Villazón sagt Wiener "Carmen"-Premiere im Mai 2010 ab

Nimmt dramatische Partie "vorerst aus meinem Repertoire"

Wien (OTS) - Rolando Villazón, 37, hat seine Mitwirkung an der Wiener "Carmen"-Premiere am 3. Mai 2010 abgesagt. Das bestätigt der mexikanische Tenor in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Villazón, bei dem eine Kehlkopfoperation nötig geworden war, stornierte im April alle Termine bis Ende 2009. Der charismatische Künstler, dem immer wieder vorgeworfen wurde, mit zu hohem Einsatz ein zu dramatisches Repertoire zu singen, zieht mit der Absage nach eigener Aussage die Konsequenzen aus den seit 2007 andauernden Stimmproblemen: "Nach meiner Operation möchte ich in der Planung meiner Auftritte bewusst gewissenhaft vorgehen und habe mich daher entschlossen, die Partie des Don José vorerst aus meinem Repertoire zu nehmen. Leider ist hiervon auch die Wiener ,Carmen’ betroffen", sagt er in NEWS, zeigt sich aber entschlossen, die Staatsoper anderweitig zu entschädigen: "Ich hoffe sehr, dass wir es schaffen werden, Alternativtermine zu finden, so dass ich in der nächsten Spielzeit trotzdem vor meinem sehr geschätztem Wiener Publikum auftreten werde."

Die Neueinstudierung der betagten Zeffirelli-Inszenierung zu Ende der Ära Ioan Holenders gilt als eines der spektakulärsten Ereignisse der gegenwärtigen Opernszene: Mariss Jansons soll dirigieren, Elina Garanca singt die Carmen und Anna Netrebko die Micaela. Staatsoperndirektor Holender in NEWS: "Ich habe volles Verständnis für diesen Schritt. Man muss alles vermeiden, was Druck auf ihn ausübt, und ihm psychologisch den Weg zurück erleichtern. Dass er sich vom dramatischen Fach, das die Verbreiterung der Stimme erfordert, zurückzieht, ist sehr klug."

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