• 18.06.2009, 09:45:11
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Weltflüchtlingstag: "Asyl ist kein Gnadenakt sondern Menschenrecht"

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni
erinnert die Volkshilfe daran, dass die reichen Industrieländer wie
Österreich nur einen kleinen Teil jener 42 Millionen Menschen
aufnehmen, die weltweit auf der Flucht sind. "Mit etwas gutem Willen
und einer Politik, die Integration und nicht Abschottung zum Ziel
hat, stellen die in unserem Land lebenden AsylwerberInnen mit
Sicherheit kein Problem dar. Asyl zu gewähren ist kein Gandenakt,
sondern eine menschliche Verpflichtung.", so Bundesgeschäftsführer
Erich Fenninger.

"Die Gründe, warum Menschen aus ihrem Heimatland fliehen müssen,
sind vielfältig. Sie fliehen vor Krieg, Gewalt oder politischer
Verfolgung. Niemand aber verlässt sein Land freiwillig, lässt
freiwillig alles zurück, nimmt freiwillig unheimliche Strapazen auf
sich, um sein Leben oder das der Familie zu retten. Österreich ist
trotz der Wirtschaftskrise immer noch eines der reichsten Länder der
Welt und hat Verpflichtungen gegenüber Menschen, die Schutz
bedürfen.", richtet Fenninger einen Appell an die Politik. "Denn
jene, die vielleicht Missbrauch treiben mit dem Asylsystem sind nicht
die Mehrheit, Missbrauch gibt es in jedem System. Wir müssen uns
davor hüten, AsylwerberInnen sofort mit Drogen oder Prostitution in
Verbindung zu bringen."

Aus diesem Grund fordert die Volkshilfe, bei der anstehenden
Novellierung der Fremdengesetze nicht ausschließlich zu überlegen,
wie etwaige Hintertüren geschlossen werden können für jene, die
vielleicht versuchen, unrechtmäßig einen Aufenthaltstitel zu
erlangen, sondern vielmehr die Tore aufzumachen für jene, die zurecht
aus ihrer Heimat fliehen müssen und Schutzes bedürfen. "Eine
Altersfeststellung für minderjährige Flüchtlinge mittels
Röntgenuntersuchung ist hier sicher nicht der richtige Weg. Vielmehr
müsste im neuen Gesetz festgeschrieben werden, dass minderjährige
Flüchtlinge nicht in Schubhaft genommen werden können.", so
Fenninger. Weitere dringende Forderungen der Volkshilfe sind
Psychosoziale Beratung und Unterstützung im Falle eines
Ausweiseverfahrens, die Erhöhung der Tagsätze in der Grundversorgung
sowie die Umsetzung der EU-Richtlinie, die vorsieht, dass
AsylwerberInnen nach sechs Monaten Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten.

Volkshilfe Spendenkonto: PSK 1.740.400; BLZ 60000

Rückfragehinweis:

Verena Fabris
   Armut, Asyl & Migration
   Tel: 0676 834 02 220; E-Mail: [email protected]
   
   Rainer Stoiber; Öffentlichkeitsarbeit  
   Tel: 0676 83 402 216; E-Mail: [email protected]

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