• 03.07.2009, 10:27:45
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UBIT Harl: "Alternative Internet-Provider stehen für Wettbewerb am Breitbandmarkt"

Neu gegründeter Arbeitskreis bündelt Interessen der alternativen ISP - Zandonella: "Öffentliche Fördermittel für Breitbandausbau im ländlichen Raum verwenden"

Wien (PWK528) - "Alternative Internet Service Provider spielen
eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der österreichischen
Breitbandinfrastruktur", ist Alfred Harl, CMC, Obmann des
Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT)
der Wirtschaftskammer Österreich, überzeugt. Sie stehen für
Wettbewerb am Breitbandmarkt, der die Grundlage einer
funktionierenden Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum ist.
Deshalb haben wir im Fachverband eine Arbeitsgruppe ins Leben
gerufen, die die Interessen der alternativen ISP bündelt", so Harl
weiter.

EU-Mittel vorrangig für Breitbandausbau im ländlichen Raum
verwenden

"Die Arbeitsgruppe alternative ISP beschäftigt sich mit Themen,
die dieser Berufsgruppe auf der Zunge brennen", erklärt Martin
Zandonella, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe. Alternative ISP leiden
besonders unter den schwierigen Marktbedingungen und der
Wirtschaftskrise. "Und die derzeitige Regulierung macht die Situation
nicht besser", so Zandonella. "Um ein Providersterben zu verhindern,
muss rasch Abhilfe geschaffen werden", unterstreicht er die kritische
Situation in der Branche. Dabei sollten besonders auch EU-Mittel
ausgeschöpft werden. Denn aus dem EU-Konjunkturpaket stehen
Österreich unter Einbeziehung der nationalen Kofinanzierung rund 58
Millionen Euro zur Verfügung. "Diese sollen vorranging für den
Breitbandausbau im ländlichen Raum zur Verfügung stehen."

Förderungen müssen auch für kleine alternative ISP attraktiv sein

"Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass Förderungen nur
effizient sein können, wenn sie auch für kleinere alternative ISP
attraktiv sind. Außerdem sind begleitende regulatorische Maßnahmen
unbedingt nötig, um die Nachhaltigkeit der Förderungen
sicherzustellen." Daher hat die Arbeitsgruppe ein Positionspapier
erarbeitet, das die Forderungen der alternativen ISP zum
Breitbandausbau zusammenfasst.

Forderungen der alternativen ISP zum Breitbandausbau

Als notwendig erachtet die Branche, "dass Förderungen
ausgeschüttet und alle EU-Mittel ausgeschöpft werden". Die
Arbeitsgruppe legt auch Wert darauf, dass bei diesem Prozess die
Technologie- und Wettbewerbsneutralität sowie die Transparenz
erhalten und der administrative Aufwand so gering wie möglich
gehalten werden. Objektive Kriterien und eine Konzentration auf echte
Infrastrukturvorhaben sind ebenso wichtig.

Der ländliche Raum steht dabei vor allem im Mittelpunkt der
Kritik. Vor allem der Unterschied in der Berechnung der Preise und
Kosten zwischen ländlichem und städtischem Raum mache es den
kleineren alternativen ISP im ländlichen Raum schwer, mit den großen
Anbietern mithalten zu können, erklärt Zandonella. Auch
regulatorische Maßnahmen, wie etwa die Erleichterung der Errichtung
von Richtfunkstrecken, werden zur Förderung der schwierigen
Erschließung ländlicher Regionen vorgeschlagen.

"Aber auch kurzfristige Maßnahmen sind in wirtschaftlich
turbulenten Zeiten wichtig, um ein Überleben der Provider
sicherzustellen", sagt Zandonella: "Als Sofortmaßnahme und Ergänzung
zu den regulatorischen Maßnahmen fordern wir die Einführung einer
Förderung der Backhaul-Mietleitungsnetze."

Schließlich darf auch nicht vergessen werden, dass der von den
alternativen ISP begrüßte NGA-Ausbau Tücken im Detail birgt. So ist
besonders darauf zu achten, dass Netztopologien nicht so gestaltet
werden, dass der Zugang zu den Netzen für alternative ISP
wirtschaftlich unmöglich wird und diese ihre Businessmodelle nicht
mehr leben können.
Zandonella appelliert an die Politik und den Regulator, auch in
diesem Punkt Regulierung mit Augenmaß zu betreiben. (IP)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie
   Mag. Peter Pfeifhofer LL.M.
   Tel.: (++43) 0590 900-3277
   mailto:peter.pfeifhofer@wko.at
   http://wko.at/Presse

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