- 19.06.2009, 09:34:58
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Unterschätztes Risiko Sekundenschlaf bei Autofahrt in den Urlaub
Wien (OTS) - Zeit ist kostbar - speziell, wenn es um den Urlaub
geht. Deshalb opfern viele Autoreisende freiwillig ihren Schlaf, um
nicht im Stau stecken zu bleiben. Doch wer die Nacht zum Tag macht,
muss damit rechnen, von einem Nickerchen am Steuer überrascht zu
werden - mit oftmals dramatischen Folgen: Experten schätzen, dass der
Sekundenschlaf jedes Jahr über 100 Tote auf Österreichs Straßen
fordert.
Am kommenden Sonntag, dem 21. Juni, ist der Tag des Schlafes - ein
Jahrestag, der von vielen belächelt wird. Zu Unrecht: Die Allianz
erinnert daran, dass die Folgen von zu wenig Schlaf oder
Schlafstörungen dramatisch sein können. Das Risiko, am Steuer
einzuschlafen, ist nicht nur zwischen 22 und 24 Uhr hoch. Auch in den
frühen Morgenstunden zwischen zwei und vier Uhr sowie am Nachmittag
zwischen 14 und 16 Uhr lauert die Gefahr besonders.
Der Schlaf fordert seinen Tribut
"Energydrinks und Kaffee sind kein Schlafersatz", warnt Allianz
Service-Experte Mag. Xaver Wölfl, "denn der Organismus lässt sich auf
Dauer nicht mit Koffein austricksen." Und auch laute Musik und
Frischluft seien keine nachhaltig wirksamen Rezepte gegen
Schlafmangel. Muntermacher helfen nur kurzfristig und sind kein
Ersatz für ausreichend lange Schlafphasen. Im Gegenteil: Autofahrer
müssen die Tatsache respektieren, "dass ein Aufputschen mit Koffein
und anderen Substanzen nicht hilfreich ist, sondern das Risiko sogar
noch steigert", warnt Univ.-Prof. Dr. Herwig Scholz, ärztlicher
Leiter des Krankenhauses Waiern und Department-Leiter für
Psychosomatik.
Wird dieses Risiko ignoriert, wächst die Gefahr, dass man selbst
einen von jenen 100 Verkehrsunfällen verursacht, die sich täglich auf
österreichischen Straßen ereignen.
Hohe Unfall-Dunkelziffer
Laut Verkehrsunfallstatistik 2008 des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit sind im Straßenverkehr 679 Menschen ums Leben
gekommen, die Hälfte davon war im Pkw unterwegs. Bei vielen war
vermutlich Übermüdung die Hauptunfallursache. Die ASFiNAG gibt dem
Sekundenschlaf gar die Schuld an einem Drittel der tödlichen
Verkehrsunfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen. Damit wären im
Vorjahr 120 Auto-Insassen dem Sekundenschlaf zum Opfer gefallen.
Ziellos im "Blindflug"
Der Sekundenschlaf dauert zwar nur zwischen ein und fünf Sekunden,
aber der Fahrer ist je nach Geschwindigkeit über mehr oder weniger
lange Strecken unkontrolliert unterwegs. Bei einem
Fünf-Sekunden-Nickerchen mit Tempo 100 sind das immerhin 140 Meter im
"Blindflug".
Allianz Experte Wölfl appelliert deshalb an das
Verantwortungsbewusstsein der Kfz-Lenker, sich bei ersten
Warnsignalen des Körpers nicht hinters Lenkrad zu setzen. Wer
Symptome wie schwere Augenlider, oftmaliges Gähnen oder
unwillkürliches Kopfnicken nicht ernst nehme, riskiere nicht nur sein
eigenes Leben, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer.
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: www.allianz.at
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