- 01.07.2009, 13:12:06
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ÖVP legt Zwischenbericht für Standortkonzept für Wien vor
VP-Hahn: "Wien muss rote Laterne in der Wirtschaft abgeben"
Wien (OTS) - "In Wien muss dringend anders und vor allem besser
gewirtschaftet werden. Die Wiener Rathaus-SPÖ legt in
Wirtschaftsfragen eine äußerst schwache Bilanz vor: Seit dem Jahr
2002 trägt Wien die rote Laterne bei der Arbeitslosenquote in der
Bundesländerstatistik. 2008 lag Wien im Durchschnitt bei 7,8 Prozent
und damit um zwei Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Das schlägt
sich auch im Jobwachstum nieder. Während zwischen 2000 und 2008
Österreichweit 34 neue Stellen auf 1000 Einwohner kamen, waren es in
Wien nur elf.
Die ÖVP Wien will diese Situation ändern und hat daher heute einen
ersten Zwischenbericht für ein umfassendes Standortkonzept für
Wirtschaft und Arbeitsplätze in Wien vorgelegt.
"Wir wollen aufzeigen, was man in Sachen Wirtschaft und Arbeitsplätze
besser machen kann", so der Landesparteiobmann der ÖVP Wien, BM
Johannes Hahn, bei der heutigen Präsentation.
Dieses Konzept ist ein erstes Resultat des ÖVP-Wirtschaftsdialogs
unter dem Motto "Anders wirtschaften in Wien". In den vergangenen
Monaten haben die beiden VP-Nationalräte Katharina
Cortolezis-Schlager und Ferry Maier sowie ÖVP Wien-Stadträtin
Isabella Leeb gemeinsam mit rund 100 Experten und unter Beteiligung
von etwa 1000 Wienerinnen und Wienern diesen Wirtschaftsdialog
geführt. In fünf Arbeitsgruppen (Arbeit, Unternehmertum, Bildung,
Verkehr/ Infrastruktur sowie Forschung und Wissenschaft) wurden
national und international die besten Vorbilder durchleuchtet und
Konzepte für den Wirtschaftsstandort Wien erarbeitet.
"Denn wir wollen, dass Wien die rote Laterne in der Wirtschaft abgibt
und zum Leuchtturm in Sachen Wachstum und Arbeitsplätze wird", so
Landesparteiobmann Hahn.
Nationalrätin Katharina Cortolezis-Schlager legte dar, zu welchen
Rückschlüssen und Empfehlungen die Experten bei diesem
Wirtschaftsdialog gekommen sind: "Die Wiener Wirtschaft muss von der
Bürokratie entfesselt werden. Wien wird von mehr Beamten als die EU
in Brüssel verwaltet. Dabei bräuchten wir in allen Bereichen mehr
Wettbewerb statt Monopolunternehmen der Gemeinde. Wien braucht auch
eine Gründerwelle und mehr Mut zum Unternehmertum. Unternehmerische
Ideen sollten von Seiten der Stadt innovativ gefördert werden: Von
Entrepreneurship als Unterrichtsfach über die studentische Beratung
bis hin zu den Spin-off-Förderungen im forschungsnahen Bereich. Zu
tun gäbe es genug. Ebenso muss Wien die Internationalisierung des
Bildungssystems forcieren. Englisch als Arbeitssprache und der Ausbau
des bilingualen Bildungsangebots wären ein Beitrag dazu, die
Mobilität und Wettbewerbsfähigkeit der Wienerinnen und Wiener zu
erhöhen."
Fertigstellung des Standortkonzepts bis Herbst
Die nun gesammelten Ideen werden in den kommenden Wochen
weiterentwickelt. Im Herbst wird die ÖVP Wien das ausgearbeitete
Standortkonzept vorlegen. Einige der Vorschläge könne man allerdings
schon jetzt in Angriff nehmen, appelliert Hahn an die Rathaus-SPÖ,
ihre Trägheit in Sachen Wirtschaft zu beenden. "Das AMS Wien braucht
endlich eine moderne Struktur, die den Bedürfnissen der
Arbeitssuchenden und der Wirtschaft entspricht. Arbeitslose dürfen
nicht mehr nur verwaltet werden. Den Lehrlingsbonus - also den Erlass
der Kommunalsteuern für Betriebe, die Lehrlinge ausbilden - sollte
man schon diesen Herbst umsetzen, wenn die Lehrstellen vergeben
werden. Alles Punkte, die dazu beitragen, dass in Wien endlich was
weitergeht."
Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 940
FAX (01) 515 43 - 929
mailto: [email protected]
http://www.oevp-wien.at
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