- 19.06.2009, 10:46:55
- /
- OTS0097 OTW0097
Welt Kontinzenz Woche: WGKK bietet Hilfe bei Tabu-Krankheit Blasenschwäche
Eine Million Österreicher betroffen: Beckenbodentraining hilft
Wien (OTS) - Im Rahmen der heuer erstmals ausgerufenen Welt
Kontinenz Woche (22.-28. Juni) will die Wiener Gebietskrankenkasse
(WGKK) auf die Volkskrankheit Blasenschwäche (Harninkontinenz)
aufmerksam machen. Experten der Medizinischen Kontinenzgesellschaft
Österreich schätzen, dass in Österreich rund eine Million Menschen
unter Harninkontinenz leiden, davon circa 850.000 Frauen. Einer
Umfrage aus 2003 zufolge ist sogar jeder vierte Österreicher über 15
Jahre betroffen. Allein 2008 gab die WGKK für Inkontinenzprodukte
über 5,7 Millionen Euro aus. Dazu zählen z.B. Einlagen und
Höschenwindeln, Katheter etc. Das sind neun Prozent der gesamten
Ausgaben für Heilbehelfe und Hilfsmittel, zu denen auch Rollstühle,
Brillen oder Hörgeräte zählen.
Therapie früh beginnen - Beckenbodentraining hilft
Wie bei vielen schambesetzten Krankheiten ist die Dunkelziffer
hoch. Betroffene verheimlichen oft ihr Problem, behelfen sich mit
Slipeinlagen, ziehen sich sozial zurück und leiden zumeist jahrelang,
ehe sie zum Arzt gehen. Dadurch gehen viel Lebensqualität und
wichtige Zeit verloren. Blasenschwäche ist medizinisch gut
therapierbar: Je früher damit begonnen wird, desto größer der Erfolg.
Die Ursachen und Therapiemöglichkeiten bei Blasenschwäche sind
vielfältig. Die häufigsten Formen aber, die Stress- oder
Belastungsinkontinenz sowie die Dranginkontinenz, lassen sich zumeist
schon durch regelmäßiges Beckenbodentraining erfolgreich behandeln.
Das Training tut auch der Seele gut. Davon ist Primaria Dr. Silvia
Brandstätter, Leiterin des Instituts für Physikalische Medizin und
Rehabilitation im Hanusch-Krankenhaus sowie des
WGKK-Gesundheitszentrums Physiko überzeugt: "Wenn jemand die
intimsten Körperfunktionen nicht mehr im Griff hat, ist das eine
große seelische Belastung, vor allem ein Gefühl der Hilflosigkeit.
Aus den Rückmeldungen unserer Patientinnen und Patienten wissen wir,
dass sich meist schon während des Trainings eine psychische
Entlastung einstellt: Man kann selbst und spürbar etwas tun. Schon
nach wenigen Trainingseinheiten merken die Betroffenen, dass sie die
Kontrolle über ihren Körper schrittweise wieder zurückgewinnen. Das
stärkt das Selbstvertrauen und motiviert langfristig, auf eine
trainierte Beckenbodenmuskulatur zu achten."
WGKK bietet Beckenbodentraining für Versicherte aller Kassen
Folgende Gesundheitseinrichtungen der Wiener Gebietskrankenkasse
bieten Beckenbodentraining für Versicherte alle Kassen, und zwar als
Gruppen- oder Einzeltherapie. In die Gruppenkurse (Damen und Herren
üben getrennt)kann man jederzeit einsteigen, ausreichende
Teilnehmerzahl vorausgesetzt. Es sind keine Vorkenntnisse
erforderlich!
- Gesundheitszentrum Wien-Nord, Physikalische Ambulanz 21., Karl-Aschenbrenner-Gasse 3 Auskunft und Anmeldung: (01) 60122-40236 Einzel- oder Gruppentraining - Gesundheitszentrum Wien-Süd, Physikalische Ambulanz 10., Wienerbergstraße 15-19 Auskunft und Anmeldung: (01) 60122-4290 Einzel- oder Gruppentraining - Gesundheitszentrum Physiko 7., Andreasgasse 3 Auskunft und Anmeldung: (01) 60122-15070 Nur Einzeltraining - Hanusch-Krankenhaus, Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Pavillon 6, Untergeschoß 14., Heinrich-Collin-Straße 30 Auskunft und Anmeldung: (01) 91021-86511 Nur Einzeltraining
WGKK-Gesundheitszentren: Wichtige Fachrichtungen unter einem Dach
Harninkontinenz kann Menschen jeden Alters betreffen und
verschiedenste Ursachen haben. Nicht nur Frauen leiden darunter,
obwohl Schwangerschaft und Geburt zu den häufigsten Ursachen bei
jüngeren Frauen zählen. Manchmal ist die "schwache Blase" auch Folge
von Vor- oder Parallelerkrankungen. Bei Männern ist häufig eine
vergrößerte Prostata die Ursache. Neurologische Erkrankungen wie
Multiple Sklerose oder Parkinson wiederum können jene Gehirnregionen
schädigen, die für die Kontrolle der Schließmuskeln zuständig sind.
