- 17.06.2009, 10:34:18
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ÖVP Wien-Kultursprecher Fran Ferdinand Wolf: Wien braucht mehr Musikschulen!
Experten bei Veranstaltung von "Pro Musik Wien" einig
Wien (OTS) - Zu einer hochkarätig besetzten Veranstaltung lud
Franz-Ferdinand Wolf, Kultursprecher der ÖVP Wien gestern Abend ins
Brick5. Gemeinsam mit Experten, Eltern und Musikschülern diskutierte
Wolf, der die Initiative "Pro Musik Wien" gegründet hat, über das
Wiener Musikschulewesen und formulierte Zielsetzungen.
Einig waren sich Univ. Prof. Dr. Peter Röbke (Institut für
Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst),
Mag. Elisabeth Bierbach (Landesmusikschulinspektorin), Mag. Wolfgang
Lothka (Musiklehrer und Gründer des Wiener Kabinett Orchesters),
Daniela Wolfsberg (Erste private Musikschule Hietzing) und Dipl.
Ing. Wolfgang Wasserburger (Landeselternvertretung für
Musikschüler/innen in Wien), dass Wien dringend ein Musikschulgesetz
braucht.
Elisabeth Bierbach unterstrich in ihrer Rede den hohen Wert, den die
Ausbildung an Musikschulen hat: "Es ist besser in Musikschulen zu
gehen, als einfach irgendwo abzuhängen, denn in Musikschulen werden
nicht nur reine Techniken gelehrt. Junge Menschen lernen einander
zuzuhören und aufeinander aufzupassen - ein Wert, der nicht nur beim
gemeinsamen Musizieren wichtig ist." Die Expertin bedauerte, dass
das gesamtösterreichische Lehrplanwerk bisher keinen Eingang im
Wiener Musikschulwesen fand: "Niederösterreich und Oberösterreich
haben dieses Lehrplanwerk sogar auf ihre Statuten umgelegt. Damit
sind gesamterzieherische Ziele, Qualitätssicherung und Standards
garantiert!"
Wolfgang Wasserburger kritisierte darüber hinaus, dass die Wiener
Musikschulen kein Öffentlichkeitsrecht haben: "Die Zeugnisse, die den
Kindern und Jugendlichen ausgestellt werden haben keinerlei
Rechtsgültigkeit."
Peter Röbke ergänzte, dass Musizieren kein Luxusgut ist und forderte,
dass sowohl die Breite und Spitze als auch verschiedene musikalische
Stile unter einem Dach unterrichtet werden sollten, sowie
generationsübergreifender Musikunterricht eingeführt wird: "Warum
sollten nicht Kinder gemeinsam mit ihren Eltern Musik machen?"
Abschließend formulierte Wolf noch einmal die Inhalte des von der ÖVP
Wien geforderten Musikschulgesetzes: "Wir wollen, dass jedes begabte
Wiener Kind einen Ausbildungsplatz erhält und von qualifizierten
Lehrern unterrichtet wird. Dafür bedarf es eine flächendeckende
Versorgung mit Musikschulen und die Einrichtung eines
Musikschulbeirates als beratende Institution. Wenn die Stadt Wien
auch das nicht schafft, dann sollten private Musikschulen diese Lücke
füllen und dementsprechend subventioniert werden." Überdies sollten
die Gebühren, die ohnehin nur einen Deckungsgrad von acht Prozent
erwirtschaften, abgeschafft werden. "Damit in Wien endlich was
weitergeht, sollte die Stadt Wien in den musikalischen Nachwuchs für
Symphoniker und Philharmoniker investieren!", so Wolf abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 942
FAX (01) 515 43 - 929
mailto: [email protected]
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