Ehre für Lebensfreund: Porträt über Bildhauer Hans Muhr

Wien (OTS) - Seine rund 80 öffentlichen Brunnen in Wien sind
ebenso legendär, wie die Freundschaft des "Wasserbildhauers" Hans Muhr mit dem 2008 verstorbenen Altbürgermeister Helmut Zilk. Letzte Geste des seit den 1970er Jahren freischaffenden Künstlers ist die Gestaltung des Grabsteins für Zilk am Zentralfriedhof, der heute, Mittwoch Nachmittag, von Dompfarrer Toni Faber in Anwesenheit von Dagmar Koller und engsten Freunden gesegnet wird. Auch für Muhr ein schmerzlicher Anlass: "Statt eines Grabsteines hätte ich ihm gerne etwas anderes entworfen."

Muhr, an sich gebürtiger Grazer, begann seinen Lebenslauf fern der bildenden Künste, als Lehrer für Mathematik und Sport. In den späteren sechziger Jahren studierte er dann bei Heinz Leinfellner an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, wo er 1969 abschloss. Das Thema "Wasser" entdeckte Muhr für sich in den frühen 1970er Jahren. Der "Wasserbildhauer", der seit 1973 als freischaffender Künstler arbeitet, kann auf ein reichhaltiges Schaffen im In- und Ausland zurückschauen: Nicht nur im Arkadenhof des Wiener Rathauses plätschert es erholsam, auch an vielen anderen Orten der Stadt sind die "Lebensbrunnen" anzutreffen. 1984 wurde Muhr mit dem Berufstitel Professor geehrt. Der 75jährige, dessen Atelier in Süßenbrunn in einer ehemaligen Schule untergebracht ist, verbindet mit seinen Skulpturen mehr als nur öffentliche Wasserspender. Sie hätten, so Muhr in mehreren Interviews, auch therapeutischen Charakter zur Linderung von Krankheiten. Ebenso ist ihm auch der Umweltschutz, speziell der Respekt vor dem Element Wasser ein Anliegen. Vor neun Jahren baute er in Hong Kong die Installation "One World Fountain", 2002 errichtete er die 37 Tonnen Skulptur "Schauspiel - Drama" für das Art Performing Center Columbus in den USA.

Hans Muhr ist bis heute künstlerisch aktiv. So wurde heuer im Frühjahr das Wasserfriedenstor Europäische Union im kroatischen Opatija eröffnet, welches aus Originalsteinen der 27 EU-Staaten besteht bzw. auf den zukünftigen Beitritt Kroatiens verweist.

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