• 04.06.2009, 14:07:25
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  • OTS0237 OTW0237

Problemlösungskonzept der Schulen stärken und ergänzen

3-Säulen-Modell zur Vernetzung von Schule und Sozialarbeit

Bregenz (VLK) - Die Schulen stehen in zunehmendem Maße vor der
Herausforderung, neben ihrer Bildungsfunktion auch
"familienergänzende" Erziehungsaufgaben zu erfüllen. Schullandesrat
Siegi Stemer und Soziallandesrätin Greti Schmid stellten heute,
Donnerstag, im Landhaus ein neues Modell vor, das Schülerinnen und
Schüler, Lehrpersonen und Eltern bestmögliche Unterstützung bieten
soll. Ziel ist es, die Problemlösungskompetenz der Schulen zu stärken
und enger mit den kommunalen Angeboten der Jugend- und Sozialarbeit
zu vernetzen.
Um helfend einzugreifen, wenn Verhaltensprobleme wie erhöhte
Gewaltbereitschaft, Mobbing, Eigentumsdelikte oder häufiges
Schulschwänzen auftreten und die Schulpartnerschaft bzw. das soziale
Umfeld belasten, gibt es in Vorarlberg bereits eine Reihe von
Maßnahmen und Einrichtungen. Dazu gehören u.a. ein Stunden-Pool zur
individuellen Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit
Verhaltensauffälligkeiten, ein Netzwerk an Beratungs- und
Krisenbegleitungslehrerinnen und -lehrern sowie die
Schulsozialarbeit, die an fünf Schulstandorten pilotweise eingesetzt
wird.

Die beauftragten Fachleute haben ein 3-Säulen-Modell entworfen,
das diese Angebote gezielt zusammenführt und durch das enge
Zusammenspiel der Bereiche "Bildung", "Jugend" und "Soziales" eine
Innovation darstellt, erläuterte Landesrat Stemer. Durch die
bedarfsgerechte Aufstockung des Stunden-Pools (bisher stehen 3.600
Stunden/Jahr zur Verfügung) und den Ausbau des Netzwerkes der
Beratungs- und Krisenbegleitungslehrer um bis zu fünf Dienstposten
sollen zunächst die schulinternen Ressourcen gestärkt werden.

Der Einsatz von Schulsozialarbeitern fügt sich in das
Gesamtkonzept und bietet Schulen im Bedarfsfall eine wirkungsvolle
ergänzende Unterstützungsmaßnahme. Laut Landesrätin Schmid ist damit
"ein Modell gelungen, das die Schulen nicht bevormundet, aber eine
Ergänzung und Schnittstelle zu den Angeboten der Jugend- und
Sozialarbeit in den Gemeinden schafft".

Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at .

Rückfragehinweis:

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