- 16.06.2009, 08:50:19
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Erster Nationaler Bildungsbericht veröffentlicht
47 Bildungsexperten als Autoren
Wien (OTS) - Heute hat Bildungsministerin Claudia Schmied dem
Ministerrat den ersten Nationalen Bildungsbericht vorgelegt. Der
Bericht ist ab sofort über die Homepage des Bildungsministeriums
abrufbar.
"Ich stehe für eine faktenorientierte Bildungspolitik. Der heute
präsentierte Bildungsbericht ist eines von mehreren Instrumenten für
eine solche Politik. Bildungspolitische Entscheidungen sollen sich an
Erkenntnissen über Stärken und Schwächen unseres Bildungssystems
orientieren. Die Bildungswissenschaft ist dafür ein enger Partner zur
Schaffung von Informationsgrundlagen. Der Bericht soll gegenüber der
Öffentlichkeit und dem Gesetzgeber einen Beitrag zu mehr Klarheit
hinsichtlich des Status quo des Schulwesens schaffen. Ich nehme die
Thesen der Experten ernst und freue mich darauf, den Bericht auf
breiterer Basis zu diskutieren und Schlüsse für bildungspolitische
Entscheidungen zu ziehen", so Bildungsministerin Claudia Schmied.
Im Sommer 2007 erging durch die Bildungsministerin der Auftrag an das
BIFIE, eine Pilotversion für einen Nationalen Bildungsbericht
Österreich zu erstellen.
Das Konzept, die Organisation und die budgetären Rahmenbedingungen
wurden im Jahr 2007 in mehreren Sitzungen einer Steuergruppe unter
der Leitung von Werner Specht (BIFIE) festgelegt.
Der Steuergruppe gehörten an:
Prof. Dr. Herbert Altrichter (Uni Linz)
Prof. Dr. Ferdinand Eder (Uni Salzburg)
Dr. Lorenz Lassnigg (IHS)
Prof. Dr. Georg Neuweg (Uni Linz)
Prof. Dr. Christiane Spiel (Uni Wien)
Die inhaltliche Konzeption, das gestufte Verfahren der Umsetzung und
der Qualitätssicherung wurde von diesem Gremium gemeinsam
verabschiedet.
Insgesamt arbeiteten 47 Autoren an der Gestaltung des Berichts mit.
Als Autoren konnten wissenschaftliche Fachleute gewonnen werden, die
zu den qualifiziertesten Personen in ihrem jeweiligen Fachgebiet in
Österreich zählen und zumeist über die Grenzen hinaus bekannt und
ausgewiesen sind.
Der Bericht ist in zwei Teile gegliedert, die auch äußerlich als zwei
Bände sichtbar werden:
Der erste Teil präsentiert Daten und Indikatoren zum Schulsystem in
Österreich, die sich auf Bildungsstatistik und Bildungsmonitoring
stützen und die Aspekte der Qualität dieses Schulwesens entweder
direkt abbilden oder aber kritische Bedingungen für einen Gewinn oder
Verlust an Qualität aufzeigen.
Der zweiter Teil enthält Expertisen führender österreichischer
Bildungswissenschafter zu zentralen Entwicklungsthemen und
Problemfeldern des Schulwesens. Die Auswahl dieser Themen orientiert
sich an der von den Experten wahrgenommenen Bedeutung der Thematik
für die Gesamtentwicklung des österreichischen Schulwesens. Die
thematischen Schwerpunkte wurden mit den Bildungssprechern der
Parlamentsparteien vorbesprochen.
Die Beiträge des Berichts sind mehrfach qualitätsgesichert:
Die Autoren erhielten vorab differenzierte Hinweise für die
Gliederung und Gestaltung der Berichte.
Auf die jeweilige Erstfassung erhielten die Autorinnen und Autoren
Feedback durch die Steuergruppe.
Die Endfassung wurde durch internationale Expertinnen und Experten
begutachtet, die noch einmal Hinweise für Qualitätsverbesserungen
gaben.
Die Gesamtkosten des Berichts belaufen sich auf ca. 400.000 Euro.
Darin inkludiert sind sämtliche Planungskosten, die Honorare für
Autoren und Gutachter, sowie Lektorat, Layout und Druck des
Berichtes.
Die vorliegende Pilotversion des Bildungsberichts ist in erster Linie
Produkt einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Bundesinstitut für
Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen
Schulwesens (BIFIE) und den beteiligten Wissenschaftern aus
Universitäten, Forschungsinstituten und Pädagogischen Hochschulen.
Der Bericht soll das Potential eines solchen Instruments deutlich
machen.
Zukünftige Folgeberichte sollten stärker auf die zentralen
bildungspolitischen Themen und Fragestellungen fokussiert werden. Die
enge Zusammenarbeit in der Berichtskonzeption zwischen
Bildungsministerium, BIFIE und Bildungsforschung stellt dafür eine
wichtige zukünftige Voraussetzung dar.
"Ich freue mich auf vertiefende Diskussionen, vor allem im
Parlament", so Schmied abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Nikolaus Pelinka
Tel.: (++43-1) 53 120-5030
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