- 01.06.2009, 12:29:21
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Nur Nanosekunden-Laser bei Tatoo-Entfernung ratsam
AACS-Präsident Sandhofer warnt vor unsachgemäßer Tatooentfernung auf Kosten der Patienten
Linz/Wien (OTS) - So einfach eine Tätowierung unter die Haut
gebracht wird, so schwer lässt sie sich entfernen. "Falsche
Handhabung", unsachgemäße Durchführung, falsche Geräteausstattung
und Erfahrung können wahrlich ins Auge gehen und nur schwer- oder
gar irreparable Hautschäden verursachen", warnt der Präsident der
Austrian Academy of Cosmetic Surgery (AACS), Dr. Matthias Sandhofer.
Er rät Frauen und Männern, die sich ein Tatoo entfernen lassen
möchten unbedingt zur Vorsicht. "Nur bei sach- und fachkundigen
Ärztinnen und Ärzten (hauptsächlich Dermatologen) mit entsprechender
Routine ist der Patient auf der sicheren Seite", erklärt Dr.
Sandhofer. Es wird derzeit geschätzt, dass rund 15 % der Tätowierten
diese sich im Laufe der Jahre wieder entfernen lassen.
Nach dem heutigen Stand der Technik sollten nur Geräte mit
NANO-SEKUNDEN-Einwirkung verwendet werden. Geräte mit längerer
Einwirkdauer (Millisekunden) oder gar Blitzgeräte führen zu
unerwünschten thermischen Schäden wie Pigmentverschiebungen und
Narbenbildungen. Auch können dadurch Pigmentpartikel quasi
einzementiert werden, sodass sie einer weiteren Therapie nicht mehr
zugängig sind. Dr. Sandhofer berichtet aus der eigenen Praxis, dass
die meisten seinen einschlägigen Patienten mit Tatoos unsachgemäß
vorbehandelt waren - unter anderem von Laien mit Blitzgeräten
(IPL-Technologie). Dies erfordert im Hinblick auf die
hochenergetischen Blitzlampen eine Änderung der geltenden
gesetzlichen Vorschriften, die derzeit nur für die Laseranwendung
Geltung haben, dies gilt übrigens auch für die Langzeitenthaarung
mittels Laser und Blitzlampen (durch Laien).
Der Erfolg der Lasertherapie hängt im Wesentlichen vom Gerätetyp
des Lasers und der Erfahrung des behandelnden Arztes (Dermatologen)
ab. Es sollten von den Patienten nur Laserzentren mit entsprechender
Ausstattung aufgesucht werden (Q-switched Laser mit
NANO-Sekunden-Einwirkung).
Dr. Sandhofer beruft sich fachlich auf mehrere Publikationen aus
der Universitäts-Hautklinik Regensburg (Bäumler, Landthaler), auf
Empfehlungen der Deutschen Lasergesellschaft (DDL) und auf
Erfahrungen der AACS-Anwender.
Rückfragehinweis:
Austrian Academy of Cosmetic Surgery / AACS
Tel.: 06764368478
mailto:[email protected]
http://www.cosmetic-surgery.at
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