• 10.06.2009, 10:17:04
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Ankyra feiert sein fünfjähriges Bestehen mit Festprogramm am 18. Juni 2009

Diakonieprojekt als erfolgreicher Beitrag in der Gesundheitsversorgung in Tirol

Wien (OTS) - "Jährlich steigt die Zahl der Männer, Frauen und
Kinder, die bei Ankyra Hilfe suchen. Im letzten Jahr konnten wir rund
230 nach Österreich geflüchtete Menschen unterstützen. Im
Eröffnungsjahr 2004, besuchten uns knapp 60 Personen, die wir
psychotherapeutisch, psychologisch und medizinisch begleitet haben.
Die starke Nachfrage an Unterstützung durch Ankyra zeigt, dass es
einen hohen Bedarf an kultursensibler, dolmetschunterstützter
Psychotherapie gibt und dass es uns mit Ankyra gelungen ist, eine
wichtige Lücke der Gesundheitsversorgung in Tirol zu schließen",
erklärt Verena Schlichtmeier, Leiterin des Zentrums für
Interkulturelle Psychotherapie "Ankyra". "Wir konnten in den
vergangenen fünf Jahren gute Behandlungserfolge erzielen. Für einen
nachhaltigen Erfolg brauchen wir aber auch Rahmenbedingungen wie
Aufenthaltssicherheit unserer Klientinnen und Klienten sowie die
Ermöglichung von Arbeit. Immer wieder erfahren wir in den
Psychotherapien Rückschläge durch negative Asylbescheide oder
drohende Abschiebungen."

Die Einrichtung "Ankyra - Zentrum für interkulturelle
Psychotherapie" des Diakonie-Flüchtlingsdienstes bietet seit Sommer
2004 Flüchtlingen und MigrantInnen in Tirol kultur- und
geschlechtssensible, traumaspezifische, dolmetschunterstützte
Psychotherapie und Beratung an. In Form von Einzel- und
Gruppentherapien, begleitender psychiatrischer und medizinischer
Beratung werden Frauen, Männer und Kinder unterstützt. Dies wird
derzeit mit einem Team von 15 PsychotherapeutInnen, DolmetscherInnen
für 14 Sprachen, einer Allgemeinmedizinerin und einem Psychiater
geleistet. In Kunsttherapiegruppen, Psychodramagruppen,
Empowermentgruppen, zuletzt einer Reittherapiegruppe werden
schwerpunktmäßig Flüchtlingskinder und Flüchtlingsfrauen unterstützt.

"Aus rund 40 Herkunftsländern kommen die Klientinnen und Klienten
von Ankyra. Die stärksten Regionen sind nach wie vor Tschetschenien,
Afghanistan, Kosovo und die Türkei. Die meisten sind vor Krieg,
Gewalt, Verfolgung bis hin zu Folter geflohen, um in Österreich
Schutz zu suchen. Dieser Personengruppe Unterstützung bei der
Bewältigung ihrer Flucht, ihrer traumatischen Erfahrungen und ihrer
aktuellen Lebenssituation zukommen zu lassen, sehen wir als wichtige
Aufgabe des Flüchtlingsschutzes", betont Christoph Riedl, Leiter des
Diakonie Flüchtlingsdienstes.

Fünf Jahre im Zeichen der Integration

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen kann Ankyra in den vergangenen
fünf Jahren auf gute Behandlungserfolge zurück blicken. Die Menschen,
die das Angebot in Anspruch nehmen, finden bei Ankyra ein Stück
Sicherheit und Konstanz in einer bewegten, unsicheren Lebenszeit.
KlientInnen lernen so, wieder Vertrauen zu fassen, neuen Lebensmut zu
schöpfen, ihren Selbstwert wieder aufzubauen und Kraft für die
Bewältigung ihrer Vergangenheit und ihres Lebens in Österreich zu
finden.

Anlässlich des Ankyra-Jubiläums findet am Donnerstag, 18. Juni
2009 im Haus der Begegnung in Innsbruck ein Fest mit
MitarbeiterInnen, KlientInnen, VernetzungspartnerInnen sowie Gästen
aus Politik und Zivilgesellschaft statt. Gerhard Reheis/Landesrat für
Soziales und Integration, Mag. Barbara Hutter/Frauenbeauftragte der
Stadt Innsbruck sowie Mag. Luise Müller/Superintendentin u.a. werden
Worte an die Festgäste richten. Das Programm bezieht Elemente aus
unterschiedlichen kulturellen Kontexten ein, die jeweils schon
transformiert und im Sinne kultureller Diversität zu einem Neuen
zusammengefügt sind.

Rückfragehinweis:

Anmeldungen und Medienanfragen:
   
   Mag. Verena Schlichtmeier/Ankyra  Mag. Bettina Klinger
                                     Diakonie  Österreich
   Tel: 0512/56 41 29                Tel: 01/409 80 01-14
   Mobil: 0664/827 33 64             Mobil: 0664/314 93 95
   E-Mail: [email protected]
                                     E-Mail: [email protected]

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