- 05.06.2009, 12:14:58
- /
- OTS0156 OTW0156
Einsatz üben, um für den Ernstfall gerüstet zu sein
Tierseuchenübung "Picorna 09" erfolgreich abgeschlossen
Bregenz (VLK) - Im Rahmen der internationalen Übung "Picorna 09"
wurden diese Woche in Echtzeit der Verlauf und die Bekämpfung einer
Tierseuche geübt. "Es hat sich gezeigt, dass - wie bei
Naturkatastrophen so auch im Seuchenfall - eine enge regionale und
grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Erfolg führt", sagte
Landesrat Erich Schwärzler heute, Freitag, in seinem Resumee zum
Abschluss der Übung. Die Erkenntnisse aus der "Picorna 09" sollen nun
unter anderem in die Novelle des Tierseuchengesetzes einfließen.
Übungsannahme war ein Fall von Maul- und Klauenseuche im Betrieb
des Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum am Rheinhof in Hohenems.
Neben der raschen Sperre des Betriebes und der Einrichtung eines
lokalen Krisenzentrums im Landhaus wurden auch das Bundesheer sowie
Kontaktbetriebe in Tirol und Salzburg sowie jenseits der Landesgrenze
in die Übung einbezogen.
Laut Landesveterinär Erik Schmid ist die MKS "sozusagen der
Super-Gau in der Tierseuchenbekämpfung". Schnelles und konsequentes
Handeln sei noch wichtiger, als bei allen anderen Tierseuchen;
entscheidend seien die ersten Stunden des Einsatzes. "Dass vom ersten
Verdacht bis zur Diagnose nur 24 Stunden vergangen sind, war eine
optimale Leistung aller Beteiligten", so Schmid.
Die MKS ist für den Menschen zwar weitestgehend ungefährlich, sie
ist aber extrem leicht übertragbar und verbreitet sich daher sehr
schnell. Der Schaden würde vor allem darin bestehen, dass Österreich
für den Export gesperrt wäre und die heimische Landwirtschaft dadurch
massive Einbrüche erleiden würde, erklärte Elisabeth Marsch vom
Gesundheitsministerium.
Um Einsatzkräfte und Organisationen in der Bekämpfung von
Tierseuchen laufend zu schulen, schreibt die EU regelmäßige
"Echtzeitübungen" vor. Die letzte Übung in Österreich war im Jahre
2004 in Niederösterreich.
Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at .
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20135 Fax: 05574/511-20190 Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






