ÖVP Wien-Kultursprecher Fran Ferdinand Wolf: Wien braucht mehr Musikschulen!

Experten bei Veranstaltung von "Pro Musik Wien" einig

Wien (OTS) - Zu einer hochkarätig besetzten Veranstaltung lud Franz-Ferdinand Wolf, Kultursprecher der ÖVP Wien gestern Abend ins Brick5. Gemeinsam mit Experten, Eltern und Musikschülern diskutierte Wolf, der die Initiative "Pro Musik Wien" gegründet hat, über das Wiener Musikschulewesen und formulierte Zielsetzungen.

Einig waren sich Univ. Prof. Dr. Peter Röbke (Institut für Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst), Mag. Elisabeth Bierbach (Landesmusikschulinspektorin), Mag. Wolfgang Lothka (Musiklehrer und Gründer des Wiener Kabinett Orchesters), Daniela Wolfsberg (Erste private Musikschule Hietzing) und Dipl. Ing. Wolfgang Wasserburger (Landeselternvertretung für Musikschüler/innen in Wien), dass Wien dringend ein Musikschulgesetz braucht.

Elisabeth Bierbach unterstrich in ihrer Rede den hohen Wert, den die Ausbildung an Musikschulen hat: "Es ist besser in Musikschulen zu gehen, als einfach irgendwo abzuhängen, denn in Musikschulen werden nicht nur reine Techniken gelehrt. Junge Menschen lernen einander zuzuhören und aufeinander aufzupassen - ein Wert, der nicht nur beim gemeinsamen Musizieren wichtig ist." Die Expertin bedauerte, dass das gesamtösterreichische Lehrplanwerk bisher keinen Eingang im Wiener Musikschulwesen fand: "Niederösterreich und Oberösterreich haben dieses Lehrplanwerk sogar auf ihre Statuten umgelegt. Damit sind gesamterzieherische Ziele, Qualitätssicherung und Standards garantiert!"

Wolfgang Wasserburger kritisierte darüber hinaus, dass die Wiener Musikschulen kein Öffentlichkeitsrecht haben: "Die Zeugnisse, die den Kindern und Jugendlichen ausgestellt werden haben keinerlei Rechtsgültigkeit."

Peter Röbke ergänzte, dass Musizieren kein Luxusgut ist und forderte, dass sowohl die Breite und Spitze als auch verschiedene musikalische Stile unter einem Dach unterrichtet werden sollten, sowie generationsübergreifender Musikunterricht eingeführt wird: "Warum sollten nicht Kinder gemeinsam mit ihren Eltern Musik machen?"

Abschließend formulierte Wolf noch einmal die Inhalte des von der ÖVP Wien geforderten Musikschulgesetzes: "Wir wollen, dass jedes begabte Wiener Kind einen Ausbildungsplatz erhält und von qualifizierten Lehrern unterrichtet wird. Dafür bedarf es eine flächendeckende Versorgung mit Musikschulen und die Einrichtung eines Musikschulbeirates als beratende Institution. Wenn die Stadt Wien auch das nicht schafft, dann sollten private Musikschulen diese Lücke füllen und dementsprechend subventioniert werden." Überdies sollten die Gebühren, die ohnehin nur einen Deckungsgrad von acht Prozent erwirtschaften, abgeschafft werden. "Damit in Wien endlich was weitergeht, sollte die Stadt Wien in den musikalischen Nachwuchs für Symphoniker und Philharmoniker investieren!", so Wolf abschließend.

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