• 24.06.2009, 12:12:36
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Pirklhuber begrüßt Vorstoß von 11 EU-Ländern für nationale Gentechnik-Verbote

Grüne: Neue EU-Kommission muss gentechnikfreie Regionen unterstützen - Ziel muss ein gentechnikfreies Europa bleiben

Wien (OTS) - "Ziel einer qualitätsorientierten
EU-Lebensmittelpolitik muss die bedingungslose Abkehr von der
Zulassung von Agro-Gentechnikpflanzen im Lebens- und
Futtermittelbereich sein" fordert Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen anlässlich des morgigen
Umweltministerrates.
Dort soll ein gemeinsamer Vorstoß von 11 EU-Mitgliedsländern unter
Federführung Österreichs stattfinden, der den Mitgliedstaaten
ermöglichen soll, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf
ihrem Territorium trotz einer EU-Zulassung einzuschränken oder zu
verbieten. "Dieser Schritt ist zu begrüßen, kann aber nur als erste
gemeinsame ‚Notwehraktion’ vor der Zulassungsflut von gentechnisch
veränderten Organismen (GVO) auf EU-Ebene gewertet werden.
Gemeinsames Ziel muss jedoch ein gentechnikfreies Europa sein, denn
weder die Pollen noch die Bienen machen an den nationalen Grenzen
halt", kommentiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen Wolfgang
Pirklhuber diese gemeinsame Initiative der gentechnikkritischen
Länder.

Bedenklich sei aber, dass dieser Vorstoß ursprünglich gerade von den
Niederlanden als prominentes Gentechnikbefürworter-Land gekommen sei
- wohl mit dem Kalkül, dass auch jene Mitgliedsstaaten, die gegen den
Anbau von GVOs sind, EU-Zulassungen zustimmen könnten, wenn sie diese
bei sich zu Hause anschließend wieder verbieten können. "Sollte
Minister Berlakovich einen derart zweischneidigen Kurs bei
Gentechnik-Zulassungen fahren wollen, dann hätte er mit schärfsten
Protestmaßnahmen der Antigentechnikbewegung in Österreich zu
rechnen", warnt Pirklhuber.

"Die bisherige GVO-Zulassungspraxis der Kommission und der
Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA war ein Affront für die
Konsumentinnen und Konsumenten und angesichts der ungeklärten
Gesundheits- und Umweltrisiken unverantwortlich. Es wird Zeit, dass
die neue EU-Kommission eine andere Politik einläutet. Von der
Zusammensetzung der zukünftigen Kommission, insbesondere vom
Umweltkommissar wird es abhängen, welche Chancen dieser Vorstoß hat",
erklärt Pirklhuber.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

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