- 26.05.2009, 11:31:00
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Stadtwerke als Garant urbaner Lebensqualität
Häupl: "Infrastruktur ist entscheidender Faktor im internationalen Städtewettbewerb."
Wien (OTS) - Sieben Milliarden Euro - das ist jene Summe, die die
Wiener Stadtwerke in ihrem zehnjährigen Bestehen als
privatwirtschaftlich geführtes kommunales Dienstleistungsunternehmen
in den Ausbau der Infrastruktur Wiens gepumpt haben. Der Bogen reicht
vom U-Bahn-Neubau (U2 Stadion, U1 Leopoldau, U3 Simmering) über die
Modernisierung der Straßenbahn, wo heute mit knapp 200 ULF-Fahrzeugen
fünf Mal so viele in Wiens Öffi-Netz verkehren wie 1999, bis hin zum
Bau von Europas größtem Waldbiomasse-Kraftwerk oder dem vor wenigen
Tagen eröffneten Re-Powering-Projekt im Kraftwerk Simmering, um den
im Großraum Wien benötigten Strom zu 75 Prozent aus eigener Kraft zu
produzieren. "Diese gewaltige Investition in die Wiener Infrastruktur
ist ein nachhaltiger Beitrag nicht nur für die Wiener Lebensqualität,
sondern auch für die Konkurrenzfähigkeit Wiens im internationalen
Städtewettbewerb", unterstrich Bürgermeister Michael Häupl den
Stellenwert der Wiener Stadtwerke beim heutigen Mediengespräch im
Wiener Rathaus. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist
zuverlässige, hochqualitative und leistbare Infrastruktur für die
Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar", betonte Häupl bei dem
Mediengespräch, an dem auch Vizebürgermeisterin Renate Brauner,
Wiener Stadtwerke-Generaldirektorin Gabriele Payr sowie Stadtwerke
München-Chef Kurt Mühlhäuser teilnahmen. Anlass war der 60.
Geburtstag der Wiener Stadtwerke sowie ihr zehnjährigen Bestehen als
eigenständiges Unternehmen. Dazu findet am Dienstagabend im Rathaus
eine Jubiläumsgala statt - mit einer Podiumsdiskussion, an der Wiens
Bürgermeister Michael Häupl und Münchens Oberbürgermeister Christian
Ude unter dem Titel "Staat oder privat - wer garantiert urbane
Lebensqualität" über Infrastruktur als elementaren Bestandteil einer
Stadtverwaltung diskutieren.
Wanderausstellung zeigt Geschichte der Wiener Infrastruktur
Vorgestellt wurde im Rahmen des Mediengesprächs auch die neue
Wanderausstellung der Wiener Stadtwerke, die Einblicke gibt hinter
die Kulissen der Versorgung Wiens mit Infrastruktur auf höchstem
Niveau. Die Wanderausstellung "24 Stunden für Wien" erzählt die
Geschichte von Österreichs größtem kommunalen
Infrastrukturdienstleister, der Wien seit 60 Jahren mit Mobilität,
Licht und Wärme versorgt. Per Computer können Besucherinnen und
Besucher durch die Geschichte der Wiener Stadtwerke surfen. An
speziellen Touchscreens haben sie die Chance, als "Stadtrat" das
Klima positiv zu beeinflussen. Und am "Mobilitätsmixer" erfahren sie,
wie sich ihr ganz persönliches Verkehrsverhalten auf Wien auswirkt.
Erstmals werden mit der Ausstellung alle Netze der Wiener Stadtwerke
in Echtdaten präsentiert - und zwar auf einen Blick. Damit möglichst
viele Wienerinnen und Wiener mehr erfahren können über die 60-jährige
Geschichte der Wiener Stadtwerke und der damit verbundenen Versorgung
Wiens mit Infrastruktur, gehen die Wiener Stadtwerke mit ihrer
Wanderausstellung hinaus in die Stadt. "24 Stunden für Wien" erzählt
die Geschichte der Versorgung Wiens mit Mobilität, Licht und Wärme
und macht Halt an stark frequentierten Orten wie U-Bahn-Stationen
oder dem MuseumsQuartier Wien. Der Auftakt beginnt am Dienstag, 9.
Juni, in der U-Bahn-Station Spittelau.
