- 05.06.2009, 23:42:27
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310.000 Besucher bei der "Langen Nacht der Kirchen"
Neuerlich Steigerung der Besucherzahlen in den 700 offenen Gotteshäusern zwischen Boden- und Neusiedlersee - Ein gemeinsames Projekt aller 14 christlichen Kirchen Österreichs - In Wien war der Stephansdom wieder Besuchermagnet Nummer 1
Wien, 05.06.2009 (KAP) Mehr als 310.000 Menschen - davon 130.000
alleine in Wien - haben nach ersten Schätzungen der Veranstalter
heuer die "Lange Nacht der Kirchen" besucht. Das sind um rund 35.000
mehr Besucherinnen und Besucher als im letzten Jahr. Bundesweit
standen rund 700 Kirchen zwischen 18 Uhr und 1 Uhr früh offen und
begeisterten jung und alt mit unterschiedlichsten Programmpunkten
religiös-spiritueller, musikalischer und kultureller Art. Insgesamt
wurden mehr als 3.000 Einzelveranstaltungen bei freiem Eintritt
angeboten und eifrig besucht. Die "Lange Nacht der Kirchen" ist ein
gemeinsames Projekt aller 14 christlichen Kirchen in
Österreich(www.langenachtderkirchen.at).
Besuchermagnet Nummer 1 war in Wien auch bei der diesjährigen
"Langen Nacht der Kirchen" einmal mehr der Stephansdom. Mehr als
50.000 Menschen bestaunten im Lauf des Abends den Dom und erfreuten
sich am Programm im Zeichen Joseph Haydns. 450 Kinder der Wiener
Singschulklassen, des Kollegiums der Singschule Wien, vom
"mädchenchor.wien" und dem Wiener Kinderchor musizierten "Die
Schöpfung" des berühmten österreichischen Komponisten, dessen 200.
Todestag auf den heurigen Pfingstsonntag fiel. Der Domchor brachte
die "Harmoniemesse" von Haydn unter der Leitung von Domkapellmeister
Markus Landerer zu Gehör. Vor dem weit geöffneten Riesentor des
Domes, durch das pausenlos Menschen strömten, berichtete Dompfarrer
Toni Faber von den begeisterten Reaktionen der Besucher: "Es ist
schön, dass wieder so viele Menschen in unseren Dom gekommen sind,
um hier die Seele ausrasten zu lassen".
Eine lange Schlange bildete sich bis spät in der Nacht auch unter
dem Südturm des Domes, wo weit mehr als 1.000 Leute die 343 Stufen
zur Türmerstube im 136 Meter hohen "Steffl" hinaufstiegen. 400 Jahre
lang (bis 1955) hatten dort die "Türmer" als Feuerwache Ausschau
nach eventuellen Bränden in der Stadt gehalten. Die Besucher in der
"Langen Nacht der Kirchen" konnten an diesem Abend den
faszinierenden Blick über das nächtliche Wien genießen.
Start mit stadtweitem Glockengeläut
Mit einem zehnminütigen Glockengeläut um 17.50 Uhr war die "Lange
Nacht der Kirchen" in der Bundeshauptstadt eingeleitet worden. In
Wien konnten die Besucherinnen und Besucher der "Langen Nacht der
Kirchen" zwischen 157 offenen Gotteshäusern wählen. 1.100 Angebote
standen auf dem Programm. Besondern Anklang fanden jene Orte, die
für Kirchenbesucher normalerweise nicht zugänglich sind wie
Kirchtürme, Krypten und Klostergänge. Als Juwel barocker
Kirchenbaukunst, das nur zu besonderen Anlässen geöffnet wird, stand
etwa die "Bernardikapelle" im Heiligenkreuzerhof den ganzen Abend
lang offen. Abt Gregor Henckel-Donnersmarck und die Mönche des
Stiftes Heiligenkreuz führten im Stundentakt durch das barocke Juwel
in der Wiener Innenstadt. Vor der Bernardikapelle boten die
Zisterzienser ihren Klosterwein, Heiligenkreuzer Wildschweinwürstel
und weitere Schmankerl zur Stärkung für die Besucher der
Kirchennacht an.
Viel Zulauf hatte auch das Programm der Jugendkirche St. Florian.
Hier spielten "Cardiac move", die Gewinner des Ö 3- Soundchecks,
Österreichs größtem Bandwettbewerb, auf.
Besuch aus Bonn
Der Bonner Stadtdechant und Leiter der City-Seelsorge, Wilfried
Schumacher, und der Pastoralreferent der Bonner Citypastoral,
Norbert Schmitz, machten einen Ausflug nach Wien, um die "Lange
Nacht" kennen zu lernen. Bei einer Begegnung mit Bischofsvikar Karl
Rühringer und Dompfarrer Toni Faber wurden Erfahrungen über die
City-Seelsorge in beiden Städte ausgetauscht. Besonderes Interesse
zeigten die Bonner Gäste an den Angeboten der "Kirche für
Ausgetretene", der "Frauenkirche" in St. Anna und an der neuen
"Gesprächsinsel" im Schottenstift.
(forts mgl)
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