In diesen Fällen sorgen in erster Linie Medikamente sowie Einlagen,
Katheter und ähnliche Inkontinenzprodukte für eine bessere
Lebensqualität. Manchmal kann auch eine Operation nötig sein.
Daher ist es wichtig, dass die Diagnose fächerübergreifend
erfolgt. Erste Ansprechpartner für Patienten sind neben dem Hausarzt
meist Gynäkologen und Urologen. Für eine genaue Abklärung und
zielgerichtete Therapie sind auch Neurologen, Radiologen, Fachärzte
für physikalische Medizin sowie Chirurgen notwendig. Eine sinnvolle
erste Anlaufstelle für Betroffene sind daher die vier poliklinischen
Gesundheitszentren der WGKK. Hier finden sich die wichtigen
medizinischen Fachrichtungen unter einem Dach.
Spezielle Inkontinenz-Abklärung im Hanusch-Krankenhaus
Im Hanusch-Krankenhaus (HKH) gibt es wöchentlich nur für Frauen
eine eigene Beckenboden- und Inkontinenzambulanz. Mit
Spezialuntersuchungen geht man hier den Ursachen weiblicher
Inkontinenz umfassend auf den Grund. Dr. Dietmar Uhl, Gynäkologe und
Inkontinenzspezialist am HKH: "Inkontinenz bei Frauen kann auch mit
einer Senkung von Beckenboden, Gebärmutter oder Scheide
zusammenhängen, was eventuell eine Operation erfordert. Aber auch in
diesen Fällen ist Beckenbodentraining einer der ersten
Therapieansätze." Die HKH-Abteilung für Urologie bietet eine
wöchentliche Urodynamische Spezialambulanz: Weiblichen wie männlichen
Patienten jeden Alters stehen verschiedene Spezialuntersuchungen zur
Inkontinenzabklärung zur Verfügung.
Urologische und gynäkologische Ambulanzen der WGKK
Versicherte aller Kassen können die Fachärzte der WGKK aufsuchen: - Gesundheitszentrum Wien-Süd, 10., Wienerbergstraße 15-19 Anmeldung Gynäkologie/Urologie: (01) 60122-4210 - Gesundheitszentrum Wien-Nord 21., Karl-Aschenbrenner-Gasse 3 Anmeldung/Gynäkologie: (01) 60122-40257 Anmeldung/Urologie: (01) 60122-40256 - Gesundheitszentrum Wien-Mitte 3., Strohgasse 28 Anmeldung/Gynäkologie: (01) 60122-40336 Anmeldung/Urologie: (01) 60122-40342 - Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf 6., Mariahilfer Straße 85-87 Anmeldung/Gynäkologie: (01) 60122-40601 Anmeldung/Urologie: (01) 60122-40691 - Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse 14., Heinrich-Collin-Straße 30
Beckenboden- und Inkontinenzambulanz der Abteilung für Gynäkologie
und Geburtshilfe, Pavillon 2, 3. Stock
Anmeldung: (01) 91021-84850 oder -84851
Urodynamische Ambulanz der Abteilung für Urologie
Pavillon 4, Erdgeschoß
Anmeldung: (01) 91021-86050
Gratis WGKK-Broschüre "Harninkontinenz - Hilfe bei schwacher Blase"
Die kostenlose Broschüre "Harninkontinenz - Hilfe bei schwacher
Blase" gibt einen Überblick über die WGKK-Angebote für
Inkontinenz-Patienten. Gratis zu bestellen unter: (01) 60122-2119
oder im Internet unter www.wgkk.at => Service => Bestellung von
Informationsmaterial => Gesundheit und Vorsorge
Weitere Informationsangebote im Rahmen der Welt Kontinenz Woche
Die Medizinische Kontinenzgesellschaft (MKÖ)Österreich bietet
während der Welt Kontinenz Woche verstärkten Auskunftsdienst über ihr
Beratungstelefon "Blase inForm": Unter 0810/100 455 (Ortstarif)
bieten vom 22.-26. Juni ÄrztInnen der MKÖ sowie ausgebildete
Kontinenz- und Stomaberaterinnen anonyme Beratung. Weitere Infos
unter www.inkontinenz.at
Der Fonds Soziales Wien unterhält eine Inkontinenz-Hotline: (01)
4000-66503 (Mo-Do 8.00-18.00 Uhr, Fr 7.30-15.30 Uhr) und bietet auch
persönliche Beratung: Fonds Soziales Wien, 8., Laudong. 29-31
www.fsw.at
Rückfragehinweis:
Wiener Gebietskrankenkasse Mag. Andrea Riedel Öffentlichkeitsarbeit Wienerbergstraße 15-19 1100 Wien Tel.: 01/60 122-1351 Mobil 0664/80885-1351 [email protected] www.wgkk.at Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) Elisabeth Leeb Tel.: 0699/1424 77 79 [email protected] www.inkontinenz.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WGK






