- 02.07.2009, 10:58:37
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ÖAMTC: Medizinische Versorgung von Touristen ist in manchen Ländern ein Geschäftszweig
Teuer wird's in Kroatien, Griechenland, Tunesien und Ägypten sowie auf Madeira, den Kanaren und Azoren
Wien (OTS) - Sommerzeit ist Reisezeit. Und wie jeden Sommer läuten
dann die Telefone bei der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe ohne Unterlass.
"Ein Unfall im Ausland beim Freizeitsport oder auf einer
Erkundungstour mit dem Leihmoped ist schnell passiert", sagt Michael
Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. "Wer vor dem Urlaub
nicht für eine entsprechende Absicherung gesorgt hat, kann da schnell
in eine Kostenlawine geraten."
In einigen Tourismusländern hat sich die medizinische Versorgung
von verunfallten Urlaubern zu einem regelrechten Geschäftszweig
entwickelt. Dort sehen sich Patienten mit teilweise horrend hohen
Krankenhausrechnungen konfrontiert. "Das Problem ist, dass man sich
als Patient nicht aussuchen kann, in welches Krankenhaus man
eingeliefert wird", warnt Tagunoff von der
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Viele Hotels in den genannten Ländern
haben "Abkommen", welchen Krankennotdienst sie verständigen, der für
den Transport in die Klinik sorgt. Auch die örtliche Reisebetreuung
ist oftmals involviert. Besonders betroffen sind: Kanarische Inseln
(Spanien), Griechenland, Madeira und Azoren (Portugal), Kroatien und
bei den Mittelmehranrainerstaaten Tunesien und Ägypten.
Wer einen ÖAMTC-Schutzbrief besitzt, ist gegen böse Überraschungen
abgesichert.
Die teuersten Schutzbrief-Rückholungen im vergangenen Jahr waren:
Der teuerste Schutzbrief-Fall war die Behandlung und der
Rücktransport eines verunglückten Kitesurfers aus Ägypten um
48.156,04 Euro (34.924,79 Euro für den Krankenhausaufenthalt,
13.231,25 Euro für den Krankentransport nach Österreich mittels
Ambulanzjet). Darin nicht enthalten sind die 1.128,96 Euro, die von
der Krankenkasse übernommen wurden. "Das sind 2,29 Prozent der
Gesamtsumme und somit nur ein Bruchteil der entstandenen Kosten",
sagt der ÖAMTC-Experte.
Platz zwei geht an eine Betreuung eines Schutzbrief-Inhabers in
Griechenland mit 40.698,25 Euro (23.508,45 Euro für
Krankenhausaufenthalt, 17.189,80 Euro für Krankentransport). "In
Rhodos gibt es seit vergangenem Jahr ein sündhaft teures
Privatkrankenhaus, das bevorzugt mit ausländischen Patienten belegt
wird", sagt der Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.
Platz drei geht an einen Fall in der Türkei mit 31.054,24 Euro
(17.003,49 Euro für den Krankenhausaufenthalt und 14.050,75 Euro für
den Krankentransport).
Besonders teuer wird es außerhalb Europas, zum Beispiel in den
USA, in der Karibik oder in Thailand. Welche Kosten dort nach einer
Erkrankung im Urlaub entstehen können, zeigt der Fall eines Wieners
im vergangenen Herbst. Nach einem Herzstillstand,
Krankenhausaufenthalt, vierwöchiger intensivmedizinischer Betreuung
mit vielen Komplikationen und einem Rückflug im Ambulanzjet beliefen
sich die Kosten auf 165.000 Euro. Da der Patient einen ÖAMTC-
Weltreise-Krankenschutz abgeschlossen hatte, waren die enormen Kosten
für den Schutzbriefinhaber zur Gänze gedeckt.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 2.000 Erkrankte oder
Verletzte betreut, die durch einen ÖAMTC-Schutzbrief abgesichert
waren. Die Vermittlung von Ärzten im Ausland, die Kostenübernahme von
überteuerten ausländischen Krankenhausaufenthalten und auch die
Organisation und Kostenübernahme von Krankenbesuchen sind nur einige
der vielfältigen Schutzbrief-Leistungen. Rund 1.300 kranke oder
verletzte Österreicher wurden im Vorjahr in die Heimat
zurückgebracht, 60 davon in einem ÖAMTC-Ambulanzjet. 1.200 Personen
wurden Kosten für Behandlungen und Medikamentenkauf im Ausland
rückerstattet.
Mittlerweile werden jährlich über eine Million Schutzbriefe an die
ÖAMTC-Mitglieder ausgegeben. 2,5 Millionen Österreicher sind mit
einem Schutzbrief des Clubs abgesichert. Informationen zum
ÖAMTC-Schutzbrief sowie zum Weltreise-Krankenschutz findet man unter
www.oeamtc.at/schutzbrief.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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