- 28.06.2009, 09:00:00
- /
- OTS0007 OTW0007
"trend": Gutachten entlastet Hannes Kartnig
Ein Gerichtsgutachten entlastet Kartnig vom Vorwurf des Betrugs, stellt aber massive Steuerhinterziehung fest.
Wien (OTS) - Der Ex-Präsident des Grazer Fußballclubs SK Sturm,
Hannes Kartnig, dem Steuerhinterziehung, Untreue und Betrug
vorgeworfen wird, wird nun von einem Gerichtsgutachten teilweise
entlastet, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am
Montag erscheinenden Ausgabe. So erscheinen dem
Gerichtssachverständigen Fritz Kleiner die Zahlungsflüsse zwischen SK
Sturm und Kartnigs Werbefirma "aus heutiger Sicht ausgeglichen",
während ursprünglich vermutet wurde, dass Kartnig widerrechtlich
Erlöse aus den Verwertungen der Werberechte des SK Sturm für sich
oder seine Perspektiven-Werbung einbehalten habe. Womit laut Kartnig
der Betrugsvorwurf vom Tisch wäre: "Ich habe laut Gutachten sogar
einen Provisionsanspruch in Höhe von 1,2 Millionen Euro."
Auch der Vorwurf der Steuerhinterziehung wird vom Sachverständigen
zumindest moralisch relativiert. Hier kommt Kleiner, der neben
Kartnigs Werbefirma auch fast 60 Spielerverträge durchforstete, zwar
auf einen strafbestimmenden Gesamtbetrag von 10,6 Millionen Euro, der
damit höher ist, als von den Finanzbehörden ursprünglich angenommen,
räumt aber ein, dass "die Handhabung der Personalverrechnung bei
Sturm Graz zwischen 1998 und 2006 möglicherweise der gängigen Praxis
im Fußballgeschäft entspricht".
Ein endgültiges Urteil ist indes nicht in Sicht. Denn zurzeit laufen
noch immer Ermittlungen auch gegen andere ehemalige Sturm-Vorstände,
wobei Kleiner bis Ende August Zeit hat, die diversen
Ermittlungsergebnisse in sein Gutachten einzuarbeiten. Mit einer
Anklageerhebung ist laut "trend" daher nicht vor September zu
rechnen.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TRE






