• 23.06.2009, 14:04:06
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Allianz rät wegen Hochwassergefahr zu Vorsorgemaßnahmen

Wien (OTS) - Die aktuelle Wetterlage lässt Erinnerungen an das
Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 aufkommen. Zwar kann der Boden die
Regenmengen von bis zu 100 Liter pro Tag besser aufnehmen als damals,
die Allianz Experten raten dennoch zu Vorsorgemaßnahmen.

Gewaltige Regenmengen gehen derzeit über Österreich nieder: Laut
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) täglich 100
Liter pro Quadratmeter in Oberösterreich, 80 Liter in Salzburg,
Niederösterreich, Wien und dem Burgenland. "Die Wetterprognosen für
die nächsten Tage lassen für alle Zubringerflüsse der Donau von der
Traun ostwärts Hochwassergefahr erwarten - und damit in weiterer
Folge auch für die Donau selbst", erklärt Mag. Rupert Pichler,
Naturgefahrenexperte der Allianz Versicherung in Österreich.

Diese Regenmengen seien vergleichbar mit jenen beim
Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002, doch sei derzeit die Erde weniger
ausgetrocknet und könne somit mehr Flüssigkeit aufnehmen. Bei
Dauerregen drohe aber laut Pichler Gefahr von anderer Seite: "Der
Boden wird durchweicht. Deshalb sind Hangrutschungen und Murenabgänge
auch abseits der hochwassergefährdeten Flüsse möglich."

Empfohlene Vorsorgemaßnahmen

"Eigentliche Präventionsmaßnahmen sind gegen Hochwasser nur sehr
eingeschränkt möglich, doch sollten Haushalte in
überflutungsgefährdeten Gebieten jedenfalls einen persönlichen
Alarmplan erstellen", empfiehlt Ing. Gerhard Bernard, Schadenleiter
der Allianz Österreich. Damit werden Aufgaben verteilt und allgemeine
Verhaltensregeln festgelegt: Wer bringt das Auto aus dem
Gefahrenbereich? Wer ist wo und wie erreichbar? Und Kindern muss
genau erklärt werden, wo sie hingehen können, falls ihr Haus aufgrund
einer Überflutung nicht mehr erreichbar ist.

Zu beachten ist auch, dass im Hochwasserfall die Stromversorgung
ausfallen kann und Wassernutzung und Abwasserentsorgung nur
eingeschränkt oder sogar unmöglich sind. Stromabhängige Kühlschränke,
Kochstellen und Heizungen können dann nicht mehr benutzt werden.
Daher sollten nur solche Lebensmittel bevorratet werden, die auch
ungekühlt haltbar sind, zum Kochen bietet sich ein Campingkocher an.
Zweckmäßig ist auch eine entsprechende Ausrüstung für die
Durchführung von Selbstschutzarbeiten bei einem Hochwasser.

Warnsignale ernst nehmen

Die hydrografischen Dienste der Länder erstellen bei Bedarf
Hochwasserwarnungen, die sich auf aktuellste Wasserstände und
Wetterprognosen stützen. Empfehlenswert ist in jedem Fall, die
Hochwasserprognosen der Landeswarnzentralen laufend zu beobachten.
Die Pegelstände der Donau und ihrer Zubringer werden in
15-Minuten-Intervallen aktualisiert. Informationen über ein
bevorstehendes oder ablaufendes Hochwasser gibt es bei den
zuständigen Landesdienststellen, den Feuerwehren und den betroffenen
Gemeinden. Bei außergewöhnlichen Ereignissen kann die Information
auch über Rundfunk und/oder Fernsehen erfolgen. "Warnsignale sind
jedenfalls ernst zu nehmen", so Bernard.

Versichert zu sein beruhigt

Die von der Allianz standardmäßig in den Gebäude- und
Haushaltspolizzen mit eingeschlossene Deckung reicht jedenfalls für
kleinere Hochwasserschäden aus. Anzuraten ist jedoch die erweiterte
Deckung, mit der Privathaushalte die Deckung bei Überschwemmung,
Lawinen und Vermurung auf bis zu 50 Prozent der Versicherungssumme
für Gebäude erhöhen können. Eine Vollwertdeckung ist im derzeitigen
System jedoch einfach nicht machbar, weshalb die Allianz weiterhin
die Forderung nach einer Pool-Lösung unterstützt. Diese vom
Versicherungsverband bereits vor Jahren erarbeitete Variante hat eine
breite Risikostreuung, doch für deren Umsetzung liegt der Ball nun
bei der Politik.

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien 
   Tel: 01/87807- 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.allianz.at

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