Infrastruktur braucht stabile Rahmenbedingungen
Angesichts der internationalen Wirtschaftskrise zeigte sich Wiens
Bürgermeister Michael Häupl überzeugt davon, dass vor allem in der
Infrastruktur-Branche öffentlichem Eigentum ein immer höherer
Stellenwert zukommen werde. Denn "für eine leistbare, verlässliche
und sichere Versorgung mit Infrastrukturdienstleistungen wie Strom,
Gas oder öffentlichem Personennahverkehr braucht ein
Infrastrukturdienstleister stabile Rahmenbedingungen", betonte Häupl.
"Mit den Wiener Stadtwerken und der Stadt Wien als Eigentümerin gehen
wir diesen Weg der Stabilität äußerst erfolgreich", unterstrich Häupl
die Infrastrukturpolitik der Stadt Wien. Die Wiener Stadtwerke wurden
1999 als privatwirtschaftlich zu führendes Unternehmen neu
organisiert, um sich "optimal auf veränderte wirtschaftliche
Rahmenbedingungen einstellen konnten", so Häupl weiter. 10 Jahre nach
diesem Schritt, haben sich die Wiener Stadtwerke vom "Monopolisten zu
einem kundenorientierten Dienstleister entwickelt, der die Menschen
in der Donaumetropole verlässlich mit hochmoderner Infrastruktur
versorgt", betonte Häupl. Den Grund für den Erfolg dieser
Konstellation sieht Häupl in der grundsätzlichen
Geschäftsphilosophie: "Für eine Kommune steht nicht eine kurzfristige
Gewinnmaximierung im Vordergrund, sondern "die nachhaltige Erbringung
hochqualitativer Leistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger", so
Wiens Bürgermeister.
Brauner: "Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt."
"Wie gut Wien funktioniert und wie sich moderne Infrastruktur auf die
Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt auswirkt, belegt die aktuelle
Studie des internationalen Beratungsunternehmens Mercer", erklärte
Vizebürgermeisterin Renate Brauner. "Wien ist die lebenswerteste
Stadt der Welt", freute sich Brauner, die in ihrer Funktion als
Stadträtin auch für die Wiener Stadtwerke verantwortlich zeichnet.
Ein genauer Blick auf die Studie zeige, dass man gerade "bei den
Infrastruktur-Bereichen ,Elektrizität’ und ,Öffentlicher
Personennahverkehr’ exzellente Spitzenwerte im internationalen
Vergleich" habe. Brauner beschrieb die Rolle der Wiener Stadtwerke
als Basis für den Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum Wien.
"Die Wiener Stadtwerke investieren in den kommenden fünf Jahren 4,2
Milliarden Euro in die Infrastruktur der Stadt Wien und setzen damit
entscheidende Impulse für die Wirtschafts- und
Beschäftigungsentwicklung Wiens", so Brauner. Wie wichtig diese
Impulse für die Wiener Wirtschaft sind, verdeutlichte Brauner durch
Beschäftigungseffekte am Arbeitsmarkt: "Allein durch den Ausbau der
U-Bahn in den kommenden fünf Jahren sichern die Wiener Stadtwerke mit
ihrem 1,4 Milliarden-Euro-Invest rund 26.000 zusätzliche
Arbeitsplätze. Durch das Kraftwerk-Modernisierungs-Projekt Simmering
1, das 800.000 Haushalte mit Strom und 200.000 Haushalte mit Wärme
versorgen wird, konnten rund 4.000 Arbeitsplätze geschaffen werden",
betonte Wiens Vizebürgermeisterin. Hand in Hand arbeite man mit den
Wiener Stadtwerken daran, dass "Wien weiterhin ein attraktiver
Wirtschaftsstandort und die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt."
Vizebürgermeisterin Renate Brauner verwies auf die für Wien so
wichtigen Infrastruktur-Projekte der Wiener Stadtwerke mit einer
historischen Bilanz: "Sieben Milliarden Euro haben die Wiener
Stadtwerke in ihrem zehnjährigen Bestehen als privatwirtschaftlich
geführtes kommunales Dienstleistungsunternehmen in den Ausbau der
Infrastruktur Wiens investiert." Dazu zählen sämtliche Investitionen
für die Wartung und Modernisierung der Energie- und Verkehrsnetze,
Projekte zur Steigerung des Eigenanteils der Energieerzeugung für den
Großraum Wien, wie das vergangene Woche eröffnete Kraftwerk Simmering
1, Investitionen in den U-Bahn-Neubau, wie das rechtzeitig zur
Fußball-Europameisterschaft im Mai 2008 eröffnete U2-Teilstück zum
Ernst-Happel-Stadion, oder Investitionen in den Fahrzeugpark der
Wiener Linien, damit in Wien heute etwa 200 komfortable und modernste
ULF-Niederflurstraßenbahnen fahren können - und damit fünf Mal so
viele wie 1999 - für die mehr als 800 Millionen Fahrgäste der Wiener
Linien pro Jahr, betonte Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner die
erfolgreichen Projekte der Wiener Stadtwerke, die allein in den
vergangenen zehn Jahren zur Steigerung der Attraktivität des
Wirtschaftsstandorts Wien realisiert wurden.
