• 15.06.2009, 11:29:22
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Europavergleich zeigt günstige Strompreisentwicklung in Österreich

Großverbraucher zahlen derzeit gleiche Nettopreise wie 1996

Wien (OTS) - Österreichs Stromkunden profitieren von der
verantwortungsvollen und kostenorientierten Preisgestaltung der
E-Wirtschaft. "Im europäischen Strompreisvergleich konnten sich die
österreichischen Anbieter erneut um einen Rang verbessern und die
Großverbraucher bezogen Strom zuletzt zu Tarifen, die netto genau
jenen des Jahres 1996 entsprechen", erklärte die Generalsekretärin
des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara
Schmidt unter Berufung auf jüngste Zahlen des europäischen
Statistikamts Eurostat.

Bei den Haushaltsstrompreisen (Haushalte mit einem Verbrauch
zwischen 2500 und 5000 kWh) liegt Österreich derzeit mit einem
Durchschnittspreis von 12,68 Cent pro Kilowattstunde (inklusive
Netzgebühren) an zwölfter Stelle im Vergleich der EU-27. Während im
2. Halbjahr 2008 die Strompreise in neun Ländern höher waren, gibt es
damit in elf EU-Staaten höhere Haushaltsstrompreise. Deutschland
liegt auf Rang sechs. Unter Berücksichtigung der Kaufkraftparitäten
zählen die Preise in Österreich sogar zu den günstigsten in der EU
(Rang 18). Schmidt: "Beim Gesamtpreis nimmt Österreich aktuell Rang
acht ein, weil die Steuern und Abgaben auf Strom hierzulande die
vierthöchsten Europas sind." Mit einer Preissteigerung von 1,8
Prozent wies Österreich 2008 eine der geringsten Inflationsraten bei
Strom aus.

Stabile Strompreise stärken Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen

Überaus stabil zeigten sich auch die Strompreise für Unternehmen
2008 in Österreich. Ohne Steuern zahlten Großverbraucher (Verbrauch
zwischen 500 und 2000 MWh) 2008 im Schnitt 9,05 Cent pro
Kilowattstunde. Schmidt: "Damit liegt Österreich im Europavergleich
im Mittelfeld der EU-27. Die Steuerbelastung von Strom für
Unternehmenskunden ist in Österreich aber die dritthöchste Europas.
Die Steuern betrugen 3,81 Cent je Kilowattstunde, wobei die
nichterstattungsfähigen Steuern (Mehrwertsteuer wird rückerstattet)
mit 1,67 Cent die höchsten Europas sind." In Summe ergibt sich daraus
ein Industriestrompreis von 12,86 Cent und der 10. Platz im
Europa-Preisvergleich. Schmidt weiter: "2007 zahlten Österreichs
Großverbraucher exklusive Steuern genau den gleichen Strompreis wie
1996. Diese stabilen Preise stärkten damit die Konkurrenzfähigkeit
der Unternehmen." Die Steuern und Abgaben in diesem Sektor wurden
zwischen 1996 und 2007 allerdings um 105 Prozent erhöht.

Strompreisentwicklung des Jahres 2008 noch immer bestimmend

Bestimmend für die Strompreise im Haushaltsbereich sowie für
kleine und mittlere Gewerbebetriebe ist derzeit immer noch die
Entwicklung der Strombörsen im vergangenen Jahr. Schmidt: "Die
Grundlast-Futures der Großhandelspreise für Strom erreichten im
Sommer 2008 einen Höchstwert von 90 Euro/MWh und lagen damit um mehr
als ein Drittel über den Preisen im Jänner des gleichen Jahres. Im
Februar 2009 wurde ein Tiefpunkt von unter 45 Euro/MWh erreicht.
Seither kommt es wieder zu einem leichten Anstieg der Preise."
Großkunden kaufen ihren Strom über Produktportfolios ein, womit sie
auch das Risiko von schwankenden Strompreisen tragen. Durch die in
diesem Kundensegment übliche Back-to-Back-Beschaffung verhandeln die
Betriebe mit den Elektrizitätsunternehmen auf Basis der aktuell
gültigen Großhandelspreise, wodurch das niedrigere
Großhandelspreisniveau großen Gewerbebetrieben und der Industrie sehr
rasch zugute kommt.

Rückfragehinweis:
Pressesprecher des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ)
Ernst Brandstetter
Mobil: +43 (0) 676 845 019 260
E-Mail: [email protected]

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