• 18.06.2009, 13:03:57
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Regenbogenparade 2009: 40 Jahre Stonewall - 30 Jahre HOSI Wien

Wien (OTS) - "Die diesjährige Regenbogenparade am 4. Juli wird
ganz im Zeichen zweier runder Jubiläen stehen", kündigt Christian
Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien an, die zum
siebten Mal für die Organisation der Parade verantwortlich zeichnet.
"Jenes denkwürdige Ereignis, auf das die Gay-Pride-Paraden in aller
Welt zurückgehen, der sogenannte Stonewall-Aufstand, jährt sich zum
40. Mal: Im Juni 1969 hatten sich Homo- und Transsexuelle bei einer
Razzia in der Stonewall-Bar in der New Yorker Christopher Street
erstmals mutig gegen Polizeiwillkür zur Wehr gesetzt. Das zweite
runde Jubiläen betrifft die HOSI Wien selbst: Der 1. Lesben- und
Schwulenverband Österreichs feiert heuer seinen 30. Geburtstag."

Solidarischer Kampf gegen rechte Hetze

"In diesen 40 Jahren hat die internationale Lesben-, Schwulen- und
Transgender-Bewegung viel erreicht, und auch in Österreich können wir
stolz darauf sein, welche bedeutenden Veränderungen wir in den
letzten drei Jahrzehnten durchgesetzt haben", erklärt
HOSI-Wien-Obfrau Jona Solomon. "Allein die jüngst veröffentlichten
Ergebnisse der Europäischen Wertestudie legen beredtes Zeugnis davon
ab: Die Ablehnung der Bevölkerung gegen bestimmte Personengruppen als
Nachbarn ging gegenüber "homosexuell orientierten Menschen" zwischen
1980 und 2008 mit 18 Prozentpunkten am stärksten unter allen Gruppen
zurück." (Vgl. Der Standard vom 15. Juni 2009)

"Dennoch ist noch viel zu tun. Sowohl weltweit als auch in
Österreich", betont Högl. "Denn erkämpfte Errungenschaften müssen
immer wieder aufs neue gegen reaktionäre Kräfte verteidigt werden, z.
B. gegen die massive Hetze der FPÖ in den letzten Wochen, die nicht
nur gegen das Theaterstück "König und König" und die Plakatkampagne
"Liebe verdient Respekt!" untergriffig polemisiert, sondern sogar die
Wiedereinführung eines menschenrechtswidrigen Informationsverbots
über Homosexualität gefordert hat, das in Österreich schon einmal -
bis 1997 - bestanden hat. Die solidarische Bekämpfung dieser Hetze
von rechts, auch gegen andere gesellschaftliche Gruppen, ist auch der
Grund, warum die HOSI Wien die Lichterkette heute abend vor dem
Parlament unterstützt."

Nichts an Aktualität eingebüßt

"Daher hat auch die Regenbogenparade weder an Aktualität und
Bedeutung noch ihre Existenzberechtigung verloren", ergänzt Solomon.
"Sie ist nach wie vor ein starkes Statement für Sichtbarkeit und
gegen Diskriminierung. Daher freuen wir uns darauf, am 4. Juli 2009
wieder mehr als hunderttausend Menschen auf der Wiener Ringstraße und
bei der Abschlussveranstaltung am Schwarzenbergplatz begrüßen zu
können, um gemeinsam ein Zeichen gegen soziale Ausgrenzung und für
gesellschaftliche Vielfalt zu setzen."

Umfassende Informationen unter www.regenbogenparade.at.

Rückfragehinweis:
Jona Solomon, Obfrau, Tel. 0676-888 922 11
Christian Högl, Obmann, Tel. 0699-11811038
Kurt Krickler, Generalsekretär, Tel. 0664-5767466
[email protected], www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 524 534 408

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