- 18.06.2009, 12:08:07
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Kassenreform: Keine Steigerung bei Arzneimittelkosten
Medikamente in Österreich günstig - Apotheken leisten 24 Millionen Euro Sanierungsbeitrag für Krankenkassen
Wien (OTS) - Medikamente sind nicht die großen Kostenverursacher
im österreichischen Gesundheitssystem. Die Arzneimittelkosten für die
Krankenkassen sind in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres
(im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) mit einer Steigerung von 0,73
Prozent nahezu gleich geblieben. Zusätzlich profitieren sowohl die
Privatpersonen als auch die Krankenkassen von der
Mehrwertsteuersenkung, die nach jahrelangem Urgieren der Apotheker
per 1. Jänner 2009 umgesetzt wurde.
Eine aktuelle Studie des unabhängigen Instituts für
Pharmaökonomische Forschung (IPF) attestiert zudem, dass die
Medikamentenpreise in Österreich unter dem EU-Durchschnitt liegen.
"Medikamente sind bei uns günstiger als in vielen anderen
EU-Ländern", betont Mag.pharm. Heinrich Burggasser, Präsident der
Österreichischen Apothekerkammerr.
Sanierungsbeitrag der Apotheken
Die Apotheken in Österreich leisten seit vielen Jahren Beiträge
zur Finanzierung der maroden Krankenkassen. Im Frühjahr 2008 wurde
ein neues Sanierungskonzept der Apothekerschaft mit dem Hauptverband
der Sozialversicherungsträger vereinbart. Demzufolge bringen die
1.244 Apotheken in Österreich 24 Millionen Euro zur Entlastung der
Krankenkassen auf. Der Beitrag ist auf drei Jahre aufgeteilt. Die
erste Zahlung wurde bereits im Dezember 2008 an den Hauptverband der
Sozialversicherungsträger überwiesen.
"Mit diesem Beitrag zeigen wir, dass uns die Leistungsfähigkeit
der Krankenkassen wichtig ist", sagt Burggasser. Im Zuge der
Vereinbarung mit dem Hauptverband wurde den Apotheken von offizieller
Seite zugesichert, keine weiteren Spannendiskussionen zu führen.
Diese Vereinbarung wurde heute, Mittwoch, vom Vorsitzenden des
Hauptverbandes, Dr. Hans-Jörg Schelling, neuerlich bestätigt.
Die Apothekerschaft leistet mit dieser finanziellen Unterstützung
bereits einen großen Beitrag. Nun sind die Ärzte gefordert, ihren
Teil zur Sanierung der Krankenkassen beizutragen.
Innovative Projekte sparen Kosten
Der Finanzierungsbeitrag in der Höhe von 24 Millionen Euro ist
nicht die einzige Maßnahme zur Entlastung der Kassen, die von den
Apotheken gesetzt wird. Zusätzlich entwickelt die Österreichische
Apothekerkammer bereits seit zwei Jahren den
Arzneimittel-Sicherheitsgurt, der erfolgreich in Salzburg als
Pilotprojekt gelaufen ist und der bei einem österreichweiten Roll-Out
ein weit reichendes Einsparungspotenzial für das Gesundheitssystem
hat.
Österreich hat europaweit eine hervorragende
Arzneimittelversorgung. Diese umfassende Versorgung mit Medikamenten,
die sowohl in der Nacht als auch an Feiertagen apothekerliche
Beratung garantiert, wird von 1.244 Apotheken im gesamten
Bundesgebiet 365 Tage im Jahr zur Verfügung gestellt.
Rückfragehinweis:
Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Spitalgasse 31, 1090 Wien
Tel. 01/404 14 DW 600
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