgt derzeit zwischen ein und zwei Euro
pro Nacht. Bei einer allgemeinen Erhöhung um Euro 1,00 pro Nächtigung
im Ausseerland könnten zusätzliche Euro 72.000 Euro eingenommen
werden, die zweckgebunden den Personalaufwand von rund 20
Dienstposten in der Chirurgischen Abteilung im LKH Bad Aussee
abdecken könnten. Mit dieser Zusatzfinanzierung soll auch ein
Private-Public-Partnership-Modell aufgezogen werden, um das
chirurgische Leistungsangebot nach oben hin abzurunden.
"Dank dieser chirurgischen und unfallchirurgischen Rund-um-die-Uhr
Notfallversorgung und der neuen OP-Infrastruktur erhöht sich die
chirurgische Versorgungssicherheit für die ortsansässige Bevölkerung.
Die zusätzlichen Patienten der Gefäß- und/oder Ästhetischen Chirurgie
stärken die Tourismuswirtschaft im Ausseerland. Damit sichern wir
zusätzliche und dringend benötigten Arbeits- und Ausbildungsplätzen
im Ausserland und die KAGES behält einen attraktiven regionalen
Krankenhaus-Standort ohne zusätzliche finanzielle Belastung", stellt
Grosz die Vorteile dieses Modells in den Mittelpunkt. "Ich appelliere
an ÖVP, SPÖ und Grüne ihr parteipolitisches Gezänk am Dienstag hintan
zu stellen und im Interesse einer medizinischen Versorgung des
Ausseerlandes diesen Kompromiss anzunehmen", so Grosz. "Wenn der
Landtag dies nicht tut, werden wir über erfolgte Beschlüsse des
Landesparlaments selbstverständlich auch direktdemokratische Mittel
in Betracht ziehen. Ich bin mir da sicher, dass wir genügend
Unterstützung seitens der betroffenen Bevölkerung bekommen", so Grosz
abschließend.
Rückfragehinweis:
BZÖ-Steiermark
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