• 24.06.2009, 12:26:59
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ÖGB- Präsident Foglar im NEWS-Interview: "Kasinokapitalismus gehört auf den Schrotthaufen der Geschichte."

Nach der Krise ist eine Systemänderung notwendig.

Wien (OTS) - ÖGB-Präsident Erich Foglar, der sich beim
Bundeskongress nächste Woche der Wahl stellt, macht im NEWS-Interview
klar, dass nicht die ArbeitnehmerInnen die Zeche für die
Wirtschaftskrise zahlen dürften: "Die bezahlen ohnehin schon mit
Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbußen. Da werden wir uns vehement
dagegen stemmen." Für Foglar ist ein Systemwechsel notwendig: "Wenn
das Einkommen der Manager auf kurzfristigen Börsenerfolgen aufbaut,
auf Kündigungen und Produktionsverlagerungen, egal, was das
langfristig für das Unternehmen heißt, dann ist das ein abartiges
System. Das ist Kasinokapitalismus, der auf den Schrotthaufen der
Geschichte gehört."

Dass die jüngste Wertestudie eine Entsolidarisierung nachweise,
sei nicht verwunderlich: "Liberalisierung, Privatisierung,
Deregulierung, Globalisierung und das Zurückdrängen des Sozialstaates
- also die Politik der letzten 25 Jahre, ging zu Lasten der
Solidarität. Wenn wir hören, wie gut die EU für uns ist, so stimmt
das. Aber die Verteilungsgerechtigkeit hat damit nicht Schritt
gehalten. Es gibt Gewinner, aber viel mehr Verlierer. Daher darf man
sich nicht wundern."

Trotz Krise und sinkender Mitgliederzahlen bleibe der ÖGB
schlagkräftig und erfolgreich, meint Foglar und verweist auf die
jüngsten Lohnabschlüsse.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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