- 14.06.2009, 09:25:44
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Bures holt 12 Mio. Euro aus Brüssel für wichtiges Bahnprojekt ab
Zielgerichtete Investitionen in Verlagerung des Güterverkehrs von Straße auf Schiene und in Sicherheit des Bahnverkehrs
Wien (BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures hat am Donnerstag
beim EU-Verkehrsministerrat in Luxemburg gemeinsam mit ihren
Amtskollegen aus Schweden, Dänemark, Deutschland und Italien eine
Absichtserklärung zur Ausrüstung mit dem europäischen
Zugsicherungssystem von Stockholm bis Neapel (Korridor B)
unterschrieben. Österreich hat 12 Millionen Euro an TEN-T
Fördermitteln für die Streckenausrüstung des österreichischen Teils
von Kufstein bis zum Brenner zugesprochen bekommen. "Mit der nunmehr
geleisteten Unterschrift können wir dieses Geld aus Brüssel abholen
und zielgerichtet investieren. Damit setzen wir einen wichtigen
Schritt zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die
Schiene", erläutert Bures. Mit 12 Mio. Euro übernimmt die EU mehr als
ein Fünftel der Gesamtkosten von 55 Mio. Euro im gesamten
österreichischen Abschnitt für die Ausrüstung der Infrastruktur.
Üblich sind rund 10 Prozent. ****
Die Harmonisierung der Vielzahl an derzeit vorhandenen
Zugsicherungssystemen im EU-Raum ist eine vordringliche Zielsetzung
der europäischen Verkehrspolitik. Die Europäische Kommission, die
Bahnindustrie und die Bahnen sind sich darin einig, dass nur die
Ausrüstung ganzer Korridore mit dem einheitlichen europäischen System
ETCS betriebswirtschaftlich sinnvoll ist. Die Vorteile sind ein Mehr
an Sicherheit, eine Steigerung der Kapazitäten und eine höhere
Geschwindigkeit beim Transport auf der Schiene.
Anlässlich der Einführung des Europäischen
Schienenverkehrsmanagementsystems (ERTMS) wurde im Jahr 2005 ein
Memorandum of Understanding (zwischen der Europäischen Kommission und
der Vereinigung der Europäischen Bahnen) abgeschlossen und die
Ausrüstung von vorerst sechs Frachtkorridoren beschlossen. Die
Absichtserklärung zur Entwicklung des Korridors B sieht die
Realisierung von ERTMS bis zum Jahr 2020 vor. In Österreich wird die
Ausrüstung bereits 2012 erfolgt sein. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Susanna Enk, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
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