Spindelegger: "Vorbildliches Engagement unserer Jugend für eine minenfreie Welt"

Wien (OTS) - "Österreich hat im internationalen Einsatz gegen Antipersonenminen traditionell eine Vorreiterrolle. Heute sehen wir, dass dieser gute Ruf nicht nur auf das Engagement von Politikern, Diplomaten und Experten beruht, sondern dass auch die österreichische Jugend daran wesentlichen Anteil hat", so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich der Übergabe eines Minenräumfahrzeugs an den stellvertretenden Verteidigungsminister von Bosnien-Herzegowina, Zivko Marjanic, auf dem Minoritenplatz.

Vergangenen Dezember startete das niederösterreichische Jugendrotkreuz die "Bausteinaktion für eine minenfreie Welt", an der sich zahlreiche Schulen beteiligten. Mit dem gesammelten Geld wurde das Minenräumgerät "Digger D3" angekauft. Es entspricht dem neuesten Stand der Technik und wurde in verschiedenen Ländern erprobt.

"Bosnien-Herzegowina gehört zu den Ländern, die am stärksten unter Minen leiden. Mehrere Hunderttausend Minen behindern Landwirtschaft, Tourismus und Entwicklung. Zur Bewältigung dieser kritischen Situation benötigt Bosnien auch weiterhin dringend internationale Unterstützung. Dank des vorbildlichen humanitären Engagements der Schülerinnen und Schülern aus Niederösterreich können wir heute gemeinsam ein hochtechnisches Minenräumgerät an Bosnien-Herzegowina übergeben. Sie leisten damit einen konkreten Beitrag um Menschenleben zu retten", so Spindelegger, der den Jugendlichen für ihre Idee und die großzügigen Spenden herzlich dankte.

Der Außenminister betonte die Wichtigkeit des Engagements der Zivilbevölkerung gerade bei internationalen humanitären Initiativen:
"Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren ist ausschlaggebend für Erfolge im Abrüstungsbereich. Das haben wir auch bei der von Österreich so stark betriebenen und letztes Jahr unterzeichneten Konvention für ein Verbot von Streumunition gesehen. Das große Engagement der österreichischen Jugend macht mich zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft wichtige internationale Erfolge im Abrüstungsbereich gemeinsam erzielen werden."

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