Parlamentsredakteure gegen Behinderung der Berichterstattung

Wien (OTS) - Die Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure verwahrt sich gegen Versuche, die Berichterstattung aus dem Parlament zu behindern. Diese Versuche haben in jüngster Zeit durch einzelne Vertreter des Nationalrats ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht.

Zuletzt ist es in der Nationalratssitzung vom 29. Mai 2009 einem akkreditierten Agenturfotografen unmöglich gemacht worden, den Abschluss der Budgetdebatte bildlich festzuhalten. Nach dem Zweiten Nationalratpräsidenten Fritz Neugebauer forderte auch der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf den Fotografen auf, "nicht in die Reihen der Abgeordneten zu fotografieren".

Nach Ansicht der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure ist das ein Eingriff in die freie Berichterstattung über Nationalratssitzungen und widerspricht im Übrigen dem Grundsatz, dass diese Sitzungen öffentlich sind.

Vereinszweck der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure ist es, ihren Mitgliedern die Berichterstattung aus dem Parlament zu sichern. Die Vereinigung, der 250 Innenpolitikredakteure österreichischer Tageszeitungen, Magazine und elektronischer Medien angehören, protestiert daher gegen alle Versuche, die Berichterstattung aus dem Parlament zu erschweren.

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Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure
Johannes Huber
Tel. 0664/262 04 61

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