- 17.06.2009, 10:53:58
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Berlakovich: Mit Energiepartnerschaften gemeinsam Klimaschutzziele erreichen
Startschuss für Intensivierung der Energiepartnerschaft zwischen Österreich und der Slowakei bei den Österreichischen Energietagen in Bratislava
Wien (OTS) - Bei den Österreichischen Energietagen in Bratislava
gab Umweltminister Niki Berlakovich den Startschuss zur
Intensivierung der Energiepartnerschaft mit der Slowakei. "Angesichts
der Herausforderungen Klimawandel, Energieversorgung und
Wirtschaftskrise müssen die Länder enger zusammenrücken und
partnerschaftliche Lösungen finden. Dabei gilt es Synergien auf
politischer und wissenschaftlicher Ebene sowie mögliche
Wirtschaftskooperationen noch stärker zu nutzen", appellierte
Umweltminister Niki Berlakovich heute, Mittwoch, bei den
Österreichischen Energietagen an die Slowakei, verstärkt zusammen zu
arbeiten und gemeinsame Projekte umzusetzen.
Die österreichischen Energietage in Bratislava haben zum Ziel,
österreichische Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen
Umwelttechnologie und erneuerbare Energieträger vor Ort zu
präsentieren sowie eine Plattform für einen Meinungs- und
Erfahrungsaustausch im Hinblick auf gemeinsame Klimaschutz- bzw.
Energieprojekte mit der Slowakei zu bieten. Die Energietage sind Teil
der seit zehn Jahren bestehenden Energiepartnerschaft zwischen den
beiden Ländern, die ihren Schwerpunkt auf Projektbetreuung bis hin zu
Finanzierungsfragen, Marktkontakten, Networking sowie Know-how- und
Technologietransfer hat und werden im Auftrag des Lebensministeriums
von der Österreichischen Energieagentur betreut.
Aktuelle Herausforderungen partnerschaftlich lösen
"Österreich und die Slowakei stehen beim Klimaschutz und bei der
Versorgungssicherheit vor ähnlichen Herausforderungen. Die
Intensivierung unserer Energiepartnerschaft ist eine exzellente
Möglichkeit, diese Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen",
verwies Umweltminis-ter Berlakovich auf die EU-Klimaziele, die
Teuerung und Verknappung bei fossiler Energie und mögliche
Versorgungskrisen. "Wir müssen gemeinsam umweltfreundliche
Energie-Alternativen nutzen. Wind, Biomasse, Sonne und Wasser sind
erneuerbare Ressourcen mit denen wir un-sere Abhängigkeit von
unsicheren Energielieferanten künftig deutlich verringern und die
Selbstversorgung steigern können", so der Minister. Die Slowakei
verfügt über ein großes Po-tenzial ungenutzter erneuerbarer Energie
und hat Interesse, das zu nutzen. Derzeit wird nur ein Viertel des
Erneuerbaren-Potenzials genutzt, weil Know-how und moderne
Technologien fehlen. Die Slowakei versorgt sich hauptsächlich mit
fossilen Energieimporten (29 Prozent) und mit Kernenergie (55
Prozent). Erst zu Jahresbeginn hat sich Umweltminister Berlakovich
vehement und erfolgreich gegen die aufgrund der Gaskrise zwischen
Russland und der Ukrai-ne geplante Wiederinbetriebnahme eines
veralteten Reaktors des AKW Bohunice eingesetzt.
Österreichische Unterstützung für gemeinsame Projekte
Mit Unterstützung des Lebensministeriums entstand in der Slowakei
bereits ein Biomassezent-rum als Know-how-Drehscheibe, mit der
selbständige Projekte zur Bioenergienutzung realisiert werden sollen.
Die Slowakei ist mit 41 Prozent ähnlich bewaldet wie Österreich (47
Prozent), allerdings werden nur zwei Prozent des
Gesamtenergieverbrauchs mit Biomassepotenzial gedeckt. Österreich
liegt bei der Biomasse-Energie derzeit bei zwölf Prozent und zählt
beim Einsatz und der technologischen Entwicklung zu den Vorreitern
innerhalb der EU. In Presov wurde mit Hilfe österreichischer Experten
und Investoren als erstes gemeinsam realisiertes Projekt ein
Biomasse-Heizwerk errichtet, das die Stadt mit Bio-Wärme versorgt.
"Wenn die Slowakei den Weg der erneuerbaren Energie gemeinsam mit uns
intensivieren will, stehen wir als Partner bereit, um
grenzüberschreitend nachhaltige Lösungen zur Energieversorgung
umzusetzen", forderte Umweltminister Niki Berlakovich zu weiteren
gemeinsamen Aktivitäten im Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit
auf.
Wirtschaftskrise und Klimaschutz erfordern neue, innovative Wege
Der Minister betonte bei den Energietagen die Chance einer
langfristigen, konstruktiven Zu-sammenarbeit in gegenseitigem
Vertrauen, bei der Synergien auf politischer und wissenschaft-licher
Ebene optimal genutzt werden können und mögliche
Wirtschaftskooperationen für beide Länder einen Gewinn bedeuten
würden. Gerade die Wirtschaftskrise fordert dazu auf, neue Wege zu
beschreiten und die ungebrochene Wachstumstendenz der
Umwelttechnik-Branche als wichtige Weiche für die Zukunft zu sehen.
"Mit den Maßnahmen zur Erreichung des 34-Prozent-Erneuerbaren-Ziels
rechnen wir in Österreich bis 2020 mit bis zu 75.000 neuen Green
Jobs. Diese Zahl zeigt die enorme Bedeutung dieser Entwicklung für
Konjunkturbelebung und Arbeitsplätze", führte Berlakovich aus.
Um diese Entwicklung zu steuern, sind Investitionen in innovative
Umwelttechnologien, in For-schung und Entwicklung, in
Know-how-Transfer und bewusstseinsbildende Programme uner-lässlich.
"Diese Investitionen werden sich mittel- bis langfristig rechnen und
vor allem garantieren sie den Menschen und dem Land
Versorgungssicherheit bei Energie und öffnen neue Marktchancen",
unterstrich Umweltminister Niki Berlakovich. Dies teilt das
Lebensministerium abschließend mit.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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