- 28.05.2009, 16:06:19
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Klein- und Kleinstschulen sind Zeichen regionaler Identität
Schule im Alpinen Raum - Projekt der Pädagogischen Hochschulen Vorarlberg, St. Gallen, Graubünden und Wallis
Feldkirch (VLK) - Welche Bedeutung haben Schulen in kleinen
Dörfern im alpinen Raum? Mit dieser Frage beschäftigen sich die
Pädagogischen Hochschulen Vorarlberg, Graubünden, St. Gallen und
Wallis in einem grenzüberschreitenden Forschungsprojekt. Heute,
Donnerstag, wird das Konzept an der Pädagogischen Hochschule in
Feldkirch der Öffentlichkeit vorgestellt, informiert Schullandesrat
Siegi Stemer.
Niedrige Geburtenraten und Abwanderung bedrohen die Existenz
kleiner Schulen in alpinen Regionen zunehmend. In Vorarlberg gibt es
im laufenden Schuljahr 65 Volksschulen mit jahrgangsübergreifenden
Klassen und 23 Kleinstschulen mit bis zu 20 Schülerinnen und Schüler.
Die Stärkung und der Erhalt dieser Schulen als Ausdruck der
regionalen Identität ist der Landesregierung gemeinsam mit den
Gemeinden ein großes Anliegen.
Identitätsstiftend
Kleinschulen bieten Kindern in einem Dorf nicht nur den Vorteil
des kurzen Schulwegs. Sie sind identitätsstiftend für Kinder und
Erwachsene und ein wichtiger Faktor für Attraktivität von Dörfern als
Wohnort für junge Familien. Die Diskussion über die Schließung von
Dorfschulen darf daher nicht allein von Kosten und Zahlen bestimmt
werden", betont Landesrat Siegi Stemer. Geografie, Wirtschaft,
Geschichte, soziale Struktur und das soziale Leben der Region spielen
eine ebenso entscheidende Rolle.
Neue Impulse für flexible und kreative Organisationsformen von
Schule erhofft sich Stemer nun auch vom Forschungsprojekt der
Pädagogischen Hochschulen: "Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
bietet interessante Vergleichsmöglichkeiten. Alle beteiligten
Regionen stehen vor denselben Problemen. Ich bin bereits gespannt,
welche unterschiedlichen Lösungsansätze im Rahmen dieses Projekts
festgestellt und welche neuen Ergebnisse am Ende gemeinsam erarbeitet
werden."
EU-Förderung
Ziel dieses auf drei Jahre angelegten Projektes ist es,
Entscheidungsgrundlagen für die Bildungs- und Regionalpolitik zu
erarbeiten. Dabei werden Schulinnovationsprozesse in mehreren kleinen
Schulen in alpinen Randlagen untersucht und begleitet. Insgesamt
nehmen 45 Grund- und Oberstufenschulen aus den Projektregionen in
Vorarlberg sowie den Schweizer Kantonen Graubünden, St. Gallen und
Wallis teil. Das Interreg IV-Projekt wird aus Mitteln des
Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.
Mehr Informationen sind unter
www.schulealpin.org/einstiegsseite.html abrufbar.
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20141 Fax: 05574/511-20190 Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse
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