Hochwasser-Situation in NÖ

Bereits 3.300 Mann der NÖ Feuerwehr im Einsatz

Tulln (OTS) - In NÖ sind derzeit fünf Bezirke vom Hochwasser betroffen. Einsatzschwerpunkte sind derzeit die Zubringerflüsse der Donau.
Insgesamt sind um 14.30 Uhr 246 Feuerwehren und drei Züge des Katastrophenhilfsdienstes mit insgesamt mit 3.300 Mann in Niederösterreich im Einsatz.

Bezirk Feuerwehren Scheibbs 27 Melk 79 Amstetten 26 St. Pölten 62 Krems 42 Tulln 6 Neunkirchen 4

Insgesamt stehen mehr als 70.000 Mitglieder der NÖ Feuerwehren für weitere Einsätze zur Verfügung.

Mostviertel

Besonders im Voralpengebiet haben starke Niederschläge zu Hochwasser an folgenden Flussläufen geführt: Ybbs, Enns, Melk, Erlauf, Traisen und Perschling. Im Bereich von Ybbsitz (Bezirk Amstetten), das noch immer von der Umwelt abgeschnitten ist, versuchen die lokalen Feuerwehren mit Tauchpumpen der Lage Herr zu werden. Zudem sind zahlreiche Verklausungen aufzulösen. Das Ortsgebiet ist nach wie vor überflutet.
Im Bereich Golling ist ein Damm gebrochen, zahlreiche Keller wurden überschwemmt.

In den Orten Matzleinsdorf und Zelking (Bezirk Melk) an der Melk werden mittels Sandsäcken derzeit Sicherungsmaßnamen durchgeführt, um massive Überflutungen im Siedlungsbereich eindämmen zu können. Beide Ortschaften sind teilweise überflutet. Schlammpupen mit einer Leistung von 200 m3/Stunde sollen dort Abhilfe schaffen.
In den Bezirk Melk wurden zwei Züge des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) zur Verstärkung der örtlichen Einsatzkräfte entsendet.
In St. Leonhard am Forst entspannt sich die Lage, der Pegel der Melk geht nunmehr zurück, mit lange andauernden Aufräumarbeiten und vielen auszupumpenden Kellern ist zu rechnen.
Nach Persenbeug werden von der Feuerwehr zwei Großpumpen mit einer Leistung von je 200 m3/Stunde verbracht, um einer Überflutung vorbeugen zu können.

Bezirk Scheibbs

Die Erlauf hat den Stand eines 30jährigen Hochwassers erreicht. In der Messestadt Wieselburg ist das Messezentrum überflutet. Viele Güterwege im Bezirk Scheibbs sind unpassierbar geworden, in den Gemeinden Gresten-Land, Reinsberg und St. Anton gibt es mehrere Hangrutschungen. Es werden Sicherungsmaßnahmen mit Hilfe von Sandsäcken durchgeführt, in der Stadt Scheibbs wurde der mobile Hochwasserschutz aufgebaut. Ein KHD-Zug aus dem Bezirk Tulln ist im Bezirk Scheibbs im Einsatz

Bezirk St. Pölten

In Hafnerbach im Bezirk St. Pölten versucht man einen Damm an der Hochwasser führenden Pielach gegen Durchbrechen zu schützen. Die Feuerwehr-Einsatzkräfte transportieren derzeit Dichtungsmaterial nach Hafnerbach, wo ein Hubschrauber des Bundesheeres mit dem Feuerwehr-Flugdienst den Damm zu retten versucht, um den Ortsteil Wimpassing vor Überflutung zu schützen.

Wachau

Entlang mehrerer Ortschaften in der Wachau werden großräumige Sicherungsmaßnahmen ergriffen. In Krems und Mautern wurde der mobile Hochwasserschutz errichtet.

Rückfragen & Kontakt:

Landesfeuerwehrkommando NÖ
Pressesprecher LSB Mag. Thomas Neuhauser
Tel.: 0664 10 10 000
Thomas.Neuhauser@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0011