• 15.06.2009, 09:48:07
  • /
  • OTS0039 OTW0039

Generali Foundation, Eröffnung der Ausstellung - BILD

DIE MODERNE ALS RUINE. Eine Archäologie der Gegenwart

Robert Smithson, Hotel Palenque, 1969-1972
Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Wien (OTS) - Mit Werken von Yona Friedman, Giuseppe Gabellone,
Cyprien Gaillard, Isa Genzken, Dan Graham, Gordon Matta-Clark,
Florian Pumhösl, Jeroen de Rijke / Willem de Rooij,
Robert Smithson, Rob Voerman, Stephen Willats

Die Ausstellung nimmt das Design der Moderne für eine
menschlichere und zeitgenössische Gesellschaft seit dem Beginn des
20. Jahrhunderts ins Visier: ein Design für neue Wohnformen und ein
neues Gesicht der Städte. Was ist aus dieser Utopie geworden?
Die architektonischen und Designkonzepte der KünstlerInnen der
Ausstellung reflektieren "Modelle" des utopischen, reinen Designs in
ihrem Zustand der Deteriorisierung: Sie sind durchsetzt von Zerfall,
Entropie, Ruinösem, dem "Rost" (Smithson), manchmal noch Momente des
Kristallinen bewahrend, doch sie nähren sich ebenso von der Idee der
Bricolage, des Einsatzes "von dem, was da ist", vom Konzept des
Recyclings gewissermaßen. Sie formulieren damit Endzeitstadien, in
denen an den Resten einer untergegangenen Zivilisation Überleben
getestet wird. Sie, die Reste, sind die letzten Ressourcen.
Andererseits nehmen sie dadurch einen nahezu utopischen Gedanken der
"Nachhaltigkeit" auf, die Idee von einer besseren Gesellschaft,
geboren aus dem Geist der Dystopie.

Wenn Verwüstung, Verwahrlosung, Verslumung als trostlose und
unbarmherzige letzte Zeugen einer ausbeuterischen, verrohten
Gesellschaft der Konkurrenz, des Profits und des Fanatismus die
Utopie einer humanen, aufgeklärten Gesellschaft zum Kollabieren
gebracht haben, ist Demut gefordert, um mit den verbliebenen Mitteln
nach der Katastrophe aus dem Nichts etwas zu machen. So bestehen
diese Dystopien aus den Versatzstücken einer jahrtausendealten
Menschheitsgeschichte, der Resonanz und gespiegelten Erinnerung von
utopischem Design und Archi-tektur, denen gegenüber das Bewusstsein
generiert werden müsste, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen
endlich sind und damit die Definition des Neuen, des Fortschritts
überdacht werden muss.

Pressegespräch/Vorbesichtigung: Do 18. Juni 2009, 10.00
Eröffnung: Do 18. Juni 2009, 19.00
Ausstellungsdauer: 19. Juni - 20. September 2009

Kuratorin: Sabine Folie

Weitere Informationen unter http://foundation.generali.at

Rückfragehinweis:
Barbara Mahlknecht
Tel.: +43 1 504 98 80-14
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel