FPÖ-Jannach: Bankrott-Erklärung der Bundesregierung

Lächerliche Hilfe für die Milchbauern

Wien (OTS) - Im Landwirtschaftsausschuss vom 1. Juli wurde ein Abänderungsantrag über das Marktordnungsgesetz 2007 von ÖVP und SPÖ behandelt. "Das, was hier vom ÖVP-Bauernbund und Minister Berlakovich vorgelegt wurde, ist eine Bankrotterklärung für die österreichische Agrarpolitik", beschreibt FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach den vorliegenden Antrag.

"Die als Rettung für die heimischen Milchbauern propagierte Milchkuhprämie ist reine Augenauswischerei", so Jannach. 26 Millionen Euro stünden laut Landwirtschaftsminister für diese Milchkuhprämie zur Verfügung. Bei einer gesamten Milchanlieferung in Österreich von 2,754.006 Tonnen mache die Prämie auf jeden Liter Milch ca. 0,9 Cent aus - auf Milchkühe umgerechnet ca. 45 Euro.

Die Auswirkungen der Agrarrechtsänderungen auf Milchbetriebe bezifferte der Minister gegenüber Abgeordnetem Jannach mit 50 Euro bei zehn und mit 40 Euro bei 20 Kühen. Bei einem Österreichischen Durchschnittsbetrieb von 12 Milchkühen mache die Prämie pro Jahr in Summe knapp 580 Euro aus, so Jannach. "Bei 12 Milchkühen und einer Durschnittsleistung von 6.500 kg pro Kuh - also einer betrieblichen Jahresanlieferung von 78.000 Liter - verlieren die heimischen Bauern durch den Verfall des Milchpreises von 40 Cent/Liter auf 26 Cent/je Liter 10.920 Euro", erklärt er weiter.

"Es ist eine Frotzelei, einen realen Verlust von 10.920 Euro mit knapp 580 Euro ausgleichen zu wollen und das dann noch als Rettung für viele vor dem Ruin stehenden Milchbauern verkaufen zu wollen", so Jannach. "So, wie es für Banken und andere Wirtschaftsbereiche, z. B. Autoindustrie, ÖBB, AUA Rettungspakete gibt, sollte es auch für die heimische Landwirtschaft ein Krisenpaket seitens der Bundesregierung und des Landwirtschaftsministeriums geben", sagt Jannach abschließend. "Hier geht es um zehntausende Existenzen, die vom ÖVP-Bauernbund unter Obmann Grillitsch, der diese Verschlechterungen voll und ganz mitträgt, schon längst keine Rückendeckung mehr zu erwarten haben."

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