• 06.06.2009, 10:00:00
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ÖBB-Betriebsratswahlen: Sieger FSGvida erzielt mit über 92 Prozent bestes Ergebnis in der Zweiten Republik

FSGvida-Vorsitzender Haberzettl: EisenbahnerInnen macht misslungene ÖBB-Strukturreform zu schaffen - Starker Einsatz für die KollegInnen wurde belohnt

Wien (FSGvida/ÖGB) (OTS) - Bei den zweiten ÖBB-Betriebsratswahlen
nach der misslungenen ÖBB-Strukturreform der ehemaligen
schwarz-blauen Bundesregierung aus dem Jahr 2003 entschied sich die
überwältigende Mehrheit der über 36.000 Wahlberechtigten für die
Fraktion Sozialdemokratische GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft
vida (FSGvida). ****

Die FSGvida erreichte österreichweit 92,22 Prozent (2005: 89,85) und
konnte somit ihr Wahlergebnis von der letzten Betriebsratswahl noch
einmal um 2,37 Prozent verbessern. Dieses FSG-Ergebnis bei Wahlen ist
nicht nur das beste der Zweiten Republik sondern auch das beste
Betriebsratswahlergebnis seit dem Jahr 1931. Dieser schon 2005
erzielte Rekord konnte somit von der FSGvida noch einmal eingestellt
werden.

Von 3. bis 5. Juni 2009 fanden in allen neun Unternehmen der ÖBB,
sowie bei der Graz-Köflacher-Bahn (GKB) Betriebsratswahlen aufgrund
des Arbeitsverfassungsgesetzes statt. Bei der GKB entfielen wie im
Jahr 2005 wieder 100 Prozent der Stimmen auf die FSGvida. Bei einer
Wahlbeteiligung von 79,23 Prozent (2005: 84,28) in den ÖBB wurden
bundesweit folgende Ergebnisse erzielt:

Fraktion Sozialdemokratische GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft
vida (FSGvida): 25.385 Stimmen und 92,22 Prozent (2005: 89,85);

Unabhängige GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft vida (UGvida):
472 Stimmen und 1,71 Prozent;

Unabhängiger LokführerInnen Vereinigung / Grüne und Unabhängige
GewerkschafterInnen (ULV/GUG): 379 Stimmen und 1,38 Prozent

Gewerkschaftlicher Linksblock in der Gewerkschaft vida (GLBvida): 220
Stimmen und 0,8 Prozent (2005: 2,16);

Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG): 198 Stimmen und 0,72
Prozent (2005:0,22);

Balance: 178 Stimmen und 0,65 Prozent;

Sonstige/Namenslisten: 695 Stimmen und 2,52 Prozent (2005: 4,60).

Der FSGvida-Vorsitzende, ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender Wilhelm
Haberzettl führt die hohe Beteiligung der EisenbahnerInnen an den
Betriebsratswahlen auf die "im gesamten Unternehmen deutlich
spürbaren Auswirkungen der absolut vermurksten ÖBB-Strukturreform aus
dem Jahr 2003" auf die Beschäftigten zurück. "Verschärft hat sich
diese Situation vor allem noch in den letzten Wochen durch die
unverantwortliche Art und Weise der ÖVP, wie diese die Inhalte der
Reform 2003 in der aktuellen Diskussion um eine Änderung der
ÖBB-Struktur noch vertiefen will", sagte Haberzettl.

Die ÖVP-Verlangen gingen in Richtung weiterer ÖBB-Gesellschaften
sowie Schnittstellenprobleme im Infrastrukturbereich, zusätzliche
Managerposten und führten somit in Richtung Privatisierung der ÖBB
und zu Mehrbelastung für die KundInnen und SteuerzahlerInnen. "Die
Eisenbahnerinnen und Eisenbahner haben für einen derartig motivierten
Politikmurks kein Verständnis", unterstreicht Haberzettl.

Haberzettl führt das beste Ergebnis der FSG seit 1931 darauf zurück,
dass Gewerkschaft, Betriebsrat und die EisenbahnerInnen
zusammengehalten und gemeinsam Stärke gezeigt haben. "Wir haben im
Zusammenhang mit den Spekulationsverlusten und dem schlechten
Konzernergebnis 2008 gegenüber der Unternehmensleitung klar gemacht,
dass für daraus resultierende Sparpakete nicht die EisenbahnerInnen
zur Kasse gebeten werden dürfen." Auch haben sich Betriebsrat und
Gewerkschaft im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise entschlossen
gegen Nulllohnrunden und Kurzarbeit in den ÖBB-Gesellschaften
ausgesprochen, ergänzte der Gewerkschafter: "Konsequente
Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit hat die Eisenbahnerinnen und
Eisenbahner zu einer hohen Wahlbeteiligung und Solidarität
motivieren. Unsere Kolleginnen und Kollegen wissen, wer ihre
Interessen vertritt".

"Einen Rechtsruck unter den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern habe
ich zu keinem Zeitpunkt befürchtet. Offenbar haben auch FPÖ und BZÖ
schon im Vorfeld erkannt, dass sie bei uns auf keinen fruchtbaren
Boden stoßen und sind erst gar nicht bei den Betriebsratswahlen
angetreten", freut sich Haberzettl.

Im Rahmen der Betriebsratswahlen wurden auch die
ÖBB-Konzernbehindertenvertrauenspersonen gewählt, dabei gab es wie im
Jahr 2005 wieder ein 100-prozentiges Wählervotum für die FSGvida.

Rückfragehinweis:
FSGvida/Presse
Tel.: (01) 546 41/411 bzw. 0664/ 61 45 733

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