- 24.06.2009, 12:16:35
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Allianz: Hochwasser-Hotline 05 9009 9009 rund um die Uhr
Wien (OTS) - Die Allianz hat nach dem Dauerregen der letzten Tage
vorsorglich ihren Krisenplan in Kraft gesetzt. Die permanent
eingerichtete Schadenhotline 05 9009 9009 bewährt sich in dieser
Krisensituation und ist nun für Kunden rund um die Uhr erreichbar.
Regenmengen von mehr als 100 Litern in den letzten 48 Stunden
haben die Pegelstände der Flüsse in einigen Regionen Österreichs an
kritische Marken gebracht, erste räumliche Überflutungen werden
bereits gemeldet. Betroffen ist vor allem der Grenzbereich
Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark mit Ausläufern bis in
Richtung Wienerwald.
Allianz bereits vor Ort
Bei der Allianz ist die Schadenregulierung bereits voll im Gange.
"Wir stehen unseren Kunden rund um die Uhr über unsere Hotline 05
9009 9009 zur Verfügung", erklärt Ing. Gerhard Bernard, Schadenleiter
der Allianz Österreich. Doch wartet die Allianz nicht erst auf
Meldungen der Kunden, sondern holt auch aktiv Informationen aus den
betroffenen Gebieten ein. "Wir wissen auf Knopfdruck, welche Kunden
betroffen sein könnten und schicken so rasch wie möglich unsere
mobilen Schadenreferenten hin", so Bernard. Diese besuchen die
Versicherungsnehmer gemeinsam mit dem Kundenbetreuer, begutachten die
Schäden, treffen alle notwendigen Veranlassungen und leiten - meist
gleich vor Ort! - die Überweisung der Versicherungsleistung in die
Wege. Die Allianz bezieht von ihrem Kooperationspartner, der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), laufend die
aktuellsten Wetterdaten und Prognosemodelle, die eine punktgenaue
Vorhersage und Einsatzplanung ermöglichen.
Weiter Regen - und trügerische Pausen
"Die Regenmengen des heutigen Tages entscheiden, wie sich die
Situation weiter entwickelt", erklärt Mag. Rupert Pichler,
Naturgefahrenexperte der Allianz Versicherung in Österreich. Auf
einzelne Gebiete in Oberösterreich und Niederösterreich sind mehr als
200 Liter Regen gefallen, die Prognosen wurden etwas nach unten
revidiert und sagen nun bis Mitternacht zusätzlich etwa 50 Liter
Niederschlag voraus. Eingebettet in ein großflächiges Adriatief sei
eine Vielzahl kleiner Regenfelder. Damit komme es immer wieder zu
Regenpausen, auf die vor allem kleinere Flüsse sehr schnell
reagieren.
"Ein sinkender Pegelstand führt dann zu einer trügerischen
Sicherheit, denn diese Flüsse schwellen bei einsetzendem Regen auch
sehr schnell wieder an", so Pichler. So hätten die Erlauf und die
Ybbs in Niederösterreich heute Früh bereits ihre 30-jährliche
Hochwassermarke überschritten, auch Traun und Enns sind bereits im
Steigen begriffen - und die Hochwasserwelle verlagert sich nun
flussabwärts. Die Donau hat bei Kienstock in der Wachau bereits die
Fünf-Jahres-Hochwassermarke knapp überschritten, und der
Hydrografische Dienst Niederösterreich erwartet den höchsten
Pegelstand für Donnerstag gegen Tagesmitte: Und dieser Scheitelpunkt
der Welle sollte knapp unter dem 30-Jahres-Hoch bleiben.
"Wenn diese noch mit einigen Unsicherheiten behafteten Prognosen
zutreffen, wird es sicherlich zu Schäden kommen", erklärt Pichler,
"im Vergleich zum Hochwasser Mitte August 2002 sollte es dennoch
relativ glimpflich ausgehen." Räumlich betroffen sei zwar wieder ein
ähnlich großes Gebiet, doch wurden damals an der Donau 80- und
100-jährliche Hochwassermarken überschritten und kleinere
Nebenflüssen stiegen sogar weit über ihre 100-Jahres-Hochs.
Informiert bleiben!
Die hydrografischen Dienste der Länder erstellen bei Bedarf
Hochwasserwarnungen, die sich auf aktuellste Wasserstände und
Wetterprognosen stützen. Empfehlenswert ist in jedem Fall, die
Hochwasserprognosen der Landeswarnzentralen laufend zu beobachten.
Die Pegelstände der Donau und ihrer Zubringer werden in
15-Minuten-Intervallen aktualisiert (siehe Links). Informationen über
ein bevorstehendes oder ablaufendes Hochwasser gibt es bei den
zuständigen Landesdienststellen, den Feuerwehren und den betroffenen
Gemeinden. Bei außergewöhnlichen Ereignissen kann die Information
auch über Rundfunk und/oder Fernsehen erfolgen. "Warnsignale sind
jedenfalls ernst zu nehmen", so Bernard.
Empfohlene Vorsorgemaßnahmen
"Eigentliche Präventionsmaßnahmen sind gegen Hochwasser nur sehr
eingeschränkt möglich, doch sollten Haushalte in
überflutungsgefährdeten Gebieten jedenfalls einen persönlichen
Alarmplan erstellen", empfiehlt Schadenleiter Bernard. Damit werden
Aufgaben verteilt und allgemeine Verhaltensregeln festgelegt: Wer
räumt Keller bzw. Erdgeschoss? Wer bringt das Auto aus dem
Gefahrenbereich? Wer ist wo und wie erreichbar? Und Kindern muss
genau erklärt werden, wo sie hingehen können, falls ihr Haus aufgrund
einer Überflutung nicht mehr erreichbar ist.
Zu beachten ist auch, dass im Hochwasserfall die Stromversorgung
ausfallen kann und Wassernutzung und Abwasserentsorgung nur
eingeschränkt möglich oder sogar unmöglich sind. Stromabhängige
Kühlschränke, Kochstellen und Heizungen können dann nicht mehr
benutzt werden. Daher sollten nur solche Lebensmittel bevorratet
werden, die auch ungekühlt haltbar sind, zum Kochen bietet sich ein
Campingkocher an. Zweckmäßig ist auch eine entsprechende Ausrüstung
für die Durchführung von Selbstschutzarbeiten bei einem Hochwasser.
Versichert zu sein beruhigt
Die von der Allianz standardmäßig in den Gebäude- und
Haushaltspolizzen mit eingeschlossene Deckung reicht jedenfalls für
kleinere Hochwasserschäden aus. Anzuraten ist die erweiterte Deckung,
mit der Privathaushalte die Deckung bei Überschwemmung, Lawinen und
Vermurung auf bis zu 50 Prozent der Versicherungssumme für Gebäude
erhöhen können. Eine Vollwertdeckung ist im derzeitigen System jedoch
einfach nicht machbar, weshalb die Allianz weiterhin die Forderung
nach einer Pool-Lösung unterstützt. Diese vom Versicherungsverband
bereits vor Jahren erarbeitete Variante hat eine breite
Risikostreuung, doch für deren Umsetzung liegt der Ball nun bei der
Politik.
Hochwasser-Hotline: 05 9009 9009
Fax: 05 9009 3009
E-Mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien Tel: 01/87807- 80690, Fax: - 40261 mailto:[email protected] Internet: www.allianz.at
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