- 03.07.2009, 09:27:07
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Junger Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband (SWV): "Wien ist Stadt der KMU"
Bundesminister Rudolf Hundstorfer zu Gast beim 14. KMU-Gipfel
Wien (OTS) - Die Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen
(KMU) sowie Ein-Personen-Unternehmen (EPU) als Arbeitgeber und
Motoren für Wirtschaft und Beschäftigung stand im Zentrum einer
prominent besetzten Diskussion am Abend des 2. Juli im Haus der
Musik. Unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden des
Jungen Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, Marcin Kotlowski,
diskutierten Bundesminister Rudolf Hundstorfer, die stellvertretende
Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks, Mag. Daniela Stepp, sowie die
"Gastgeberin" des Abends, Landtagsabgeordnete und Vizepräsidentin des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, Katharina Schinner.
In seinem eingehenden Statement hob BM Rudolf Hundstorfer die
entscheidende Rolle von KMU als Wachstumsmotoren der Wirtschaft
hervor. Der gegenwärtige Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei zu einem
überwiegenden Teil durch Industrieausfälle bedingt, in zahlreichen
von KMU und EPU dominierten Branchen seien auch heute noch
Wachstumszahlen zu verzeichnen - so zum Beispiel in den Bereichen
Soziales, Medien und Kommunikation, aber auch Kunst und Kultur.
"Gerade in Wien, einer Stadt der KMU, sieht man deutlich: Es werden
trotz Krise Lehrlinge angestellt, wir haben trotz Krise eine positive
Entwicklung", betonte Rudolf Hundstorfer. Dennoch sei Handlungsbedarf
der Politik gegeben, um KMU auch weiterhin Wachstum und erfolgreiches
Wirtschaften zu ermöglichen. Die Maßnahmen des kürzlich
verabschiedeten Arbeitsmarktpaket II seien in diesem Zusammenhang ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Gastgeberin Katharina Schinner bekräftigte, dass die
zielgerichtete Unterstützung von KMU und EPU gerade in Krisenzeiten
entscheidend sei. Und genau hier setze der KMU-Gipfel - mittlerweile
eine Institution in Wien und seit Herbst 2007 14 Mal abgehalten - an:
Mit dem Ziel der Information, Vernetzung und Sensibilisierung bringt
er UnternehmerInnen mit potenziellen GeschäftspartnerInnen,
PolitikerInnen und VertreterInnen von Förderinstitutionen zusammen.
So waren auch gestern im Haus der Musik ExpertInnen des Zentrum für
Innovation und Technologie (ZIT) und des Wiener ArbeitnehmerInnen
Förderungsfonds (WAFF) vor Ort, genauso wie Vertreter der Wiener
Kreativagentur departure, der BAWAG, Wiener Städtischen und Wien
Energie sowie der Mobilkom Austria und der Mietervereinigung. Sie
alle standen den UnternehmerInnen im Anschluss an die Diskussion für
Einzelgespräche und individuelle Beratung zur Verfügung.
Die Perspektive der Bezirkspolitik brachte Mag. Daniela Stepp in
die Diskussion ein, stellvertretende Bezirksvorsteherin der Inneren
Stadt. Sie betonte die Wichtigkeit einer "Politik der kleinen
Schritte": Denn oft seien es gerade die scheinbar kleinen
Veränderungen wie vernünftige Einbahnstraßenregelungen, die einen
ganz wesentlichen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg eines
Unternehmens hätten. Damit stimmte der Präsident des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien, KommR Fritz Strobl,
überein und sprach im Rahmen der Publikumsdiskussion auch das Thema
Basel II an: Hier müsse die Politik rasch handeln, denn die
erschwerte Kreditvergabe nach Basel-II-Bestimmungen würde viele KMU
in eine existenzbedrohende Lage bringen. Strobl unterstrich in
seinem Diskussionsbeitrag auch einen zentralen Punkt, über dessen
Wichtigkeit sich die DiskutantInnen einig waren: Ausbildung als
Schlüssel zum Erfolg unserer Betriebe.
"Ausbildung ist das beste Rezept gegen Arbeitslosigkeit", brachte
es Rudolf Hundstorfer auf den Punkt. Und KMU spielen hier eine ganz
wesentliche Rolle als Ausbildner und Arbeitgeber: 85% aller
Lehrstellen werden durch sie geschaffen, das sind rund 110.000
Arbeitsplätze. Um diese erfreuliche Entwicklung weiter zu stärken,
hat die Politik - ebenfalls durch eine Maßnahme im Arbeitsmarktpaket
II - bereits Initiative ergriffen: Ab September übernimmt das AMS für
den ersten Angestellten 12 Monate lang die dienstgeberseitigen
Sozialversicherungsbeiträge. "Eine Forderung, die wir seit Jahren
stellen. Umso mehr freut mich deren Umsetzung durch Minister
Hundstorfer", kommentierte der Präsident des Sozialdemokratischen
Wirtschaftsverbandes Wien, KommR Fritz Strobl, die Maßnahme.
Abschließend diskutierten die TeilnehmerInnen der
Podiumsdiskussion noch die Wichtigkeit, UnternehmerInnen über
Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten entsprechend zu
informieren. "Es gibt zahlreiche Stellen und ein breites Netz an
Maßnahmen - nur wissen es zu wenige", brachte es Landtagsabgeordnete
und Wirtschaftsverband-Vizepräsidentin Katharina Schinner auf den
Punkt. "Hier müssen wir verstärkt weiterarbeiten - natürlich auch
weiterhin im bewährten Rahmen unserer KMU-Gipfel."
Rückfragehinweis:
Mag. Marion Enzi Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien Tel.: +43(1)5224766-12 Mobil: +43(0)664-8304337 [email protected] www.wirtschaftsverband.at
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