Brauner zu Arbeitsmarkt: Wien steht den Menschen zur Seite

Situation am Arbeitsmarkt zunehmend schwieriger - Wien geringster Anstieg der Arbeitslosigkeit im Ländervergleich

Wien (OTS) - "Die Lage am Arbeitsmarkt ist schwierig, aber wir treten der Krise in Wien ganz entschieden entgegen. Das Wiener Konjunkturpaket im Ausmaß von 700 Millionen Euro und das von AMS und Stadt Wien geschnürte zusätzliche Arbeitsmarktpaket in Höhe von 33 Mio. Euro trägt dazu in großem Ausmaß bei", kommentiert Vizebürgermeisterin Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner die aktuellen Wiener Arbeitsmarktdaten. So ist die Zahl der Arbeitslosen in Wien im Juni 2009 um 15,4 Prozent angestiegen. "Damit verzeichnet Wien den mit Abstand geringsten Zuwachs an Arbeitslosen im Bundesländervergleich. Wir müssen uns aber bewusst sein, dass die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise am Arbeitsmarkt immer deutlicher durchschlagen", erklärt Renate Brauner, "denn der Arbeitsmarkt folgt der Konjunktur immer zeitverzögert. Wir werden erst im Herbst das volle Ausmaß der Rezession zu spüren bekommen." Indikatoren dafür seien der österreichweite Rückgang bei den offenen Stellen und der generelle Beschäftigungsrückgang.

Was in Wien zu tun sei, liege auf der Hand, so Brauner: "Wir kämpfen wirklich um jeden Arbeitsplatz und jede Beschäftigungsmöglichkeit. Wir unternehmen alles, um die Wiener ArbeitnehmerInnen in dieser schwierigen Phase auf allen Ebenen zu unterstützen", betont Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Mit den einzelnen Maßnahmen des Wiener Arbeitsmarktpakets und einer so ausgezeichneten Institution wie dem waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) haben wir ein gutes Instrumentarium, um in dieser Krise den Menschen mit ihren Sorgen und Nöten beizustehen." Eindeutiger Schwerpunkt: Die Unterstützung junger Menschen.

Fokus auf gute Ausbildungsmöglichkeiten für Junge

"Wir kümmern uns besonders um die jungen WienerInnen. Ihnen bieten wir mit der ausgeweiteten überbetrieblichen Lehrausbildung eine gute und vollwertige Berufsausbildung. Für das kommende Lehrjahr haben wir gemeinsam mit dem AMS die Plätze in den Lehrwerkstätten auf 4.500 erhöht", erklärt die Wiener Vizebürgermeisterin, "außerdem bauen wir eine Betreuungseinrichtung für Jugendliche auf, die auf dem Arbeitsmarkt bisher nicht Fuß fassen konnten."

"Wir können es schwer verhindern, dass auch Wien die Auswirkungen der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung zu spüren bekommt, aber wir können alles unternehmen, um die WienerInnen immer besser aus- und weiterzubilden. Deshalb setzen wir gerade jetzt auf Weiterbildung. Unser Credo lautet: Qualifizieren, qualifizieren, qualifizieren!", sagt Renate Brauner. Mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem waff, haben wir dafür die geeignete Institution, welche die WienerInnen bei beruflichen Veränderungen unterstützt." Brauner betonte dabei auch die großen Anstrengungen der Wiener Unternehmen, MitarbeiterInnen und Fachkräfte im Betrieb zu halten. "Die Unternehmen wissen ganz genau, dass das einzige Kapital, das in der Krise absolut sichere Zinsen bringt, gute MitarbeiterInnen sind, das höre ich bei all meinen Betriebsbesuchen. Es ist überdies sehr erfreulich, dass ganz viele Unternehmen in Wien bei der Lehrlingsausbildung äußerst aktiv am Ball bleiben und sich hier stark engagieren", so Brauner.

Unterstützung für jene, die am Arbeitsmarkt Probleme haben

Unterstützung gibt es auch für ArbeitnehmerInnen, deren Betriebe unmittelbar von der Krise betroffen sind. Modelle wie die Kurzarbeit tragen dazu bei, Kündigungen zu verhindern. Außerdem hat die Stadt Wien die Bildungskarenz plus eingeführt. "Wir fördern Unternehmen, die ihre MitarbeiterInnen in wirtschaftlich schweren Zeiten gezielt qualifizieren", erläutert Brauner, "damit haben wir ein wirksames Instrument zur Unterstützung der Wiener Wirtschaft zur Verfügung." Die Betriebe können Förderungen bekommen, wenn sie mit ihren MitarbeiterInnen eine Bildungskarenz vereinbaren. Wenn diese Modelle aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht greifen, hält der waff die bewährten Arbeitsstiftungen bereit. "Damit ermöglichen wir den Betroffenen einen beruflichen Neustart. Wir lassen sie in dieser schwierigen Situation nicht allein!", betont Brauner.

Alle Institutionen müssen an einem Strang ziehen

Für die Zukunft sei vor allem eines wichtig: Zusammenarbeit. "Es wird wichtig sein, dass alle konstruktiven Kräfte an einem Strang ziehen: Der Bund, die Länder und die Sozialpartner. Wir werden weiterhin Minister Hundstorfer so gut wie möglich in seinen Bemühungen gegen die Arbeitslosigkeit unterstützen", so Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Brauner abschließend. (Schluss) kh

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