Mühlhäuser: "Stadtwerke sind ein Plus für Städte."
"Stadtwerke sind ein Plus für ihre Städte. Sie tragen mit ihren
Dienstleistungen und Produkten maßgeblich zur Lebensqualität in ihren
Städten bei", betonte Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Stadtwerke München (SWM). Die SWM sind das
größte kommunale Unternehmen Deutschlands und gehören zu 100 Prozent
der Landeshauptstadt München. "Wir sehen uns als kommunales
Unternehmen der Nachhaltigkeit verpflichtet. Nicht die Orientierung
auf Quartalsberichte oder maximal Gewinne, sondern der langfristige
Nutzen für die Münchner Bürgerschaft sind Grundlage unseres
Handelns", so Mühlhäuser. Die SWM wirtschaften aber auch als
kommunales Unternehmen erfolgreich, um auf Basis ihrer
wirtschaftlichen Stärke Zukunftsinvestitionen zu finanzieren und
damit einen Mehrwert für ihre Kunden, die Stadt und den
Wirtschaftsstandort zu schaffen. Z.B. durch
> ihre nachhaltige Energieerzeugung, die auf KWK und dem konsequenten
Ausbau der regenerativen Energien basiert.
> den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes, mit dem auch
Privatkunden und kleinere Betriebe eines der schnellsten und
modernsten Datennetze Europas nutzen können.
> eines der besten Trinkwasser Europas, das durch langfristige SWM
Maßnahmen in seiner Qualität auch für nachfolgende Generationen
geschützt wird.
> eines der besten Nahverkehrssysteme Europas.
Mühlhäuser: "Für diese Zukunftsaufgaben investieren die SWM in den
nächsten 3 Jahren 3 Milliarden Euro! Wir verdreifachen damit unsere
durchschnittlichen Investitionen der letzten Jahre. Gerade in der
gegenwärtigen Wirtschaftskrise tut dieses "SWM Konjunkturpaket" gut.
Wir widerlegen damit außerdem klar die neoliberale Heilsthese "Privat
vor Staat". Als SWM beweisen wir die Überlegenheit einer
gemeinwohlorientierten, kommunal gesteuerten Infrastrukturpolitik
gegenüber einer Steuerung nach dem Shareholder-Value."
Payr: "Gute Infrastruktur ist nicht selbstverständlich."
"Eine funktionierende Infrastruktur gehört zum Alltag in Wien",
betonte Wiener Stadtwerke-Generaldirektorin Gabriele Payr. "Wenn Sie
das Licht anschalten, die Heizung aufdrehen oder mit der U-Bahn zur
Arbeit fahren, das sind die Wiener Stadtwerke", erklärte Payr, die an
der Spitze von Österreichs größtem kommunalen
Infrastrukturdienstleister steht. Zum Konzern, der 2008 2,8
Milliarden Euro Umsatz erzielte, gehören Wien Energie, Wiener Linien,
Wiener Lokalbahnen, BMG Beteiligungs-management sowie Friedhöfe und
Bestattung Wien. "Strom, Gas, öffentliche Verkehrsmittel - unsere
Kundinnen und Kunden sind es gewohnt, dass all diese Dinge immer
verfügbar sind und verlässlich funktionieren", sagte Payr. "Gute
Infrastruktur ist nicht selbstverständlich", unterstrich Payr.
