- 02.07.2009, 13:04:25
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FPÖ-Jannach: Bankrott-Erklärung der Bundesregierung
Lächerliche Hilfe für die Milchbauern
Wien (OTS) - Im Landwirtschaftsausschuss vom 1. Juli wurde ein
Abänderungsantrag über das Marktordnungsgesetz 2007 von ÖVP und SPÖ
behandelt. "Das, was hier vom ÖVP-Bauernbund und Minister Berlakovich
vorgelegt wurde, ist eine Bankrotterklärung für die österreichische
Agrarpolitik", beschreibt FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach den
vorliegenden Antrag.
"Die als Rettung für die heimischen Milchbauern propagierte
Milchkuhprämie ist reine Augenauswischerei", so Jannach. 26 Millionen
Euro stünden laut Landwirtschaftsminister für diese Milchkuhprämie
zur Verfügung. Bei einer gesamten Milchanlieferung in Österreich von
2,754.006 Tonnen mache die Prämie auf jeden Liter Milch ca. 0,9 Cent
aus - auf Milchkühe umgerechnet ca. 45 Euro.
Die Auswirkungen der Agrarrechtsänderungen auf Milchbetriebe
bezifferte der Minister gegenüber Abgeordnetem Jannach mit 50 Euro
bei zehn und mit 40 Euro bei 20 Kühen. Bei einem Österreichischen
Durchschnittsbetrieb von 12 Milchkühen mache die Prämie pro Jahr in
Summe knapp 580 Euro aus, so Jannach. "Bei 12 Milchkühen und einer
Durschnittsleistung von 6.500 kg pro Kuh - also einer betrieblichen
Jahresanlieferung von 78.000 Liter - verlieren die heimischen Bauern
durch den Verfall des Milchpreises von 40 Cent/Liter auf 26 Cent/je
Liter 10.920 Euro", erklärt er weiter.
"Es ist eine Frotzelei, einen realen Verlust von 10.920 Euro mit
knapp 580 Euro ausgleichen zu wollen und das dann noch als Rettung
für viele vor dem Ruin stehenden Milchbauern verkaufen zu wollen", so
Jannach. "So, wie es für Banken und andere Wirtschaftsbereiche, z. B.
Autoindustrie, ÖBB, AUA Rettungspakete gibt, sollte es auch für die
heimische Landwirtschaft ein Krisenpaket seitens der Bundesregierung
und des Landwirtschaftsministeriums geben", sagt Jannach
abschließend. "Hier geht es um zehntausende Existenzen, die vom
ÖVP-Bauernbund unter Obmann Grillitsch, der diese Verschlechterungen
voll und ganz mitträgt, schon längst keine Rückendeckung mehr zu
erwarten haben."
Rückfragehinweis:
FPÖ
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