ÖH zu UG-Novelle: Kritik an Masterbedingungen, Unibudget und Kompetenzen des Unirats

ÖH fordert gesetzliche Garantie gegen Zugangsbeschränkungen beim Master

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) legte bei einem Pressegespräch heute Vormittag mit Vertreterinnen und Vertretern der Medien zur UG-Novelle 2009 ihre Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge vor. Hauptkritikpunkt ist dabei unter anderem die gesetzliche Regelung für die Festsetzung von Zulassungsbedingungen im Masterstudium. "Nachdem es bei den Eingangsphasen einen Passus gibt, dass diese nicht als quantitative Zugangsbeschränkungen missbraucht werden dürfen, fordern wir dasselbe auch für die Masterstudien. Wir fordern daher eine gesetzliche Garantie, dass Notendurchschnitt als auch Studiendauer nicht in die Zulassungsbedingungen aufgenommen werden dürfen. Besonders bitter ist in unseren Augen auch die gesetzliche Festlegung auf nur ein passendes Masterstudium an der selben Uni ohne Bedingungen. Ein facheinschlägiges Studium muss ausreichen, egal von welcher Uni", fordert ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed.

Nur bedingt erfreut zeigt sich die ÖH über zusätzliche Punkte in den Leistungskriterien, die auf bessere Betreuung und die Reduktion des Drop-Out abzielen. Al-Mobayyed: "Im Lichte des knappen Budgets sind diese aber aus Sicht der ÖH wenig erfolgversprechend. Die vorgesehene Deckelung des Studiengebührenersatzes für die Universitäten, wie im Gesetz vorgesehen, ist inakzeptabel. Wenn die Studierendenzahlen in den nächsten Jahren weiter steigen werden, wird das Geld noch knapper, wir Studierende werden das als erste spüren. Wir sprechen uns in diesem Punkt für eine Beibehaltung der momentanen Regelung aus."

Die ÖH übt weiters vehemente Kritik an der sukzessiven Entmachtung des Senats im Zuge dieser Novelle. Al-Mobayyed: "Der Senat verliert mit der kommenden Novelle in vielen wichtigen Bereichen wie etwa bei der Wahl der Rektorin oder des Rektors an Bedeutung. Damit wollen wir uns nicht abfinden, die Einflussnahme aus dem ausschließlich politisch besetzten Unirat darf keinesfalls überhand nehmen." Desweiteren fordert die ÖH auch ein Antragsrecht der Studierenden im Unirat, so wie es dem Betriebsrat in Zukunft gewährt werden soll. "Die/der ÖH-Vorsitzende soll in Zukunft auch Anträge im Unirat einbringen können, das momentane Anhörungsrecht ist zu wenig. Es ist nicht einzusehen, wieso das dem Betriebsrat gestattet sein soll und nicht der ÖH", unterstreicht Al-Mobayyed abschließend.

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