- 28.05.2009, 12:30:45
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FEEI-Hochleitner: Lassen uns durch Säbelrasseln nicht beeindrucken
Gewerkschaften argumentieren gegen besseres Wissen / April-Inflation war nie das Thema
Wien (OTS) - Von der gestrigen Androhung der Gewerkschaften von
flächendeckenden Betriebsversammlungen und Streiks zeigt sich das
Verhandlungsteam des Fachverbandes der Elektro- und
Elektronikindustrie (FEEI) vollkommen unbeeindruckt. Jedoch wächst
beim FEEI die Besorgnis, ob die Gewerkschaften überhaupt noch an
konstruktiven Gesprächen interessiert sind. Anders können sich die
Arbeitgeber-Vertreter das beharrliche Festhalten der
Arbeitnehmer-Vertreter an den unrealistischen Forderungen und deren
inhaltliche Begründung nicht erklären.
Gewerkschaften geben ihre Haltung der letzten Jahre auf
"Wir gewinnen zunehmend den Eindruck, dass die Gewerkschaften an
einem Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen gar nicht
interessiert sind. Anders können wir uns nicht erklären, warum sowohl
GMTN als auch GPA in ihrer gestrigen Presseaussendung zum Ergebnis
der Betriebsrätekonferenz gegen besseres Wissen argumentieren. Weder
war die April-Inflation je ein Thema in den Verhandlungen, noch
verfolgen wir eine Wendehalspolitik in Bezug auf die Inflationsrate.
Tatsache ist vielmehr, dass die Gewerkschaften ihre in den
vergangenen Jahren gepredigte Haltung aufgeben haben. Das ist anhand
des KV-Abschlusses 2008 ersichtlich. Bei einer Jahresinflation von
3,2% erhöhten wir die Löhne und Gehälter um 3.4% plus Einmalzahlung.
Hätten wir in die Vergangenheit geschaut, wäre der Prozentsatz
aufgrund der Inflationsrate von 2,4% in den 12 Monaten davor deutlich
niedrigerer gewesen. Daher lehnen wir es ab die hohe Inflation des
Jahres 2008 ein zweites Mal abzugelten. Auch haben wir beim Abschluss
2008 die gleiche Logik umgesetzt, wie in all den anderen Jahren. Das
Ergebnis waren immer deutliche Reallohnerhöhungen und ebenso ist es
beim diesjährigen Angebot", argumentiert Albert Hochleitner,
Verhandlungsleiter und Obmann des Fachverbandes der Elektro- und
Elektronikindustrie. Gleichzeitig hält er auch nichts von der
gestrigen Androhung, dass im Falle einer Nichteinigung am 4. Juni in
wirtschaftlichen Krisenzeiten wie jetzt Kampfmaßnahmen angedroht
werden.
Wirtschaftliche Lage in der EEI spitzt sich weiter zu
"Die Gewerkschaften ignorieren derzeit die wirtschaftliche
Realität oder wollen den Ernst der Lage nicht erkennen. Fakt ist,
einer der Impulsgeber für die Branchenkonjunktur - der Export - wird
im ersten Quartal 2009 um rund 20% einbrechen. Auch bei den
Umsatzrückgängen setzt sich die Talfahrt weiter fort. Die Branche
musste im ersten Quartal 2009 Rückgänge von durchschnittlich 30%
gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkraften. Die Folgen dieser
Entwicklungen werden wir erst in den nächsten Monaten spüren. Darauf
gilt es Rücksicht zu nehmen, andernfalls vernichten wir Tausende
Arbeitsplätze", erklärt der FEEI-Obmann abschließend.
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI)
vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit
60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 12
Milliarden Euro (Stand 2007). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern -
dazu gehören u.a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum
Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das UFH, das Umweltforum
Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer
Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie
(bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position
der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit
geführten Standortwettbewerb zu stärken.
Rückfragehinweis:
Dipl. Ing. Dr. h.c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI c/o Siemens Österreich AG Tel: 051707-21001 Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI Tel: 01/588 39-12 E-Mail: [email protected]
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