Maresch/Grüne Wien: Verbindliche Mobilfunkgrenzwerte sind in Österreich längst überfällig

Kritik an Untätigkeit von Bund und Land Wien

Wien (OTS) - "Die Einführung der belgischen Grenzwerte für Mobilfunk sind vorbildlich. In Österreich herrscht dagegen Steinzeit in Bezug auf den Schutz vor elektromagnetischen Strahlen wie sie von Mobilfunkanlagen und Handys verursacht werden", betont Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Grünen Wien. Tatsächlich sind die elektromagnetischen Strahlen nicht ungefährlich, dass bestätigt die neue belgische Studie und auch viele andere wissenschaftliche Arbeiten - auch die Österreichische Ärztekammer warnt.

Seit Jahren bemühen sich besorgte BürgerInnen und die Grünen um rechtliche Standards für den Mobilfunk, denn in Österreich gibt es keine Grenzwerte - Mobilfunkmasten können ohne Genehmigungsverfahren praktisch überall aufgestellt werden. Eine Verbesserung der rechtlichen Situation haben bisher ÖVP und SPÖ immer verhindert, teils mit fadenscheinigen Argumenten. So wird immer wieder betont, dass die Schädlichkeit der "Handy-Strahlung" noch nicht ausreichend bestätigt sei. "Offenbar haben SPÖ und ÖVP noch nie etwas vom Vorsorgeprinzip gehört", kritisiert Maresch. 

"Dass von der jetzigen Bundesregierung leider auch nicht viel zu erwarten ist, liegt nicht zuletzt am Bundeskanzler selbst. Schließlich war es Faymann, der als Wiener Wohnbaustadtrat die Aufstellung von hunderten Handymasten auf Wiener Gemeindebauten forciert hat. Die Einnahmen für Wiener Wohnen waren und sind der Wiener-SPÖ dabei immer wichtiger als der Schutz der GemeindebaubewohnerInnen", schließt Maresch.

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