Der Sozialausschuss des Österreichischen Parlaments beschließt eine Erweiterung von Pensionsansprüchen für NS-Verfolgte

Wien (OTS) - Im Rahmen der Bemühungen, für Verfolgte des NS-Regimes den in Österreich üblichen gesetzlichen Pensionsanspruch zu gewährleisten, erfolgte eine notwendige Ergänzung: Bisher ermöglichte die Rechtslage nur denjenigen Verfolgten Pensionsjahre nachzukaufen, die spätestens am 12. März 1938 geboren wurden und ihren Wohnsitz zum damaligen Zeitpunkt in Österreich hatten. Nun wurde am 23. Juni 2009 im Sozialausschuss des österreichischen Parlaments die Erweiterung der sozialversicherungsrechtlichen Begünstigungsbestimmungen beschlossen: Es können ab jetzt auch jene einen Pensionsanspruch erwerben, die bis zum 8. Mai 1945 (Kriegsende) geboren wurden und als Verfolgte im Gebiet der Republik Österreich oder auch in einem anderen Land gelebt haben, wenn zumindest ein Elternteil am 12. März 1938 einen Wohnsitz in Österreich hatte.

Die Claims Conference, Committee for Jewish Claims on Austria hat sich, gemeinsam mit anderen jüdischen Organisationen maßgeblich für diese gesetzliche Erweiterung eingesetzt, mit der nunmehr ein langer legistischer Prozess erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Moshe Jahoda, Vertreter der Claims Conference: "Die humane Einstellung der ausschlaggebenden politisch Verantwortlichen ist sehr zu schätzen."

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