"Hinter Wiens Infrastruktur stehen 15.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Wiener Stadtwerke, die mit ihrem Know-how rund um die
Uhr dafür arbeiten, dass Wien eine internationale Spitzenposition bei
Infrastruktur vorweisen kann", freute sich die Wiener
Stadtwerke-Generaldirektorin. Damit das auch so bleibt, investieren
die Wiener Stadtwerke kräftig weiter und kurbeln damit die Wirtschaft
an. Payr: "Bis 2013 investieren die Wiener Stadtwerke rund 4,2
Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte und positionieren sich
gerade in Krisenzeiten für Unternehmen und für Arbeitnehmer als Fels
in der Brandung", unterstricht Payr den Erfolg eines
Geschäftsmodells, bei dem die Stadt Wien als
100-Prozent-Eigentümer für Stabilität und Kontinuität sorgt.
Zehn Jahre Wiener Stadtwerke Holding AG
1999
> Gründung der Wiener Stadtwerke Holding AG
2000
> Verlängerung der Linie U3 von Erdberg nach Simmering
> Einführung der Countdown-Anzeigen in den U-Bahn-Stationen
2001
> Probebetrieb mit neuen, durchgehend begehbaren und klimatisierten
U-Bahn-Fahrzeugen
> Baubeginn für die Verlängerung der U1 (Nord)
2002
> Eröffnung des Erdgas-Dispatchers (Lastverteiler) in Simmering
> Die Anzahl der BesitzerInnen von Jahreskarten der Wiener Linien
übersteigt erstmals die 300.000-Marke
> MitarbeiterInnen der neuen, mobilen "U-Bahn-Aufsicht" sorgen für
mehr Sicherheit in den U-Bahn-Stationen
2003
> Baubeginn der erstem Teilstrecke der U2-Verlängerung bis zum
Stadion
> Wiener Linien bringen die 100. Niederflurstraßenbahn ULF zum
Einsatz
2004
> Der Fahrgastbeirat der Wiener Linien nimmt seine Arbeit auf
> Der Abschluss des Aufzugeinbauprogramms für ältere U-Bahn-Station
ist ein weiterer Schritt zur Barrierefreiheit bei den Wiener Linien
2005
> Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Nußdorf
> Das erste U-Bahn-Fahrzeug der neuen Generation V wird in Betrieb
genommen
> Auslieferung des 150. ULF an die Wiener Linien
2006
> Verlängerung der Linie U1 von Kagran bis Leopoldau
> Überarbeitete NightLine geht in Betrieb
> Baubeginn für die 2. Teilstrecke der U2-Verlängerung vom Stadion
bis zur Aspernstraße
> 400 KV Nordeinspeisung sichert nachhaltig Stromversorgung Wiens
> Eröffnung von Europas größtem Waldbiomassekraftwerk in Simmering.
Die Anlage versorgt umweltfreundlich rund 48.000 Wiener Haushalte mit
Strom und 12.000 Haushalte mit Fernwärme
2007
> Inbetriebnahme der neuen Unternehmenszentrale von Wien Energie
Gasnetz in Simmering
> Inbetriebnahme des 1. Fernkältesystems im Stadtentwicklungsprojekt
TownTown
> Auf allen Autobuslinien der Wiener Linien sind nur noch
Niederflurbusse im Einsatz
> Die ersten Fahrzeug der klimatisierten zweiten ULF-Generation
fahren im regulären Linienbetrieb
2008
> Verlängerung der Linie U2 von Schottenring bis
Ernst-Happel-Stadion. Mit dieser Angebots-Erweiterung konnten die
Wiener Linien während Fußball EM im Mai 2008 pro Tag mehr als drei
Millionen Fahrgäste transportieren
> Umstellung des Straßenbahnverkehrs auf der Ringstraße: die Linien 1
und 2 werden Durchgangslinien
> Eröffnung des Windparks Level (Westungarn) von Wienstrom
> Friedhöfe Wien werden Teil der Wiener Stadtwerke
2009
> Modernisierung des Kraftwerks Simmering 1. Damit produziert Wien
Energie 75 Prozent des für Wien benötigten Stroms aus eigener Kraft
> Die Linie U6 wird komplett auf Niederflurbetrieb umgestellt
> Mit der "Vienna Ring Tram" nimmt eine spezielle
Touristenstraßenbahn ihren Betrieb auf
> Wiener Linien sind Gastgeber des UITP-Weltkongresses
Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Hassler Mediensprecher Vbgmin Mag.a Renate Brauner Telefon: (01) 4000-81845 E-Mail: [email protected] Mag. Robert Hierhold Wiener Stadtwerke-Konzern-Pressesprecher Telefon: (01) 531 23-73973 [email protected] www.wienerstadtwerke.at Virtuelle Pressestelle: www.vipress.at
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